Nachrichten vom 23. März 2013

Schweden - Politik
Um Wähler zurückzugewinnen versucht Annie Lööf, die Vorsitzende der Zentrumspartei, nicht nur eine grüne Wählerschaft anzuziehen, sondern gestern sprach sie sich auch, entgegen der Linie der Allianz, gegen das Reva-Projekt und die Kontrollen in der Stockholmer U-Bahn aus, denn, nach ihren Worten, soll niemand in Schweden nur wegen seiner Hautfarbe nach dem Ausweis gefragt werden.Am ersten Tag der Diskussionen über ihr revidiertes Ideenprogramm, das zu einem Wahlsieg verhelfen soll, findet man jedoch keinerlei persönliche Linie der Partei, was einen Wahlkampf sehr erschweren wird.
Schweden - Politik
Die Grünen Schwedens haben die Zusammenarbeit in Migrationsfragen mit der Regierungsallianz auf Eis gelegt, da sich insbesondere die Moderaterna unter Fredrick Reinfeldt nicht bereit zeigen einen einzigen Schritt zu einer humaneren Asylpolitik einzuleiten. Noch haben die Grünen die Zusammenarbeit nicht gekündigt, aber sie warten nun auf ein deutliches Zeichen der Regierung bevor weitere Gespräche aufgenommen werden. Annie Lööf, die Vorsitzende der Zentrumspartei kritisiert die Haltung der Grünen und meint, dass jedes Gespräch geführt werden muss, da politischer Fortschritt auf eine respektvollen Kontakt beruht.
Schweden - Wirtschaft
Die schwedische Elektro- und Elektronikkette Siba der Familie Bengtsson hat voriges Jahr einen Rekordverlust von brutto 99 Millionen Kronen zu verbuchen, also 27 Millionen mehr als noch im Vorjahr. Während der letzten fünf Jahre beläuft sich nun der Bruttoverlust auf rund 250 Milliarden Kronen. Auch der Konkurs von OnOff und Expert im Jahre 2011 und 2012 konnten dem Unternehmen keinen Aufstieg bieten. Nach allen Voraussagen und auf Grund der aktuellen Krise ist anzunehmen, dass der Markt mit Heimelektronik auch dieses Jahr weiter nach unten geht und die Verlust der Branche weitergehen werden.
Schweden - Arbeitsmarkt/Verteidigung
Das Problem der für die schwedische Verteidigung in Afghanistan arbeitenden Dolmetscher geht nun in die nächste Phase über, da Tobias Billström jede Belohnung für eine geleistete Arbeit ablehnt und das Ausländeramt den 24 Dolmetschers, die in Schweden um Asyl ansuchten aus formalistischen Gründen ein Nein erteilte. Der Parlamentarier Gunnar Axén weist die Verteidigung darauf hin, dass diese die 24 Dolmetscher lediglich offiziell in Schweden beschäftigen muss, damit diese als Arbeitskrafteinwanderer Asyl erhalten. Obwohl diesem Schritt rechtlich nichts entgegensteht, will die Verteidigung jedoch keinen der mit dem Leben bedrohten Dolmetscher in Schweden anstellen und verweist auf die Regierung und damit auf Tobias Billström.
Schweden - Recht
Als vor zwei Monaten ein 16-jähriger Asylant von einem sechs Meter hohen Fenster sprang und vom Krankenwagen zur Notaufnahme gebracht werden sollte, weigerte sich das Krankenpersonal den Jungen zu transportieren, da es sich „nur um einen Asylanten“ handelte. Erst jetzt kann eine interne Untersuchung eingeleitete werden, die offiziell bereits innerhalb von sieben Tagen nach der Tat geschehen soll, da die Information auf dem untersten Niveau des Ambulanzdienstes stecken blieb und nicht ordnungsgemäß weitergegeben wurde. Letztendlich war es die Polizei, die den Jungen ins Krankenhaus brachte.
Schweden - Recht
Nach jahrelangen Prozessen erhalten nun die ersten Personen, die in Schweden zwischen 1920 und 1980 als Pflegekinder physisch oder psychisch misshandelt wurden, einen pauschalen Schadenersatz von je 250.000 Kronen für ihr früheres Leiden. Allerdings werden nur diejenigen entschädigt bei denen amtliche Papiere die Übergriffe bestätigen oder glaubhaft machen. Zeugenaussagen oder dass man sich im gleichen Kinderheim oder der gleichen Pflegefamilie befand in der andere Fälle nachgewiesen wurden, reicht nicht aus um entschädigt zu werden.
Schweden - Recht/Kriminalität
Im Raum Stockholm sind während des letzten Jahres zahlreiche gefälschte Geldscheine aufgetaucht. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um gefälschte 20-Kronen-Scheine, da diese bei der Bezahlung wegen ihrem geringen Wert am seltensten kontrolliert werden. Im weiteren handelt es sich um Euro-Scheine im Werte von 50, 100 und 500 Euro. Bisher weiß die Polizei weder woher diese Scheine kommen noch kann eine bestimmte Person mit den Fälschungen in Verbindung gebracht werden.
Schweden - Gesellschaft
Jedes Jahr gehen bei der schwedischen Versicherungskasse rund 9000 Denunziationen ein nach denen ein Nachbar oder ein Bekannter angeblich die Versicherungskasse betrügt. Neunzig Prozent dieser Fälle müssen allein deswegen niedergelegt werden, weil der Denunziant anonym anruft, unklare Informationen gibt oder der Angeschuldigte gar nicht erst ausfindig gemacht werden kann. Ursache davon ist, dass die Denunzianten zwar andere gerne anschwärzen wollen, jedoch selbst in der Anonymität bleiben wollen und daher auch keine klaren Angaben machen können, in der Hoffnung, dass die Versicherungskasse die Betrüger durch einen hohen Arbeitsaufwand ermitteln kann oder gar einen Straßenzug unter Beobachtung setzt.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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