Nachrichten vom 5. Februar 2011

Schweden - Politik
Der schwedische Migrationsminister Tobias Billström will die Aussagen der Miljöpartiet (Grüne) zu einer gerechteren Einwanderpolitik, die die Familienzusammenführung erleichtern soll, nicht kommentieren, obwohl er dadurch, entgegen der Wahlversprechen im Herbst, der extrem rechten Partei Sverigedemokraterna eine Hand in der Einwanderungspolitik reicht.

Schweden - Politik/Wirtschaft
Der schwedische Staat unter Fredrik Reinfeldt hat beschlossen 255 Millionen seiner Aktien an Nordea im Werte von rund 20 Milliarden Kronen zu verkaufen um damit Staatsschulden zu begleichen. Da Schweden unter den europäischen Ländern am wenigsten verschuldet ist und die Zinsen zur Zeit gering sind, halten Finanzwissenschaftler Schwedens diesen Verkauf für eines der schlechtesten Geschäfte der Regierung Reinfeldt. Während der letzten 15 Jahre verzeichneten Nordea-Aktien im Durchschnitt jedes Jahr einen Gewinn von 12,3 Prozent, wobei die Verteilung von zwei bis drei Prozent pro Jahr hinzukommt. Der schwedische Staat wird durch den jetzigen Verkauf der Aktien vermutlich dreimal mehr Gewinn verschenken als er an Zinsen einsparen kann.
Göteborg - Gesundheit
Dass alle fünf Krankenhäuser im Västra Götaland regelmäßig überbelegt sind und Patienten selbst in den Korridoren untergebracht werden müssen, ist fast schon normal. Dass einige von ihnen im Östra Sjukhuset jedoch Töpfe mit Kochlöffeln erhielten um bei einem Notfall das Personal zu rufen, kann als Neuheit betrachtet werden. Aber auch gewöhnliche Türglocken wurden Patienten in die Hände gedrückt, die das übliche Notsignal ersetzen mussten.
Schweden - Verkehr
Obwohl zahlreiche Tierarten in den schwedischen Wälder seltener werden, steigt jährlich die Anzahl an Wildunfällen. Im letzten Jahr wurden im Durchschnitt 130 Wildunglücke pro Tag gezählt, was einer Gesamtanzahl von 47.475 Unglücken entspricht. Innerhalb von fünf Jahren stieg damit die Quote an Wildunglücken in Schweden um 42 Prozent. Auch wenn die meisten Unfälle mit Elchen, Rehen und Hirschen vorkommen, so ist kein Tier vor einer Kollision sicher. Die häufigsten Wildunglücke werden in den Regionen Kronoberg und Kalmar gezählt.

Stockholm - Wohnungsmarkt
Nach dem Sozialamt in Stockholm findet man in der Stadt mindestens 320 Familien mit Kindern, die keine Wohnung haben. Besonders betroffen von dieser Situation sind alleinerziehende Mütter und Einwandererfamilien. Auf die Bitte der Sozialdemokratischen Partei diese Familien bei der Wohnungsvergabe zu bevorzugen, antwortet Anna König Jerlmyr (Moderaterna), zuständiger Stadtrat, dass in Stockholm niemand auf der Straße landet, da es in der Stadt Hotelheime und 170 Übergangswohnungen für Familien mit Kindern gibt. Dass viele der Betroffenen bereits seit Jahren auf eine Wohnung warten und wechselweise bei Bekannten und Verwandten unterkommen müssen, ist für sie kein Grund an der aktuellen Praxis der Wohnungsvergabe etwas zu ändern.
Schweden - Restauration
Die Entwicklung, dass immer mehr Kneipen und Bars in Schweden ihre Getränke am Tresen nur noch gegen Barzahlung aushändigen beunruhigt die schwedischen Finanzämter, da sie diese Entwicklung mit steigenden schwarzen Löhnen und Steuerbetrug in Verbindung bringen. Die Finanzämter wollen in Zukunft daher mehr auf Denunziation und Testkäufe setzen. Ein versuchter Betrugsversuch wird dem Besitzer der Kneipe oder Bar dann 10.000 Kronen kosten.
Schweden - Umwelt
Auf Gotland hat sich der Verdacht auf die Newcastle-Krankheit, eine Art der Vogelgrippe, auf einer Hühnerfarm bestätigt. Die Regionalregierung hat daher eine Fläche im Radius von drei Kilometer um den Hof in Vänge zum Schutzgebiet erklärt. Alle Bewohner, die in diesem Gebiet Hühnervögel besitzen, müssen sich bei der Regionalregierung melden. Der Virus kann auch bei Tauben, Gänsen, Papageien und Kanarienvögeln auftreten. Bei Menschen kann der Virus in einigen Fällen zu einer Bindehautentzündung führen.

Schweden - Umwelt
Nachdem die Zoologischen Gärten zur Auswilderung ihrer Wolfwelpen in den schwedischen Wäldern nein sagten, gerät Schweden mit seiner Wolfspolitik unter Druck. Helena Kättström des schwedischen Zentralamts für Landwirtschaft sieht nun die Chance noch in diesem Jahr russische Jungwölfe nach Schweden zu holen. Die Tiere sind in Halbfreiheit in den russischen Wäldern aufgewachsen und lassen sich daher, nach Helena Kättström  relativ leicht in die schwedischen Rudel integrieren. In ihren Augen sind nur noch einige kleine Fragen zu klären. Wie viele Wölfe ist die Russland bereit zu liefern und die Frage, ob die russischen Wölfe von keinen übertragbaren Krankheiten betroffen sind.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.
Copyright: Herbert Kårlin

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