Es gibt Autor*innen, da greife ich nur wegen des Namens schon dazu. Manu Larcenet ist einer davon. Die Straße, Brodecks Bericht und Blast haben bleibenden Eindruck hinterlassen. Also habe ich zu „Der alltägliche Kampf“ gegriffen.
Der Plot
Seit acht Jahren ist Marco schon in der Therapie. Das Ganze zweimal die Woche. Für ihn ist das genug und er möchte es beenden. Er ist Fotograf und erst kürzlich von Paris aufs Land gezogen. Später verliert er seinen Job und findet in Émilie eine Freundin.
![[Comic] Der alltägliche Kampf [Comic] Der alltägliche Kampf](http://m3.paperblog.com/i/188/1880469/comic-der-alltagliche-kampf-L-Hvkf32.jpeg)
Sie möchte zusammen wohnen und vielleicht ein Kind. Marco hingegen mag keine Veränderungen. Sein Vater leidet an Alzheimer und in der Politik gibt es wenig Positives. Freunde wählen Fachos, und das, obwohl gute Kollegen abgeschoben werden könnten.
Immer wieder leidet Marco an Angstattacken. Seine Kunst bekommt endlich Anerkennung und dennoch merkt er schnell, dass vieles anders ist, als es den Anschein hat. Das ist alles sein alltäglicher Kampf, mit alltäglichen Problemen und Nöten.
Mein Comic Senf
Die Werke von Manu Larcenet sind düster und beklemmend. Der Zeichenstil und die wenigen Farben sorgen für einen eigenen Sog und Begeisterung. Genau dieses habe ich hier ebenfalls – trotz des „bunten“ Titelbilds – erwartet. Tatsächlich ist es in diesem Comic anders.
Es ist bunter und schon beinah ein Stil, der bei Karikaturen zum Einsatz kommt. Eine beliebige Seite könnte einen Gagcomic darstellen, gerade wenn Marco mit seinem Bruder abhängt. Das hat mich – so ehrlich muss ich sein – etwas gehemmt und überrascht. Mit der Zeit lebt man mit dem Stil.
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Auch der Comic ist anders. Es ist Slice of Life und der Titel ist hier Programm. Es ist das alltägliche Leben und damit auch ein Kampf. Viele Widrigkeiten plagen Marco und lassen ihn natürlich wirken. Ein Sog, wie bei den anderen Larcenet-Comics, entsteht nicht.
Aber der Slice-of-Life-Sog entsteht dann doch noch. Man liest und könnte ewig weiterlesen und das Leben von Marco verfolgen. Gerade die Alltagsprobleme zeigen, es geht anderen Menschen ähnlich. Zwar ist es nicht der beste Comic von ihm, aber weiterhin ein guter.
Meine letzten Worte:
Alltäglich
