Morton Bartlett in Berlin

Bis zum 23. September wird im Hamburger Bahnhof-Museum von Berlin die dritte Version von Secret Universe  mit der Arbeit des nordamerikanischen Künstlers Morton Bartlett präsentiert werden. Die Vorstellung  dreht sich um seine ganz persönlichen Arbeiten, wie zum Beispiel der 15 Puppen in halber Lebensgröße, die man 1993 nach seinem Tod  in seinem Keller fand, sowie Zeichnungen, Kinderkostüme von ihm, 200 Fotografien und Farbdias.

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Man weiß nur wenig über das Leben von Morton Bartlett, er wurde  im Alter von 8 Jahren von einem wohlhabenden Paar von Cohasset, Masachussett adoptiert und studierte zwei Jahre lang an der Harvard University, dann zog er sich von Studium zurück, um eigenständig in der Fotografie zu arbeiten. Mit 20 Jahren erlitt er eine schwere Depression und arbeitete an unabhängigen kleinen Aufträgen von Grafik-Design und Fotografie.

Er war eine seltsame Person und doch ein beeindruckender Gips-Bildhauer, sowie  Puppenhersteller. Und so begann er mit 27Jahren einige Puppen mit  menschlicher Physiognomie herzustellen. Dafür  lernte er die menschliche Anatomie und erschuf wunderschöne natürliche Kreaturen. Dazu lernte er das Nähen, damit er den Puppen die passende Kleidung anziehen konnte und um somit allen Kunsthandwerken einen  realen Aspekt zu geben.

Jede Herstellung von jedem Mädchen oder Jungen in halber Lebensgröße war ein langer Prozess, zuerst überlegte er sich welche Art von Charakter er herstellen möchte und machte er zunächst ein Model aus Ton und später dann aus Gips. Dann  folgten die Feinheiten der menschlichen Körpermerkmale, sowie  die Haare und die Eigenschaften der Händen. Es war eine lange Arbeit, die ein Jahr oder auch noch  länger dauerte.

Aber seine Arbeit bestand aus noch mehr als nur Puppen. So erschuf der für die Puppen mit einfachen alltäglichen Mitteln eine reale Atmosphäre und fotografierte sie darin. Darunter  gibt es Bilder von schlafenden, spielenden Puppen und sogar mit kleinen Hunden. Einige Situationen haben auch  erotische Darstellungen.

Alle  Puppen wurden mit abnehmbaren Köpfen, Beinen und Armen hergestellt, damit der die Positionen für die Fotografien ändern konnte. Nach seinem Tod wurden nur 15 Puppen gefunden, wobei es sicherlich  mehr waren, die er hergestellt hatte. Sicher ist das er die Letzte 1963 konstruierte.

Bis zu seinem Tod (1992)  stellte er seine Arbeiten niemals in der Öffentlichkeit aus. Nur zweimal, einmal  in einer Zeitschrift zum 25. Jahrestag seiner Klasse an der Harvard University, wo er “mein Hobby ist die Skulptur in Gips” schrieb und  beifügte, dass jedes Hobby einen Zeitvertreib entspricht “lass das heraus, was durch keinen anderen Weg Ausdruck findet” und das  zweite Mal waren seine Fotos in einer Publikation, wo die Puppen mit ethnischen Kostüme gekleidet wurden und der Titel hieß Paar von Herrn Bartlett.

1993 wurden die Puppen von Marion Harris auf einer Messe für Antiquitäten in New York gekauft, die dazu einen Katalog von seinen Arbeiten erstellte. Heute haben seine Werke sehr hohe Preise, pro Puppen werden  110 Tausend US-Dollar auf Auktionen geboten.

Für weitere Informationen; http://www.hamburgerbahnhof.de/exhibition.php?id=32940 & Lang = in


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