Nachrichten vom 27. Juni 2013

Schweden - Politik
Nach einer Studie des SOM-Instituts in Göteborg stehen 60 Prozent der Schweden einer elektronischen Wahl über Internet positiv gegenüber und nur 17 Prozent halten diese Methode für eine schlechte Idee, wobei die Skeptiker vor allem Angst von einem Wahlbetrug haben, der auf diese Weise vereinfacht wird. Die Regierung will die elektronische Wahl voraussichtlich 2018 in einigen ausgewählten Gemeinden Schwedens testweise einführen und nach der Auswertung des Ergebnisses endgültig darüber entscheiden.
Schweden - Wirtschaft
Auch wenn Schweden bisher nicht Mitglied der Nato ist, unterstützt die schwedische Verteidigung die Nato bereits bei verschiedensten Auslandseinsätzen. Nun plant die Verteidigung auch innerhalb der NRF (Natos Response Force) aktiv werden und an den entsprechenden Übungen teilzunehmen, was vom Natogeneral Jean-Paul Paloméros  aufs Äußerste begrüßt wird. Diese Übereinkunft ist umso erstaunlicher, da die schwedische Verteidigung über eine Unterfinanzierung klagt und Natoeinsätze extrem kostenaufwendig sind.
Schweden - Wirtschaft
Die schwedische Großhandelskette City Gross bietet ab sofort zu den wöchentlichen Lebensmittelpaketen, die regelmäßig ins Haus geliefert werden, auch passende Weinpakete an und begibt sich daher in eine Grauzone des Gesetzes, da Lebensmittelgeschäfte keinen Wein verkaufen dürfen. City Gross umgeht diese Bestimmung indem die Kunden ihnen lediglich ihre Wünsche mitteilen müssen, die Lieferung dann aber direkt aus Dänemark erfolgt und auch dort abgerechnet wird. Es ist zu erwarten, dass die Verbände der Antialkoholiker und die staatlichen Alkoholläden Systembolaget gegen City Gross klagen werden.
Schweden - Recht
Während man in den letzten Wochen immer mehr über die Überwachungsstaaten USA und Großbritannien spricht, gehen die Vergehen der schwedischen Überwachungsorganisation, der FRA (Försvarets radioanstalt) nahezu im Stillen an der Bevölkerung vorbei, obwohl nach der Tageszeitung Metro seit 2010 bereits neunmal persönliche Angaben, die die Einrichtung ohne das Wissen der Betroffenen sammelt, nicht auf sichere Weise bearbeitet wurde. Die Bevölkerung bleibt dabei zudem im Ungewissen wie viel und welches Material FRA sammelt.
Schweden - Media
Der Studentenverband der Universität in Växjö ist empört darüber, dass die schwedische Radioanstalt nun auch von ausländischen Studenten für den Besitz eines Computers die Fernsehgebühr von über 2000 Kronen jährlich fordert, obwohl die betroffenen Studenten kein Schwedisch sprechen, da die Vorlesungen in Englisch abgehalten werden und ein Computer für das Studium als notwendig betrachtet wird. Nach der Radioanstalt spielt es jedoch keine Rolle ob man auch vom Angebot profitiert oder profitieren kann, denn bezahlt werden muss für jedes Gerät, das in der Lage ist öffentliche Fernsehprogramme zu empfangen und jeder Student wird als in Schweden wohnhaft betrachtet.
Schweden - Ausbildung
Nachdem die schwedische Regierung die Hochschulen und Universitäten, die gegenwärtig rein staatlich sind, nach dem Model der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg und der Hochschule in Jönköping, in private Stiftungen verwandeln will, befürchten die Studenten, dass dies dazu führt, dass sie in Zukunft weniger Mitspracherecht haben werden und die Ausbildung sich in vielen Fällen verschlechtern wird, da dann die Regierung ihren Einfluss mit jenem der Wirtschaft teilen muss. Die Studentenverbände befürchten auch, dass diese Änderung dazu führt, dass die unabhängige Forschung in den umgewandelten Universitäten auf der Strecke bleiben wird.
Schweden - Tourismus
Wer mit der M/S Birger Jarl der Ånedinlinjen in diesem Sommer noch eine 24-Stunden-Kreuzfahrt von Stockholm nach Åland plante, sollte diesen Plan aufgeben, da die Reederei alle künftigen Kreuzfahrten eingestellt hat, da die Sommersaison mit einem so schlechten Umsatz begann, dass der Weg in den Konkurs ohne die Einstellung des Betriebes nicht mehr zu verhindern gewesen wäre. Sämtliche Angestellte wurden bereits gekündigt und Personen, die bereits eine Kreuzfahrt gebucht haben, werden ihr Geld zurückerhalten.
Schweden - Gesellschaft
Der Jugendverband der Antialkoholiker-Organisation IOGT-NTO beklagt, dass es in 14 Prozent der schwedischen Gemeinden keinerlei Hilfen für Kinder von Alkoholikern und drogenabhängigen Eltern gibt und diese Gemeinden nicht einmal eine entsprechende Beratungsstelle eingerichtet haben. Nach der Vorsitzenden des Verbandes, Catharina Sandberg, bedeutet dies Kinder ihrem Schicksal zu überlassen, also sie im Stich zu lassen.
Schweden - Gesellschaft
Nach Informationen der Tageszeitung Sydsvenskan will einer der reichsten Männer der Welt wieder nach Schweden zurückkehren, denn nach 40 Jahren im Ausland will Ingvar Kamprad nun mit 87 Jahren wieder nach Älmhult im Småland zurückkehren. Allerdings bedeutet dies nur, dass die Privatperson wieder für sein Einkommen in Schweden Steuern bezahlen wird, denn das Ikea-Imperium wird seine Gewinne auch in Zukunft nicht in Schweden versteuern, sondern bleibt in den Steuerparadiesen registriert. Nachdem Kamprad vor kurzem uch seine Aufgabe als Geschäftsführer bei Ikea abgegeben hat, dürften die zusätzlichen Steuereinnahmen des Landes daher relativ gering ausfallen.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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