neulich: Made in R.

Neulich hat mir Frau R. erzählt, sie sei fischen gegangen. Ich selber tue ja nicht fischen. Oder angeln, wie die Gebildeteren sagen würden. Die Vorstellung, einen Fisch am Haken zu habe und ihn dann totschlagen zu müssen, ängstigt mich. Die Fische schauen doch immer so gutgläubig, mit ihren kugligen Augen. Und genau dazwischen müsste ich dann mit einem Knüppel schlagen. So fest es geht, notfalls auch mehrmals - bis er tot ist. Ich hätte die Befürchtung, dass ich eine Muttertier erschlage. Die Fischkinder wären dann waisen und kämen ins Fischheim. Das möchte ich keinesfalls.
neulich: Made in R.
Jedenfalls erzählte Frau R., sie sei zum fischen eingeladen gewesen. An einen See, mit der Firma. Fischruten bekamen sie vom Fischer. Und dazu eine handvoll saftige „Bienenmaden“ als Köder. Wobei wir alle natürlich wissen, dass „Bienenmaden“ eigentlich Wachsmotten-Larven sind. Die Fische jedenfalls sollen die Bienenmaden-Ködern wie verrückt mögen. Sollen - nur diesmal nicht. Im Verlauf des Abends liess sich jedenfalls Frau R. zur Aussage hinreissen: «Wenn die Fische die Maden nicht fressen wollen, dann ess ich sie!». Und es kam, wie es kommen musste, Frau R. schluckte den Köder!
Wäääh - weisch wie grusig! Die Maden mussten Frau. R. von innen anschauen! Gedärm und so...
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