Nachrichten vom 22. März 2013

Schweden - Politik
Gestern musste der schwedische Migrationsminister Tobias Billström auf Grund seiner rassistischen Aussagen im Parlament Fragen der Parlamentsmitglieder beantworten, was sich dadurch ausdrückte, dass der Minister nur ausgewählte Fragen vollständig beantwortete und kritische Fragen nicht zur Kenntnis nahm. Billström entschuldigte sich nochmals für seine blauäugigen und blonden Aussagen und versichert, dass er weder fremdenfeindlich noch rassistisch denkt, sondern nur eine Frage des Journalisten der Dagens Nyheter nachlässig beantwortete. Ein Rücktritt vom Amt kommt für Tobias Billström nicht in Frage.
Schweden - Politik
Wer damit rechnete, dass Annie Lööf, die Vorsitzende der Zentrumspartei, mit einem neuen Ideenprogramm die Partei wieder einigen und damit zu einem gemeinsamen Wahlkampf führen kann, erlebt nun den Widerstand der Jugendorganisation der Partei, die darauf besteht die kritischen Punkte wie Mehrehe, die Abschaffung der Schulpflicht, eine gleiche prozentuale Steuer für alle oder ein neues Erbrecht weiterhin durchfechten wollen. Nach Aussagen der Sprecherin der Jugendorganisation Cuf handelt es sich bei diesem Punkten um die Zukunft der Partei, denn bereits die Mehrehe wird, nach Meinung der Cuf, in zehn Jahren eine normale Situation in Schweden sein.
Schweden - Recht
Nach der Organisation BRÅ (Brottsförebyggande rådet) gingen im vorigen Jahr rund 14.000 Anzeigen bei der Polizei ein, nach denen Kinder unter 15 Jahren vergewaltigt wurden, sexuell ausgenützt wurden oder gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt waren. Auf der anderen Seite wurden im gleichen Zeitraum nur 430 dieser Kinder nach dem Übergriff von einem Arzt untersucht, was in vielen Fällen jedoch notwendig ist wenn die Tat vor Gericht bewiesen werden soll.
Schweden - Recht
Obwohl mehrere juristische Experten bestätigten, dass der Mord an Engla im Jahre 2008 zu verhindern gewesen wäre, hätte die Polizei auch korrekt gearbeitet, wurde der Mutter des Mädchen, Carina Höglund, vom Amtsgericht in Stockholm eine staatliche Entschädigung wegen falschem Verhalten der Polizei verweigert, da es ihr nicht gelungen war zu beweisen, dass die Polizeibeamten Fehler machten. Im Gegenzug muss die Mutter, die bereits ihre Tochter verlor, nun noch 40.000 Kronen an Prozesskosten an den schwedischen Staat bezahlen.
Schweden - Arbeitsmarkt
Wie bereits zahlreiche andere Firmen, so teilte gestern auch der größte Arbeitgeber in Tranås, der Hersteller von fahrbaren Rasenmähern Stigas, seinem Personal mit, dass die Produktion ganz nach Italien verlegt wird und teilte bei dieser Gelegenheit Gewerkschaft und Arbeitnehmern mit, dass von den 225 Arbeitsplätzen 175 verschwinden werden. Stigas wechselte in den vergangenen Jahren mehrmals den Besitzer, wobei die gegenwärtige Aktienmehrheit die beiden schwedischen Banken Nordea und SEB haben.
Schweden - Wohnungsmarkt
Nach einer Untersuchung der kostenlosen Tageszeitung Metro verdienen gegenwärtig über eine Million Schweden zu wenig um das Recht auf eine Mietwohnung in einem kommunalen Bau zu erhalten. Trotz der Ausgrenzung von rund 12 Prozent der schwedischen Bevölkerung wollen die städtischen Vermieter an ihren Bedingungen nichts ändern, was sich auch negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Jemand, der über einen Mietvertrag verfügt kann in vielen Fällen nicht umziehen, selbst wenn in einem anderen Ort eine Arbeitsstelle frei ist, da nicht der Arbeitsplatz entscheidet wer eine Mietwohnung bekommt, sondern nur die Höhe des Einkommens. Er ist daher gezwungen seinen alten Mietvertrag aufrecht au halten, will er ein Dach über dem Kopf behalten.
Schweden - Ernährung
Der schwedische Lebensmittelgroßhändler Martin & Servera hat 1120 Kilogramm Roastbeef zurückgerufen, da die Firma bei Kontrollen feststellte, das in der ausgelieferten Ware Pferdefleisch mit verarbeitet worden war. Die Firma hat den Betrug zur Anzeige gebracht, geht jedoch davon aus, dass auch der polnische Lieferant bereits betrogen worden war. Am gleichen Tag als das Roastbeef von den belieferten Restaurants zurückgerufen wurde, teilte Ikea mit, dass die Produktion von Fleischbällchen wieder aufgenommen wird, allerdings nicht mehr in Schweden, sondern in Deutschland.
Schweden - Kultur/Musik
Nachdem der deutsche Organisator FKP Scorpio das Hultsfredfestivalen nach Sigtuna verlegt hat und damit das Verbot anderer Festivals im Ort aufgehoben ist, will der Verein Rockparty, der bereits 1986 das erste Hultsfredfestival veranstaltete, nun am Wochenende des 14. und 15. Juni erneut ein echtes Hultsfredsfestivalen veranstalten, auch wenn man mit keinen Topnamen der Musikbranche rechnen kann. Rockparty will jedoch Hultsfred nicht sterben lassen, auch wenn im ersten Jahr nur 500 Zuschauer zu einer Handvoll Musikgruppen kommen sollten.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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