Mondäne Tage in Genf

Von Dienstag bis Samstag bin ich in Genf. Erholungstage sozusagen.  Heute habe ich mich mit Wilhelm aus Marktbreit getroffen; er war der erste Pilgerwanderer, der mir auf meiner Tour begegnet ist – das war vor Wochen auf dem Weg zum Hoernli. Seither hatten wir uns nicht mehr gesehen. Wir mussten erstmal alle Erlebnisse austauschen. Interessant: Jeder hat völlig andere Dinge erlebt und wahrgenommen,  anderes Wetter an anderen Orten auf demselben Weg! Und ist anderen Pilgern begegnet – manche kennen wir beide.

Beim Hôtel de ville in der mittelalterlichen Genfer Altstadt sahen wir einen jungen Mann stehen mit einer Muschel am Rucksack. Wir sprachen ihn an. Alois aus Bayern – er konnte kein Französisch – ist zuerst mit einer Wallfahrtsgruppe bis Einsiedeln gewandert. Seither geht er alleine weiter und hat noch bis zum 1. August Zeit. In der vorangegangenen Nacht hat er im Freien zu schlafen versucht, denn spät abends waren alle Quartiere längst belegt. Ich vermittle ihn zu meiner Unterkunft.
Wilhelm und ich besuchen das Maison Tavel, ein altes Bürgerhaus, das zu einem stadtgeschichtlichen Museum ausgebaut wurde. Faszinierend war das Stadtrelief von Auguste Magnin, das auf der riesigen Fläche von 32 qm einen Gesamtüberblick über Genf vor der Zerstörung seiner Befestigungsanlagen im Jahr 1850 gibt. Die unzähligen kleinen Häuschen sind aus Zink gefertigt, die Dächer aus Kupfer.
Dann sind wir der Kathedrale Saint Pierre aufs Dach gestiegen. Genauer auf den Nord- und den Südturm. Die schwerste Glocke wiegt sagenhafte 6, 3 Tonnen! Der Ausblick auf den See, den Jura und weit hinten zum Montblanc ist beeindruckend. In dieser Kirche wurde übrigens 1712 Jean-Jacques Rousseau getauft.

Letzte Station des Rundgangs war der 1Jet d’Eau. So heißt die riesige Wasserfontäne im See, die zum Wahrzeichen von Genf geworden ist. Das Ding arbeitet mit zwei Pumpen und einer Leistung von 1000 kW. Pro Sekunde werden 500 Liter Seewasser bis zu 140 Meter hoch senkrecht in die Luft geschossen.

Im Quartier bei Christiane sind noch Andrea und Dres aus der Nähe von Bern eingetroffen. Sie haben eine Zufahrt hinter sich und starten morgen von Genf aus Richtung Le Puy und dann aber weiter auf dem Stevenson-Weg Richtung Mittelmeer. Dres ist professioneller Gitarrist und hat sich auf rumänische Volksweisen spezialisiert. 


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