[MINI-REZENSION] "Oksa Pollock: Die Entschwundenen" (Band 2)

Cover

[MINI-REZENSION]

Quelle: Oetinger

Die Autorinnen
Anne Plichota, 1968 im französischen Dijon geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften und verbrachte einige Jahre in Asien, bevor sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Cendrine Wolf erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes und überaus erfolgreiches literarisches Projekt. Cendrine Wolf wurde 1969 in Colmar im Elsass geboren. Sie absolvierte eine Sportlehrerausbildung und arbeitete einige Jahre mit Kindern, bevor sie Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Straßburg wurde. Heute widmet sie sich als freie Autorin ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben.
*Produktinformation*
Broschiert: 459 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Mai 2013) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 384150129X / ISBN-13: 978-3841501295
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Originaltitel: Oksa Pollock - La Forêt des égarés
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3,8 cm
Leseprobe
Quelle: maedchen.de  *lies mich*
  

Alle, die diese Serie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten nun lieber nicht weiter lesen!
Die Geschichte... Endlich ist der letzte Schultag da und plötzlich verschwindet Gus in der St. Proximus-Schule spurlos. Oksa ist ratlos, doch bald wird klar, dass ihr bester Freund durch einen Zauber in einem Gemälde gefangen ist. Oksa und ein paar der "Rette-sich-wer-kann" machen sich auf den Weg, um Gus zu befreien. Doch das "Eingemälden" birgt Gefahren und bringt die Gruppe in große Gefahr. Außerdem stellt Oksa fest, dass sie sich neben Gus auch zu Tugdual, dem geheimnisvollen Jungen, hingezogen fühlt...
Meine kurze Meinung: Kauf-/Lesegrund: Nach dem Cliffhanger in "Die Unverhoffte" wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Reihe: 2. Band der Oksa Pollock-Reihe
Handlungsschauplatz Realität: London, England
Handlungsschauplatz außerhalb unserer Welt: Neben dem verschwundenen Land Edefia (mit seinen verschiedenen Geschöpfen wie die Plemplems, Sensybillen, Pizzkins, Geotrix, Kapiernix und Goranov und die Hilfsmittel wie das Wackelkrakeel, Ringelpupo, Exzelsior-Befähiger oder Granuk-Spuck) spielt diesmal die lebendig gestaltete Welt in dem magischen Bild eine große Rolle.
Hauptperson: Oksa Pollock, fast 14, hat sich inzwischen in London eingelebt. Seit das sternförmige Mal um ihren Bauchnabel, das sie zur Huldvollen (= Herrscherin Edefias) macht, erschienen ist, wurde die Welt der mutigen und impulsiven Schülerin komplett auf den Kopf gestellt. Oksa ist eine sympathische Protagonistin, die eine beachtliche Weiterentwicklung durchgemacht hat.
Nebenfiguren: Gus(tave) Bellanger ist Oksas bester Freund, der mit seinen Adoptiveltern ebenfalls nach London übersiedelt ist und Oksa sehr gern hat. Weitere interessante Nebencharaktere sind Oksas Freundin Zoe, ihre Eltern Marie und Pavel, ihre exzentrische Großmutter Dragomira (die ehemalige Huldvolle), Dragomiras Bruder Leomido und ihr Patenonkel Abakum (Feenmann) sowie weitere Rette-sich-wer-kann (= Bewohner Edefias, die vor 50 Jahren aus dem nun verschollenen Land geflohen sind) wie z.B. der düster wirkende Junge Tugdual, der bei Gus Rettung hilft. Für meinen Geschmack wurden zu viele Nebencharaktere und Wesen verwendet.
Romanidee: Reizvolle Grundidee mit fantasievoller Umsetzung
Erzählperspektiven: Neben Haupterzählerin Oksa schildern auch andere Figuren  wie z.B. Gus, Pavel und Dragomira die rasanten Geschehnisse aus ihrer jeweiligen Sicht. Wir erfahren wieder etwas mehr über Edefia, Oksas Herkunft und damit verbundene Geheimnisse. Die Welt, die wir in "Die Entschwundenen" kennenlernen, finde ich sehr interessant, wenn auch für meinen Geschmack mit allzu ausgeschmückten Beschreibungen versehen.
Handlung: Unterhaltsame & sehr abenteuerliche Geschichte mit verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen, ungeahnten -manchmal etwas zu dramatischen -Wendungen und einigen Überraschungen. Klitzekleine Längen und ausführliche Beschreibungen bremsen ein wenig den Lesefluss.
Schreibstil & Co:  flüssige Schreibweise, Sprache ist der jugendlichen Zielgruppe angepasst (geht für mich in Richtung Kinderbuch), Kapitel in angenehmer Länge
FAZIT: In "Die Entschwundenen" haben Oksa und die Rette-sich-wer-kann viele Abenteuer zu bestehen, denn Gus muss unbedingt gerettet werden, Dragomira hält in London die Stellung und hat mit diversen Problemen zu kämpfen. Leider war mir der 2. Band der Oksa Pollock-Reihe zu abenteuerlich & viel zu detailliert beschrieben, weshalb ich diese Reihe hiermit beenden werde. "Die Entschwundenen" erhält von mir "nur" unterhaltsame 3 1/2 (von 5) Punkte vergebe. [MINI-REZENSION]
 

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