Nachrichten, 6. Mai

Schweden - Politik
Nachdem der Fernsehkanal SVT bekannt machte dass an der Börse notierte Unternehmen einerseits die Steuerzahler für die Kosten von Kurzarbeit und andere finanzielle Unterstützungen bezahlen lassen wollen, jedoch andererseits Milliarden an die Aktienbesitzer verteilen, zeigen sich nun sämtliche Parteien des Landes erschüttert von dieser Frechheit, und sind der Meinung, dass diese Firmen keinerlei staatlichen Gelder benötigen oder verdienen. Einige Politiker drohen nicht nur damit das aktuelle Gesetz zu ändern, sondern diese Firmen auch gerichtlich zu belangen, da sie gegen das Interesse Schwedens handeln. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass die Regierung die glückliche Geldverteilung gesetzlich bisher nicht konkret ausschloss, trotz Krise.
Schweden - Politik
Die absolute Mehrheit der schwedischen Parteien wollen das Migrationsgesetz dahingehend ändern, dass Flüchtlinge, denen die Aufenthaltsgenehmigung verweigert wurde, nicht mehr vier Jahre lang auf eine neue Antragsstellung warten müssen, sondern zehn Jahre lang. Diese Änderung soll dazu führen dass mehr dieser Flüchtlinge Schweden nach der Absage wieder freiwillig verlassen statt vier Jahre lang unterzutauchen. Die Schwedendemokraten wollen eine neue Antragsstellung ganz unterbinden, während die Grünen Schwedens die Zeit von zehn Jahren als zu lang betrachten und die Kinder als Opfer des neuen Gesetzes sehen.
Schweden - Wirtschaft
Sowohl Dänemark, als auch Schweden, wollen der skandinavischen Fluggesellschaft insgesamt einen Kredit in Höhe von 3,3 Milliarden Kronen garantieren um die Gesellschaft zu retten. Nach Berechnungen von SAS wird diese Summe jedoch vermutlich nicht ausreichen, so dass die Geschäftsführung versucht von Norwegen Garantien für einen weiteren Kredit in Höhe von 1,3 Milliarden Kronen zu erhalten, auch wenn dies etwas zweifelhaft ist, da die Gesellschaft Norwegian auch dringend Gelder benötigt. Aber selbst wenn SAS die Gesamtgarantie erhalten sollte, so ist unsicher ob die Firma eine länger anhaltende Flugkrise überleben kann und im kommenden Jahren die Steuerzahler nicht für den Verlust nach einem Konkurs aufkommen müssen.
Schweden - Immobilien
Die Coronakrise wirkt sich nun auch immer deutlicher auf den Immobilienmarkt aus, da immer weniger Hauskäufer und Mieter zu finden sind, und jene, die sich melden, keine Hochpreise mehr bezahlen wollen, da mit der aufkommenden Wirtschaftskrise auch die Arbeitssituation sehr unsicher wird. Am deutlichsten zeigt sich dies im Großraum Stockholm, wo selbst die Preise für Mietwohnungen innerhalb eines Monats um 3,6 Prozent nach unten gingen, aber auch bei Villen ein ähnlicher Preisverfall zu finden ist. So lange es günstige Kredite gibt, kann es zwar zu keinem Immobiliencrash kommen, aber auch die Banken des Landes geraten nun immer mehr in Schwierigkeiten.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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