mono – 60 Jahre “Made in Germany”

Mettmann in Nordrhein-Westfalen. Kaum zu glauben, aber: Hier hat eine renommierte Manufaktur ihren Sitz. Und darf 2019 bereits auf 60 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Grund genug, das Traditionsunternehmen mono und seine genialen Designklassiker zu würdigen.

A wie Anfang. So einfach. Und so passend als Beschreibung für das erste Edelstahlbesteck der Marke: mono a. Das schlicht und aufs Wesentliche reduzierte Besteck von 1959 begründete maßgeblich den Aufstieg der nordrhein-westfälischen Firma. Die Geschichte hinter mono geht jedoch tiefer, weit über 100 Jahre zurück.

Designtradition. Seit 1895.

1895 beginnt die Geschichte des deutschen Besteckproduzenten mit der Gründung der Britaniawarenfabrik W. Seibel durch Fabrikant Wilhelm Seibel I. Er legte den Grundstein für das Familienunternehmen, das heute in 5. Generation (unglaublich!) erfolgreich geführt wird. 1911 wurde ins hessische Ziegenhain expandiert, wo die Söhne Heinrich und Alfred Seibel den Betrieb übernahmen. Nach zwei Weltkriegen begann ab 1945 der Wiederaufbau, der zunächst aufgrund der steigenden Nachfrage nach Besteck nur eine Richtung kannte: Stets nach oben. Die 1950er Jahre waren hingegen geprägt von der steigenden Konkurrenz aus Spanien und Fernost. Entlassungen waren die Folge, auch der Mettmanner Betrieb musste schließlich geschlossen werden. In dieser schwierigen Situation trat Herbert Seibel auf den Plan: Von Ziegenhain aus, versuchte er die prekäre Lage zu verbessern: Was gelang. Seine Grundgedanke, den strategischen Fokus auf perfekte Qualität und einzigartiges Design zu legen, fruchtete. mono a ist nur das erste von zahlreichen Beispielen gelungener Designobjekte der rheinischen Firma.

mono-a. Prämierter Designklassiker.

Radikal. So lässt sich mono-a passend beschreiben. Denn während in der Nachkriegszeit noch verschnörkelte Muster beliebt waren, setzte Herbert Seibel auf etwas komplett anderes, für die Zeit ganz Neues. Zusammen mit dem jungen Professor Peter Raacke, Dozent für Industriedesign an der Hochschule für Gestaltung Kassel, entwickelten die beiden den bis heute bekannten Designklassiker. Schlicht, sachlich, hergestellt aus industriellem Edelstahl. Das war mono-a. Sorgte es zunächst bei Händler und Konkurrenz aufgrund seiner reduzierten Formgebung noch für Irritation und gar Spott, gewann das mono Besteck 1973 mit dem Bundespreis "Gute Form" die erste Auszeichnung. Einer, der noch zahlreiche folgen sollten.

mono – 60 Jahre “Made in Germany”mono-a: "Ein Stück Blech" sorgte für Furore in der Design-Welt (Bildquelle: mono)

mono Ring. Eine Ikone kehrt zurück

Dass Prof. Peter Raacke nicht nur mit mono-a einen wahren Tischkultur-Hit landen konnte, beweist der nicht minder radikale Entwurf von mono Ring. Ein Besteck das erneut mit bürgerlichen Konventionen brach: Es brauchte keine Schublade und musste nicht eingedeckt werden. Stattdessen hingen alle Besteckteile an einem kreuzförmigen Ständer direkt auf dem Tisch. Immer griffbereit, für jedermann sichtbar und jeder Gast nimmt sich, was ihm beliebt. mono Ring prägte mit seiner unkonventionellen Form für über drei Jahrzehnte den Markt - und fand bereits fünf Jahre nach Entstehung seinen Weg ins Museum of Modern Arts (MoMA) in New York. Eine herausragende Adelung für diesen Besteck-Bestseller!

Nachdem sich die Reinigungsgewohnheiten mit Einführung der Spülmaschine Anfang der 80er grundlegend geändert hatten, erwies sich der Griff der mono Ring Bestecke als nicht mehr geeignet. 1994 wurde die Produktion daher eingestellt.
Mit dem Designer Mark Braun gelang es mono 2018, den Klassiker neu aufzulegen. Für ihn war es eine reizvolle Herausforderung, sich in die spannende Historie von mono Ring zu stürzen und ihm einen an die heutigen Anforderungen angepassten Look zu verpassen. In der Form überarbeitet und mit einem mit neuester Forschung entwickeltem Griff ist mono Ring nun in fünf zeitgemäßen Farben zurück. Ein überzeugendes Ergebnis, für das selbst Schöpfer Peter Raacke nach eingehender Prüfung lobende und anerkennende Worte fand. Doch ein Merkmal musste auch bei der Wiedereinführung unangetastet bleiben: Der Platz von mono Ring ist weiterhin mitten auf dem Tisch. Erfolgreiche Charakteristika sollten eben bestehen bleiben.

mono – 60 Jahre “Made in Germany”Sichtbar für jeden Gast auf dem Tisch: mono Ring Besteck mit Ständer (BIldquelle: mono)

mono Classic. Eine "Teevolution"

Neben Besteck, haben auch Entwürfe für Teekannen den Erfolg von mono mitbegründet. Wie könnte es anders sein, als diese Produkte durch einen passionierten Teetrinker entwickelt wurden? Tassilo von Grolman heißt jener Mann, der 1983 mit mono Classic (bis dahin) bestehende Probleme der Teezubereitung aus der Welt schaffte. Bis dahin gebräuchliche Tee-Eier, Teebeutel oder enge Teesiebe boten dem Aroma keinen Raum zur Entfaltung. Die "englische Methode", bei der der lose Tee in der Kanne aufgegossen wird, sorgt zwar für Entfaltung des Aromas, aber nach einiger Zeit durch das längere Ziehenlassen auch für unangenehme Bitterstoffe. Die mono Classic Teekanne vereint durch seine Symbiose aus Form und Funktion die Vorteile dieser Methoden. Die aus feuerfestem Glas bestehende mono Kanne fasst ein beinahe gleichgroßes Sieb aus stabilem, rostfreiem Edelstahlgewebe, wodurch sich das Aroma der Teeblätter optimal entfalten kann. Ein Objekt, das sowohl bei Design-Fans, als auch bei Tee-Genießern gleichermaßen für Jubel sorgte.

mono – 60 Jahre “Made in Germany”mono Classic Teekanne: Der Beginn einer "Teevolution" (Bildquelle: mono)

Mit ist Tassilo von Grolman sogar noch eine Weiterentwicklung gelungen. Fließendere Formen sorgen für ein dynamisches Design bei gleichbleibender Funktionalität. Ein zauberhaftes Zusammenspiel von Glas und Metall.

mono – 60 Jahre “Made in Germany”mono Filio Teekanne: Zauberhaftes Zusammenspiel von Glas, Metall und Licht (Bildquelle: mono)

Zeitlose Handwerkskunst. Made in Mettmann

Diese drei Beispiele sind nur einige der zahllosen Design-Schätze, die mono in seiner langen Geschichte hervorgebracht hat. Produkte, die durch ihre sorgfältige Herstellung, ihr innovatives Design und die feinen Details längst Kult-Status erreicht haben.
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