Nachrichten, 18. Februar 2015

Schweden - Politik
Anna Kinberg Batra, die Vorsitzende der Moderaterna, betonte gestern, dass die Partei darauf dringen wird das Budget für die Verteidigung dieses Jahr deutlich zu erhöhen, wobei sie sich mit der Erhöhung von 500 Millionen Kronen, dem Vorschlag der aktuellen Regierung, nicht zufrieden gibt. Auch wenn Kinberg Batra bekannt ist, dass Aufrüstung eine schlechtere Lösung ist als eine gesunde Diplomatie, sind die Chancen hoch, dass der rechte Block, unterstützt von den nationalistischen Sverigedemokraterna, diese Forderung im Parlament durchsetzen kann.
Schweden - Politik
Nachdem sich Ebba Busch Thor bei einem Interview am Samstag als liberale Christdemokratin gab, splittern sich nun die Meinungen der regionalen Parteiführer. Tuve Skånberg geht sogar so weit die Kandidatin als unwürdig für diesen Posten zu bezeichnen, obwohl ihm klar sein muss, dass öffentlich ausgetragene interne Streitereien die Partei unter die Vier-Prozent-Grenze fallen lassen werden und die Wahlvorbereitung dazu zwingt in den eigenen Reihen um eine Ruhe nach Außen zu bitten. Gleichzeitig führen die Auseinandersetzungen auch dazu, dass sich nun neben den drei Frauen auch ein weiterer männlicher Kandidat fand, der zwar kaum den Posten erringen kann, jedoch einer der Kandidatinnen vermutlich wertvolle Stimmen nehmen wird.
Schweden - Wirtschaft
Erst nachdem Forscher der Universität Lund das tatsächliche Ausmaß illegaler ausländischer Speditionen in Schweden aufdeckten, will nun auch das Finanzamt den Kampf gegen diese Lastwagenfahrer und Speditionen aufnehmen und diese Firmen intensiv unter die Lupe nehmen. Dem Finanzamt geht es dabei nicht nur um durch den Warenverkehr hinterzogene Steuern, sondern auch um entgangene Arbeitgeberabgaben und unversteuerten Treibstoff mit dem viele dieser Lastwagen auf schwedischem Raum arbeiten. Nachdem auf Grund dieser illegalen Aktivitäten im vergangenen Jahr bereits 180 schwedische Speditionen den Konkurs beantragen mussten, kommen die Kontrollen des Finanzamts für viele unter ihnen viel zu spät.
Schweden - Wirtschaft
Der schwedische Handel ist extrem beunruhigt darüber, dass ab diesem Jahr die gesamten Geldscheine und Münzen Schwedens erneuert werden, da dies die Händler etwa eine Milliarde Kronen kosten wird, die gewissermaßen auf die Preise ihrer Produkte übertragen werden müssen. Die hohen Kosten resultieren aus der Tatsache, dass bis Oktober, wenn die ersten neuen Scheine ausgegeben werden, sämtliche Registrierkassen ausgetauscht werden müssen. Gleichzeitig warnen die Händler vor einem hohen Überfallrisiko in der Übergangszeit, da voraussichtlich jeder, der noch Scheine zu Hause hat, diese bei einem der Händler ausgeben will, dort also das Bargeld wieder bedeutende Höhen annehmen wird.
Schweden - Landwirtschaft
Da die Milchbauern Schwedens seit dem russischen Importstopp von europäischen Molkereiprodukten enorme Absatzschwierigkeiten haben und für Milch teilweise weniger bezahlt bekommt als die Produktionskosten, erwägt Landwirtschaftsminister Sven-Erik Bucht nun die vergünstigten Steuern auf landwirtschaftliches Diesel längere Zeit als geplant aufrecht zu halten, was mit Sicherheit neue Spannungen mit den Grünen verursachen wird, da man dort gerade Diesel, aus Umweltgründen, höher besteuern will, auch in der Landwirtschaft.
Schweden - Gesundheit
Auch wenn in Schweden mittlerweile etwa 80 Prozent der schwedischen Kinder mit Krebs die Krankheit überleben, ist die Behandlung in den Krankenhäusern des Landes eine Glücksfrage oder eine Geldfrage. Vor allem in Stockholm und Göteborg fehlen sowohl spezialisierte Krankenschwestern als auch Fachärzte, was viele Eltern dazu zwingt, allein wegen Platz- und Personalmangel, ihre krebskranken Kinder in weit entfernte Krankenhäuser zu bringen, wo oft ebenfalls Spezialisten fehlen, aber Betten vorhanden sind, und daher eine falsche Behandlung nicht ausgeschlossen ist. Die Ursache für diese Situation ist jedoch nicht der Mangel an ausgebildeten Kräften, sondern die schlechte Bezahlung und die daraus folgende enorme Arbeitsbelastung des vorhandenen Personals, das oft schon nach wenigen Monaten wieder kündigt.
Schweden - Ernährung/Tradition
Am gestrigen Tag der semlor, dem traditionellen „Fastengebäck“ der Schweden, das früher nur an einem einzigen Tag des Jahres verkauft werden durfte, hat jeder zweite Schwede mindestens eine semla gegessen, denn in der Tat wurden über fünf Millionen semlor landesweit verkauft und eine unbekannte Menge noch selbst gebacken. In Konditoreien, die für die hohe Qualität des Backwerks mit reichlich Mandelmasse und Schlagsahne bekannt sind, stehen an diesem Tag die Kunden Schlange um eine oder mehrere semlor zu erwerben.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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