Monopolstellung für Steam

Das beliebte Spiele-Portal Steam zählt wohl zu den erfolgreichsten und bekanntesten die es gibt. Spiele von Valve wie Counter-Strike, Half Life 2 oder Team Fortress II haben diese Plattform groß gemacht. Aber nicht unbedingt weil die Spieler es so wollten, sondern weil Steam für diese Spiele einfach Pflicht war und noch immer ist.
Eigentlich ist das Portal auch eine nette Sache. Freunde sehen was man gerade spielt, können auf den Server joinen oder mit einem ingame chatten. Perfekt für die Community. Außerdem liefert es News, Trailer und Demos zu aktuellen Titeln. Des weiteren kann man, wenn man eine entsprechende Internetverbindung hat, jedes seiner Spiele auf jeden beliebigen Rechner spielen, wenn Steam auf diesen installiert ist.
Nun ist die Vermarktung von Spielen via Download in den letzten Jahren stark gestiegen. Es ist ein Markt der immer mehr Kunden findet, welche Spiele lieber herunterladen anstatt in ein Geschäft zu gehen und es zu kaufen oder per Versandhandel zu bestellen. Auf diesem Markt ganz groß mit dabei ist die Plattform Steam. Diese bietet schon seit längerem den Download von Spielen gegen eine Bezahlung an. Eigentlich dürfte das ja kein großes Problem sein. Immerhin gibt es viele Anbieter solcher Angebote, wie Impulse oder Gamesload.
Falsch! Es ist ein Problem. Eines an denen wohl hauptsächlich die Publisher schuld sind. Für viele Spiele besteht nämlich eine Steam-Pflicht. Dabei handelt es sich aber nicht nur um welche von Valve. Besonders der Publisher THQ bindet seine Spiele an diese Plattform. Darksiders, Dawn of War II oder Metro 2033 sind solche Spiele. Das Problem: Wieso sollte man diese Spiele bei einen Konkurrenten von Steam kaufen, wenn man es sowieso installieren muss, um es spielen zu können? Dadurch finden viele Anbieter, dass sie nicht Konkurrenzfähig sind und die Publisher durch die Entscheidung der Steam-Pflicht zu stark eingreifen.
Das sieht man natürlich auch an den Zahlen. Steam soll 80% der Spieledownloads weltweit verkauft haben. Ein großer Anteil, auf einem Markt in dem Konkurrenzkampf für faire Preise wichtig ist. Viele Anbieter sehen aber einfach nicht das sie gegen diesen Riesen eine Chance hätten und steigen deshalb nicht ein.

Ich persönlich habe nicht gegen Steam. Manchmal nervt es mich zwar schon, aber da ich meine Spiele ausschließlich im Laden kaufe benutze ich die Plattform nur wenn ich muss. Vielleicht liegt das auch an meiner Internetleitung. Diese macht es für mich unmöglich Spiele herunterzuladen. Aber eine Verpackung mit Anleitung im Schwank stehen zu haben und eine CD mit der man das Spiel schnell installieren kann gefällt mir einfach besser.
Trotzdem finde ich schon, dass es auf diesem Markt keine Monopolstellung für ein Unternehmen geben darf.