Nachrichten, 21. September 2015

Schweden - Politik
Eine neue Meinungsumfrage des Instituts Sifo, im Auftrage des Svenska Dagbladet und der Göteborgs-Posten, lässt zwar die Wählerunterstützung der Sverigedemokraterna bei 17,7 Prozent stagnieren, zeigt jedoch, dass die Quote der männlichen Sympathisanten der Sverigedemokraterna höher ist als jene bei den Sozialdemokraten oder den Moderaten. Erstaunlich ist auch, dass die Sverigedemokraterne allein über drei Prozent mehr Wähler verfügen als Grüne und Linke gemeinsam oder als Volkspartei, Zentrumspartei und Christdemokraten zusammen. Da auch der Abstand zwischen der nationalistischen Partei zu den beiden größten Parteien des Landes nur noch gering ist, kann die Flüchtlingspolitik nun bedeutend über die politische Zukunft Schwedens entscheiden.
Schweden - Politik
Als in der vergangenen Woche die Arbeit im Parlament wieder einsetzte, war das Vertrauen in die Parteiführer, Jimmie Åkesson und Annie Lööf ausgenommen, auf dem Tiefststand angekommen, wobei Stefan Löfven, der Vorsitzende der Sozialdemokraten, und Anna Kinberg-Batra, die Vorsitzende der Moderaterna am meisten Vertrauen bei der Bevölkerung des Landes verloren haben. Löfven schenken gerade noch halb so viele Schweden Vertrauen wie dem früheren Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt. Åkesson und Lööf liegen gegenwärtig bei jeweils 25 Prozent Vertrauen und Ministerpräsident Stefan Löfven übersteigt diese Ziffer nur noch mit einem Prozent, obwohl man gerade in einen Ministerpräsident Vertrauen setzen sollte. Als Ursache gelten die mangelnden politischen Bewegungen Löfvens.

Schweden - Politik

Nach den Zahlen des schwedischen Migrationsamts suchten in der vergangenen Woche täglich über 900 Personen in Schweden um Asyl an, bereits mehr als während des Balkankrieges, der das Amt zur Zerreißprobe brachte. Im Laufe des Jahres haben daher bereits über 60.000 Personen Asyl in Schweden gesucht und, falls der Ansturm nicht bald abreißen wird, kommt noch einmal die gleiche Menge an Anträgen hinzu. Da jedoch für Flüchtlinge kaum noch Wohnungen zur Verfügung stehen, suchen zahlreiche Gemeinden des Landes nach Notlösungen und wollen Notunterkünfte errichten, was jedoch zu einer vollkommenen Ausgrenzung der Flüchtlinge führt und eine Integration bedeutend erschwert.
Schweden - Immobilien
Der Unterschied zwischen dem ausgeschriebenen Preis einer Wohnung nach Bostadsrätt oder eines Hauses und dem tatsächlichen Endpreis liegt mittlerweile bei rund 13 Prozent, was dazu führt, dass dieses Jahr extrem viele Häusermakler angezeigt wurden, weil ihnen vorgeworfen wird mit Lockpreisen zu werben um möglichst viele Interessenten zu finden, eine Methode, die seit 2011 in Stockholm und Göteborg verboten ist. In der Tat ist dies jedoch kaum bei einem der Makler nachzuweisen, da die Menge der Angebote weit unter der Nachfrage liegt und sehr viele Interessenten dadurch ihre Mitanbieter überbieten und bereit sind für Häuser weitaus mehr als den offiziell geschätzten Wert zu bezahlen.
Schweden - Kultur
Die Aufführung der Oper La Traviata in der Folkopera in Stockholm gerät wegen der sehr freien Interpretation der Regisseurin Mellika Melouani Melani ins Kreuzfeuer, denn die aktualisierte Version bringt acht nackte Frauen und einen nackten Mann mit auf die Bühne um, nach Meinung der Regisseurin, die Hauptfigur, eine Edelprostituierte, in ein verständlicheres und moderneres Licht zu rücken. Das Ergebnis davon ist allerdings auch, dass Facebook den Trailer als anstößig empfand und löschte und auch Werbeaktionen durch Plakate nur sehr begrenzt möglich sind. Selbst die Gruppe, die die Folkopera unterstützt, ist sich in Fragen der Inszenierung nicht einig und ein Teil will diese Oper nicht besuchen.
Schweden - Umwelt/Fischfang
Als heute Morgen um sieben Uhr der Hummerfang an der schwedischen Westküste eröffnet wurde, kam gleichzeitig die Nachricht, dass möglicherweise ab kommendem Jahr die Regeln zum Hummerfischen geändert werden. Da der Hummerbestand an der Westküste sehr gering ist, wenn auch noch nicht bedroht, so sollen im kommenden Jahr nur noch Hummmer mit einem Rückenschild von über 90 Millimeter Länge an Land gezogen werden und nicht mehr jene ab 80 Millimeter. Die neue Regelung würde ermöglichen, dass sich alle Weibchen ein- bis zweimal reproduzieren können, sich der Bestand also in kürzester Zeit vollständig erholen könnte.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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