Neil Young: Weil er es kann

Neil Young: Weil er es kannIst man jetzt schon zu abgestumpft oder einfach nur arrogant, wenn man den bunten Bildern von den Protesten aus Anlass des Umwelt-Gipfels in New York nicht wahnsinnig viel abgewinnen kann, weil ja ohnehin nur geredet und nichts getan wird und unsere amerikanischen Brüder plötzlich so tun, als haben sie das alleinige Abo auf lebensrettende Ideen und Maßnahmen? Mmh. Neil Young jedenfalls muss sich in dieser Beziehung nichts nachsagen lassen, der trommelte schon für Natur und Nachhaltigkeit, da hat Claudia Roth noch in einer Krumbacher KiTa "Bäumchen wechsel Dich!" gespielt. Deshalb macht auch die folgende Nachricht Sinn: Young wird Anfang November sein 35. Album veröffentlichen, "Storeytone" soll es heißen und der Stromgitarrengott hat es zusammen mit einem 92-köpfigen Orchester plus Chor eingespielt. Und wenn der erste Song, den er seinen Anhängern zugänglich macht - "Who's Gonna Stand Up?" - bei jedem anderen etwas ökoromantsich und kitschig rüberkommen würde, er schafft es ganz ohne Peinlichkeit.

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