Morgenstimmung

So sehr ich es auch immer wieder versuche, der frühe Morgen wird dennoch nie meine Lieblingszeit. Nun gut, es lohnte sich, es mit sanftem Erwachen zu Geigenklängen zu versuchen. Dazu den Duft von frisch geröstetem Toast und eine dampfende Tasse Tee. Alles, was es dann noch brauchte, wäre eine druckfrische Zeitung voller interessanter Artikel und ich bin fast sicher, dass ich so gegen neun frisch und gut gelaunt aus dem Bett hüpfen würde. Solange daraus nichts wird, werde ich wohl weiterhin mit Überlebensstrategien auskommen müssen. Zum Beispiel…

… Mir Mitten im Anziehstress eine ganze Kanne Earl Grey für mich alleine erschleichen
Nichts leichter als das: “Kinder, wer möchte eine Tasse Tee?” in die Runde fragen, Earl Grey aufbrühen, nur ganz leicht süssen, servieren und dann nur noch den ersten Schluck abwarten. Spätestens nach dem dritten “Ih, Mama, der Tee ist ja überhaupt nicht süss” gehört die ganze Kanne mir und weil der Inhalt bereits auf Tassen verteilt ist, hat der Tee genau die richtige Trinktemperatur.

… Für Ruhe sorgen ohne herumzubrüllen
Auch das wäre nicht schwierig, nur denke ich zu selten daran und brülle darum doch immer wieder herum. Dabei wäre es der einfachste Trick überhaupt: iPad an, Lautstärke regeln und dann den Zauber des guten alten Johann Sebastian wirken lassen. Fragt mich nicht, wie der das macht, aber der vermag sogar die Verächter barocker Musik innert Augenblicken zu beruhigen.

… Gehirn-Blogging
Egal, ob das Prinzchen den Kakao verschüttet, Luise wegen eines Flecks auf dem Lieblingspulli beinahe den Verstand verliert oder “Meiner” mich frühmorgens damit überrascht, dass er früher zur Arbeit geht und ich darum alleine für fünf – momentan gar sechs – widerwillige Frühaufsteher sorgen muss. Wenn ich das ganze Zeug im Kopf verblogge, lässt sich noch die misslichste Morgenstimmung irgendwie ertragen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie inspirierend das Morgenchaos ist. Wie, ihr wollt wissen, weshalb mein Blog nicht überquillt vor lauter Morgenkatastrophen? Nun ja, die Sätze verflüchtigen sich jeweils wieder, wenn sich das nächste Desaster anbahnt.

…Flucht nach oben
Das Dümmste wäre, wenn ich alle frischen Unterhosen, Socken und T-Shirts gleichzeitig oben vom Wäscheständer holte, anstatt alle paar Minuten die Gelegenheit zur Flucht nach oben ergriffe. Immer wieder fehlt einem Kind irgend etwas. Natürlich wäre es pädagogisch sinnvoller, die Kinder selber nach oben zu schicken, aber nirgendwo lassen sich tiefe Seufzer, Schimpftiraden und Stossgebete so gut loswerden wie auf den vielen Treppenstufen, die zum Wäscheständer führen.

… Mich taub stellen
Diese äusserst asoziale Strategie kommt nur in Notfällen und leider auch nur an Tagen, an denen “Meiner” die Frühsicht voll übernehmen kann zur Anwendung. Dafür ist sie am einfachsten durchzuführen: Decke über den Kopf, so tun, als ginge mich das ganze Geschrei nichts an und dann so schnell als möglich wieder einschlafen, damit ich nicht lügen muss, wenn ich später schlaftrunken aus dem Bett wanke und frage: “Wie, schon so spät? Wo sind denn alle?”

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