Nachrichten, 9. Juli 2018

Schweden - Politik
Nachdem während der politischen Almedalwoche auf Gotland bisher nur über Immigration, Wohlfahrt und Sicherheit gesprochen wurde und selbst die Sozialdemokraten das Wort grüne Politik vermieden haben, hat sich gestern Isabella Lövin, eine der beiden Vorsitzenden der Grünen ganz den grünen Werten gewidmet und selbst die Flugsteuer, die weder Wissenschaftler noch Bevölkerung überzeugt, als optimales Wahlthema bezeichnet. Hinzu kam, dass Lövin in den kommenden Jahren jeweils eine halbe Milliarde Kronen in den ökologischen Landbau investieren will und fordert, dass die Landwirte 80 Prozent der Selbstversorgung Schwedens ins Auge fassen. Der Politikerin scheint indes entgangen zu sein, dass ökologische Produkte, auch wegen der Preise, nur teilweise als solche in den Verkauf geraten, sondern ökologische Milch und ökologisches Fleisch bereits als Standardware vermarktet werden muss.
Schweden - Landwirtschaft
Die schwedische Landwirtschaft gerät wegen der anhaltenden Trockenheit in eine immer größere Krise, da die Landwirte nicht mehr genügend Nahrung für die Tiere haben und nun bereits das für den kommenden Winter gelagerte Futter verbrauchen. Der Import von Futter aus anderen Ländern kann kaum als Hilfe gesehen werden, da dies Kosten verursacht, die nur wenige Landwirte tragen können. Die Banken des Landes weisen nun auch die Regierung darauf hin, dass die finanzielle Lage der Landwirtschaft bedenklich wird und Konkurse, ohne bedeutende Unterstützung durch die Regierung, nicht mehr zu vermeiden sind. Parallel hierzu schlagen die Grünen vor die Eigenversorgung Schwedens voranzutreiben.
Schweden/Stockholm - Tourismus
Stockholm begrüßt es, dass der Kreuzfahrttourismus auf der Ostsee ansteigt und dieses Jahr nahezu 300 Kreuzfahrtschiffe mit 650.000 Passagieren in der schwedischen Hauptstadt anlegen. Nach dem Stockholmer Tourismusverband bringt dieser Tourismus der Stadt etwa eine halbe Milliarde Kronen an Einkünften, allerdings auf Kosten der Ostsee, in der immer noch ein Teil des Abwassers landen, und der Schwefelbelastung, die die Schiffe über Stockholm verteilen. Auch die Einnahmen gehen nur an sehr wenige Unternehmen der Stadt, denn das Essen wird auf den Schiffen eingenommen und das Mitbringen von in Stockholm gekauften Artikeln ist stark beschränkt. Der größte Gewinner ist daher der Hafen, da die Liegegebühren eine solide Einnahme garantieren.
Schweden - Tourismus/Umwelt
Der schwedische Wetterdienst warnt im südlichen Teil Schwedens vor den extrem hohen UV-Werten, die dort bereits gemessen werden. Über dem Öresund lagen die Werte seit 19 Jahren nicht mehr so hoch wie während der letzten Tage, und sie riskieren weiterhin zu steigen. Um Hautkrebs zu vermeiden, rät der Wetterdienst SMHI während der kommenden Wochen täglich auf keinen Fall länger als 15 bis 30 Minuten in der Sonne zu verbringen, denn, im Gegensatz zur Wärme, spürt der Körper keine überhöhten UV-Werte. Als Ursache für die hohen Werte gilt die zur Zeit sehr dünne Ozon-Schicht.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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