[MINI-REZENSION] "Wer nicht hören will, muss sterben" (Band 2)

Karen Sander arbeitete viele Jahre als Übersetzerin und unterrichtete an der Universität, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt mit ihrem Mann im Rheinland und arbeitet zurzeit an ihrer Promotion über die englische Thriller-Autorin Val McDermid. "Schwesterlein komm stirb mit mir" ist der Auftakt zu einer Thriller-Reihe um das Ermittlerduo Kriminalhauptkommissar Georg Stadler und Psychologin Elisabeth Montario.

Als ein grausam zugerichteter Jugendlicher tot und mit einer Nachricht in der Kehle aufgefunden wird und der Hauptkommissar Georg Stadler zur gleichen Zeit einen abgetrennten Finger per Post erhält, ist es an der Zeit, um Hilfe zu bitten. In England befindet sich die beste Institution, die Botschaften von Mördern analysiert. Wie es der Zufall will, arbeitet die erfolgreiche Psychologin und Profilerin Liz Montario genau dort und da aufgrund ihres Gutachtens ein mutmaßlicher Kindermörder freigesprochen wird, schafft sie ihr Chef aus der Schusslinie und schickt Liz nach Deutschland. Kurze Zeit später wird ein weiterer toter und gefolterter Teenager aufgefunden, damit beginnt für Georg Stadler und Liz Montario ein Wettlauf gegen die Zeit...

Handlungsschauplätze: Die Story beginnt in England und führt uns nach Düsseldorf in Deutschland.


Handlungsdauer: Die Geschichte beginnt am Donnerstag, 7. August, endet am Samstag, 8. September und beginnt ca. 8 Monate nach Ende des 1. Bandes.
Hauptpersonen: Kriminalhauptkommissar Georg Stadler ist knapp 50 und hat nach einer Umstrukturierung des KK 11 im Düsseldorfer Polizeikommissariat keine Partnerin mehr, aber dafür ein eigenes Büro. Der gutaussehender Single kommt wegen seiner impulsiven und direkten Art kommt nicht bei allen Menschen gut an. Dr. Elisabeth " Liz" Montari arbeitet inzwischen als Psychologin in der Forschungsabteilung der Universität Liverpool, die darauf spezialisiert sind, Botschaften von Mördern zu entschlüsseln. Wegen eines Gutachtens wird in Großbritannien eine Hetzjagd auf die hübsche und engagierte Profilerin mit den langen roten Haaren und den grünen Augen eröffnet und als die Düsseldorfer Kripo um einen Spezialisten bittet, wird Liz nach Deutschland geschickt, um die deutschen Ermittler zu unterstützen... Georg Stadler und Liz Montari sind sympathische und menschliche Protagonisten mit vielen Facetten, Ecken & Kanten, in die man sich gut einfühlen kann.

Nebenfiguren: Die Nebencharaktere wie Liz' Freund, der Hausarzt David Carlyle, Stadlers langjährige und bodenständige Ex-Kollegin Birgit Clarenberg und ihr neuer attraktiver Partner Miguel Rodriguez sowie weitere Mitglieder des Ermittlerteams sind interessante Persönlichkeiten, die sich trotz ihrer Vielzahl gut in die Handlung einfügen.


Romanidee: Interessante Grundidee mit ansprechender Umsetzung.

Erzählperspektiven: Neben den Haupterzählern Liz Montario und Georg Stadler schildern auch andere Nebenfiguren wie Stadlers frühere Partnerin Birgit Clarenberg und der Teenager Kelly Novak die temporeichen Begebenheiten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel (in der 3. Person). Außerdem verfolgen wir die Geschehnisse im Fall des mutmaßlichen Kindermörders Derek McGee in England mit, selbst dann, als sich Liz bereits in Deutschland befindet.
Handlung: "Wer nicht hören will, muss sterben" birgt eine packende Story mit verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verknüpfenden Handlungssträngen sowie einigen sehr detaillierten Beschreibungen und kleinen Längen. Obwohl die Story unzählige Nebencharaktere, Erzählperspektiven und ausgeschmückten Beschreibungen enthält und sich stellenweise in Nebensächlichkeiten verliert, fliegt man dank der raffiniert gelegten falschen Fährten und unerwarteten Wendungen durch die 400 Seiten. Die Geschichte, deren Ende mich nicht ganz zufrieden gestellt hat, lässt Raum für die Fortsetzung "Ich sehe was, und das ist tot" .

Schreibstil & Co: Vervollständigt wird dieser Thriller durch den mitreißenden, emotionsgeladenen Schreibstil von Karen Sander, rasante Ermittlungen und die kurzen Kapitel. Da auch dieser Band viele, teilweise recht ekelige Passagen voller Blut und Leichen enthält, ist der 2. Teil für zartbesaitete Leser nicht unbedingt geeignet.

Mit "Wer nicht hören will, muss sterben" geht die Reihe rund um Georg Stadler & Liz Montario in die 2. Runde und hat mich, bis auf einige Kleinigkeiten, wieder wunderbar unterhalten. Dank der packenden Story samt blutigen Szenarien, interessanten Protagonisten mit Potential und einem fesselnden Schreibstil ist "Wer nicht hören will, muss sterben" ein Garant für spannende Lesestunden. Deshalb erhält der Thriller ausgezeichnete .

[MINI-REZENSION]


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