Nachrichten vom 22. November 2014

Schweden - Politik/Recht
Trotz der großen Probleme, die die Umsetzung der Kinderrechtskonvention der UN für die Mehrheit der schwedischen Gemeinden verursachen wird, versicherte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven bei seiner Rede zum 25. Jahrestag der Vereinten Nationen in New York dass die Kinderrechtskonvention als Gesetz in Schweden verankert wird, da nur dies die Rechte der Kinder garantieren kann. Wie jedoch üblich in der Politik, wollte der Ministerpräsident keinerlei Zeitplan für die Umsetzung der Konvention nennen, sondern ließ diese Aussage vollkommen offen.
Schweden - Politik
Die ehemalige Ministerin für Infrastruktur, Catharina Elmsäter-Svärd, die noch vor kurzem nicht nur die Kandidatur als Vorsitzende der Moderaterna ablehnte, sondern auch jede führende Rolle in der Partei, gab nun bekannt, dass sie für jede Position, außer jener der Parteiführerin, zur Verfügung steht. Allerdings ist bisher nicht bekannt, ob es der vermutlich zukünftigen Vorsitzenden der Moderaterna, Anna Kinberg Batra, möglich sein wird auch tatsächlich über ein neues Präsidium entscheiden zu können, denn dafür wäre es nötig, dass vorher sämtliche Führungsmitglieder zurücktreten, was bisher jedoch nur zwei der Mitglieder in die Tat umsetzten, nicht jedoch die beiden Vize-Vorsitzenden.
Schweden - Politik
Die Idee der aktuellen Regierung den Stockholmer Flughafen Bromma zu schließen, wird nicht nur von der Handelskammer in Stockholm und der Opposition kritisiert, sondern nach einer Meinungsumfrage von Demoskop zeigt sich auch, dass 61 Prozent der Einwohner von Orten, die flugmäßig mit Bromma verbunden sind, gegen die Schließung des Flughafens sind. Sollte es zu Neuwahlen kommen, könnte Stefan Löfven daher bereits über diesen Vorschlag stolpern, der unter der Bevölkerung als sehr negativ betrachtet wird.
Schweden - Arbeitswelt
Nach den neuesten Zahlen des Lehrerverbundes hatte die Schulreform des ehemaligen Kultusministers Jan Björklund mit der Einführung einer Lehrerlizenz zur Folge, dass gegenwärtig knapp 80.000 Kindergärtner und Lehrer jeder Art nur noch über Zeitverträge verfügen und eine unsichere Zukunft haben. Auch wenn der Lehrerverband diese Lizenz als solches als positiv betrachtet, so ist man dort der Meinung, dass der ehemalige Kultusminister eine Übergangslösung hätte finden müssen die es Lehrern ohne entsprechende Ausbildung ermöglicht ihr Studium zu ergänzen statt sie auf zeitbegrenzte Verträge abzudrängen.
Schweden - Arbeitswelt
Nach einer Untersuchung von Journalisten der Tageszeitung Sydsvenskan und Aussagen des Lehrerverbundes wird das Wort Fortbildung von Berufsanfängern von schwedischen Schulen oft auf eine sehr eigene Weise ausgelegt, denn statt tatsächlich eine Fortbildung zu erfahren, die ihnen Unterrichtsmethoden näher bringt, müssen sie oft als Putzfrauen dienen oder die Speicher säubern, also mit Aufgaben, die weder etwas mit ihrem zukünftigen Beruf noch aber etwas mit Fortbildung zu tun haben. Für diese Situation sind ausschließlich die Rektoren der entsprechenden Schulen verantwortlich.
Schweden - Recht
Obwohl die letzte Regierung Schwedens bereits die Gesetze änderte um die Anbieter von mobilen Telefondiensten zu einer seriösen Werbung und Wirtschaftsführung zu zwingen, zeigt sich nun, dass nun 50 Prozent mehr Kunden über ihren Anbieter klagen als im Jahre 2013, also vor der Gesetzesreform. Mehrere Anbieter haben nach wie vor falsche Versprechungen auf ihren Homepages und geben fehlerhafte Auskünfte am Telefon mit denen Ziel Kunden zu langfristigen Verträgen zu verleiten. Nach dem Amt für Verbraucherschutz erstrecken sich die Klagen über die gesamte Branche in Schweden.
Schweden - Forschung
Nachdem Schweden zwischen 2009 und 2013 regelmäßig auf dem zweiten oder dritten Platz des Rankings der Handelshochschule IMD der Schweiz lag, fiel das Land nun auf den neunten von 60 Plätzen. Die IMD stuft bei diesem Ranking 60 Länder nach ihrem Vermögen der praktischen Kompetenzentwicklung ein, die es Wirtschaftsunternehmen ermöglicht Fachkräfte anzuziehen, zu behalten und zufriedenzustellen. Die schlechte Bewertung, die auf 20 verschiedene Punkte baut, liegt vor allem an den extrem hohen Lebenshaltungskosten des Landes, dem mäßigen Standard der Universitäten und der geringen Satzung auf Technik und Forschung. Sowohl Dänemark als auch Finnland haben Schweden mittlerweile auf der Skala überholt.
Schweden - Gesellschaft
Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Amts setzt sich in Schweden die Landflucht fort, auch wenn die Jugendlichen mittlerweile nicht mehr die besseren Berufsmöglichkeiten als Hauptgrund für den Umzug in ein kulturelles Zentrum nehmen. Im Jahr 2013 haben täglich 3000 Schweden den Umzug in einen größeren Ort unternommen, wobei ein Drittel unter ihnen dabei auch seine Region verlassen hat. Die großen Gewinner bei diesen Umzügen sind nach wie vor die drei Großstädte Stockholm, Göteborg und Malmö, obwohl  sich dort die Wohnsituation weiterhin verschlechtert.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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