Nachrichten, 12. November 2018

Schweden - Politik
Bei den Gemeindewahlen im vergangenen September zeigte sich deutlich, dass die Allianz, die Gruppierung von vier bürgerlichen Parteien, mehrere Hochburgen der Sozialdemokraten erobern konnte und nun mehrheitlich die Gemeinden Schwedens führt, wenn auch in einer sehr instabilen Minoritätsführung, denn in nahezu allen diesen Gemeinden müssen die Entscheidungen der Allianz von den nationalistischen Schwedendemokraten gestützt werden, ein deutliches Zeichen eines Rechtsrucks der bürgerlichen Partien, die früher, zumindest teilweise, deutlich in der Mitte angesiedelt waren. Der Einfluss der nationalistischen Partei Sverigedemokraterna ist auf Gemeindeniveau nun auf Gemeindeebene mehrheitlich akzeptiert.
Schweden - Politik/Arbeitswelt
Nach einer Studie des Institutet för Framtidsstudier schreitet der Ausbau der Administration in Schweden ständig fort, statt einen Teil der Aufgaben auf digitale Weise zu erledigen. Während der letzten zehn Jahre wurden daher 16.000 Arbeitsplätze in der Administration geschaffen. Wenn die Regierung in dieser Zeit mehr auf eine digitalisierte Administration gesetzt hätte, so hätte man 40 Prozent mehr an Personal im Pflegedienst einstellen können und damit das Sozialsystem des Landes verbessert. Trotz einer steigenden Anzahl an Spitzenkräften im IT-Bereich in Schweden, ist die Datenverarbeitung in schwedischen Ämtern, verglichen mit anderen Ländern Europas, weit ins Hintertreffen geraten.
Schweden - Recht/Gesellschaft
Eine Analyse des staatlichen Fernsehkanals SVT zählte man 2017 insgesamt 7370 Anzeigen wegen Vergewaltigung, aber nur elf Prozent davon hielten dann den Weg bis zu einer Gerichtsverhandlung. Und selbst bei diesen Fällen mit einer relativ guten Beweislage führten noch ein Drittel der Fälle bei erwachsenen Opfern zum Freispruch. Die Ursache dafür ist teilweise bei der langsamen Bearbeitung durch die Polizei zu suchen, aber auch dabei, dass die Beweislast enorm schwierig ist, da ein ärztliches  Attest bei weitem nicht für eine Verurteilung ausreicht, da es bei Aussage gegen Aussage in der Regel nicht einmal zu einer Gerichtsverhandlung kommt.
Schweden - Umwelt
Die schwedische Bevölkerung ist weitaus weniger bekümmert um Klimaveränderungen als der durchschnittliche Europäer, zumindest nach einer Meinungsumfrage von Yougov, die in ganz Europa durchgeführt wurde. Genau genommen beunruhigen sich nach der Meinungsumfrage 63 Prozent der Schweden über mögliche Änderungen, und dies trotz eines extremen Sommers mit seinen Wasserproblemen und dem Mangel an Lebensmittel, was bereits zu entsprechenden Preissteigerungen führte. Vor allem in Skåne (Schonen) fürchten die Bevölkerung nicht einmal zukünftige Überschwemmungen und will weiterhin knapp über dem Meeresspiegel an der Küste bauen, in Gebieten, in denen Stürme schon heute das Meerwasser teilweise an die Haustür bringen.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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