[Monatsrückblick] April 2018

Hallo liebe Büchermenschen!

Hier bin ich wieder mit ein paar neuen buchigen Kurzmeinungen für euch. :) Der April war bei mir ein Monat, in dem ich verhältnismäßig wenig gelesen, dafür aber viele wunderbare Tage und Abende mit meinen Freunden verbracht habe. Gerade bei dem schönen Wetter ging das bei mir einfach vor. Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Zeit. :)

Viereinhalb Bücher sind es trotzdem geworden - denn das fünfte habe ich leider abgebrochen. Welches und wieso, und welche vier neuen Highlights ich euch trotzdem präsentieren kann, das erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag. :)

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Mein Monat startete direkt mit dem Buch, das ich nicht zu Ende gelesen habe, weil es leider überhaupt nicht mein Fall war: Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman. Der Vollständigkeit halber möchte ich euch trotzdem davon erzählen. Der Klappentext dieses Romans hatte mich sehr angesprochen, denn er klang für mich nach einem Jugendbuch über ein junges Mädchen, das aufgrund seiner Sozialphobie recht zurückgezogen lebt und nun in der Geschichte lernt, mehr aus sich herauszukommen. In Wirklichkeit ist dieses Buch allerdings völlig anders. Tatsächlich ist die Protagonistin schon um die 30 und das Thema ist auch nicht Sozialphobie (und wenn doch, dann völlig falsch dargestellt), denn bei Eleanor handelt es sich eigentlich um eine Art weiblichen Sheldon: sie ist super verschroben und merkwürdig, hasst Menschen, ist jedoch im Gegensatz zu Sheldon auch noch absolut unsympathisch und herablassend. Das war leider überhaupt nichts für mich, und auch wenn ich die zweite Hälfte der Geschichte noch überflogen habe, in der man Eleanors Beweggründe für ihre Art erfährt, denke ich nicht, dass ich mit ihr und dem Buch noch warm geworden wäre. Grundsätzlich aber wahrscheinlich kein schlechtes Buch, und wer Stories mit schrulligen Protagonisten und ungewöhnlichem Humor mag, dem könnte diese hier vielleicht besser gefallen als mir. ;)
- abgebrochen, keine Sternebewertung

Buch Nummer zwei dürfte euch bekannt sein, wenn ihr viel und gerne lest, auch wenn der Hype darum schon eine Weile her ist: After Passion von Anna Todd. Diese New Adult-Geschichte über ein eher zurückhaltendes und etwas naives Mädchen, das sich am College Hals über Kopf in den Bad Boy Hardin verliebt, hat mich dann aber doch noch gereizt, und so habe ich mich diesen Monat endlich an die ca. 700 Seiten herangewagt. Und ich muss sagen, ich kann die Begeisterung der vielen Fans der Reihe gut nachvollziehen. Hardin ist als Charakter großartig ausgearbeitet, und trotz seiner schwierigen Art - oder gerade deshalb - entsteht eine greifbare Spannung zwischen den beiden Protagonisten, die mich gut unterhalten hat und besonders gegen Ende extrem mitfiebern ließ. Auch wenn ich verstehe, dass manche von euch das ewige Hin und Her eher nervig finden, hat die Autorin einen unfassbar packenden und lockerleichten Schreibstil, bei dem die vielen Seiten wie im Flug vergehen. Wer realistische Herzschmerzgeschichten mit viel Knistern mag, ist hier genau richtig!
- 📖 📖 📖 📖 (4/5)

Habt ihr eher Lust auf eine humorvolle Lektüre, bei der ihr in Kindheitserinnerungen schwelgen könnt? Wie wäre es dann mit Wir Kinder der 90er von Johannes Engelke und einigen weiteren Autoren, die hier ein buntes Sammelsurium an 99 Dingen zusammengestellt haben, die jedes 90er-Kind früher geliebt hat? Von Center Shocks über das geliebte Panini-Album bishin zum stylischen Plastikschnulli versprüht dieses Buch 90er-Feeling pur, und ich war rundum begeistert. Auch toll zum Verschenken an Freunde, mit denen man die verrückteste Zeit des vergangenen Jahrhunderts erleben durfte. ;)
- 📖 📖 📖 📖 📖 (5/5)

Die Thematik meiner nächsten Lektüre war leider weniger erfreulich. Die autobiografische Erzählung Ihm in die Augen sehen von Sabine Dardenne befasst sich mit dem Thema Kindsentführung und lässt den Leser an der Schreckensgeschichte der jungen Autorin teilhaben, die mit 12 Jahren gekidnappt, über Wochen und Monate hinweg in einem Kellerverlies festgehalten und misshandelt wurde. Ein wirklich schlimmes, aber gut geschriebenes Buch, das einen interessanten Einblick in die Psyche eines Entführungsopfers bietet, welches vom Täter heftig manipuliert wurde und doch glücklicherweise niemals den Lebenswillen aufgab. Das Buch ist sicher nichts für schwache Nerven, aber ich finde es toll, dass Sabine Dardenne das Erlebte so offen mit den Lesern teilt und hoffe, dass es ihr das Aufarbeiten dieser schweren Zeit ein bisschen erleichtern konnte.
- autobiografisch, daher keine Sternebewertung

Zu guter Letzt habe ich noch einen kurzen Gedichtband gelesen, zu dem nächste Woche eine Rezension online gehen wird. Deshalb werde ich hier auf Der Vers, in dem ich wohne von Khaled Shomali noch nicht näher eingehen. Aber seid gespannt auf die Rezi, denn so viel kann ich schon mal verraten: auch dieses Buch war für mich ein absolutes Monatshighlight! ;)
- 📖 📖 📖 📖 📖 (5/5)

Ich hoffe sehr, dass ihr im April auch schöne (Lese-)Stunden verbringen konntet und dass ich euch den einen oder anderen interessanten Buchtipp geben konnte. In den nächsten Wochen dürft ihr auf ein paar ausführlichere Rezensionen gespannt sein, denn ich muss wirklich dringend mal meine Reziexemplare “abarbeiten”. ;) Bis dahin wünsche ich euch eine wunderbare Zeit. Und wenn ihr eine Buchempfehlung für mich habt, dann lasst es mich wie immer gerne per Kommentar wissen! :)

Bis bald & lest was Schönes! ♡
Eure Viktoria



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