[MINI-REZENSION] "Lügentanz"


Cover

[MINI-REZENSION]

Quelle: Droemer Knaur

Die Autorin Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer früheren Tätigkeit als Personalerin zum Schreiben. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main.

*Produktinformation* Taschenbuch: 464 Seiten Verlag: Knaur TB (4. Mai 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3426515733 / ISBN-13: 978-3426515730 Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,5 x 18,8 cm
Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*


Die Geschichte... Michaela Michalsen hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht: Nach dem frühen Tod ihrer Eltern musste sie ins Heim und danach zu Pflegeeltern. Nach der Geburt ihrer Tochter Karla -für die lange keine Muttergefühle entwickeln konnte- hatte sie mit Blackouts und Gedächtnislücken zu kämpfen, die in einer psychiatrischen Klinik behandelt wurden. Nun ist Michaela wieder gesund und glücklich, doch als sie an ihrem 36. Geburtstag ihren Mann fragt, ob er sie noch lieben würde, verneint dieser. Danach hat Michaela nach langer Zeit wieder einen Aussetzer und weiß nicht mehr, was sie genau glauben soll, sie verdächtigt ihren Mann sogar einer Affäre. Kurzerhand sucht sie nach einem Ausweg und findet diesen in einer Zeitungsannonce. Ein Frankfurter Lehrer macht eine Weltreise und sucht einen Aufpasser für seine Wohnung und seinen Hund. Für diesen mehrmonatigen Job gibt es zwei Bewerberinnern, doch Michaela bekommt den Zuschlag, während die Berliner Aussteigerin Lena leer aussteigt. Doch das Schicksal führt die beiden ungleichen Frauen wieder zusammen, wodurch sich das Leben von Lena und Michaela einschneidend ändert...
Meine Meinung in Kurzfassung: Kauf-/Lesegrund: Nach "Hirngespenster" wollte ich auch den neuesten Roman von Ivonne Keller lesen.
Reihe: Nein, Einzelbuch
Handlungsschauplätze: Der Schauplatz wurde vorwiegend nach Frankfurt und Eschersbach (in der Nähe von Bad Homburg) verlegt.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog vom 10. Dezember 2000 und einer Nachricht vom 30. Juli 2014 beginnt die eigentliche Geschichte am 11. Mai 2014 und endet am 1. September 2014. Hauptpersonen: Michela Michalsen, 36, lebt mit ihrer Familie (ihrem Mann David und ihrer Tochter Klara) in Eschersbach und führt ein erfülltes Leben als Hausfrau und Mutter, doch der äußere Schein trügt, denn Michaela hat -wie bereits viele Jahre zuvor- immer wieder Aussetzer und kann sich dann an nichts mehr oder an falsche Tatsachen erinnern. Um ihr Leben zu ordnen und wieder zu sich selbst zu finden, nimmt sie einen mehrmonatigen Job in Frankfurt an, um dort Hund Pim und die Wohnung von Florian Grunwald zu hüten. Auch die 26-jährige Lena von Hohenhausen hat sich um den Hundesitter-Job beworben und hat extra dafür ihre Zelte in Berlin abgebrochen. Lena trägt Dreadlocks, kleidet sich wie ein Hippie und ist arbeitslos. Als sie den Job nicht bekommt, ist sie zunächst enttäuscht, doch in einem Drogeriemarkt findet sie Arbeit und bei dem jungen Banker Pavel eine kostenlose Unterkunft. Doch als Pavel immer besitzergreifender wird, flüchtet sich die junge Aussteigerin in die Wohnung des Weltreisenden Florian Grunwald, wo sie auf die seriös wirkende Michaela trifft... Michaela und Lena sind ganz unterschiedliche und reizvolle Protagonistinnen, die mit diversen Problemen und Schwierigkeiten zu kämpfen haben und manchmal etwas schwer einzuschätzen sind und nicht immer Sympathieträgerinnen sind.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Charaktere wie Bea Bern (Michaelas beste Freundin sieht mit ihren 40 Jahren noch immer wie eine bildhübsche Schwedin aus, arbeitet in einem Museum und kennt Michaela bereits seit Kindertagen aus dem Kinderheim, wo sie ihre jüngere Freundin immer beschützt hat), Michaelas Ehemann David Michalsen (der 42-jährige IT-Techniker ist ein Workaholic und liebt es, sich mit Radfahren auszupowern), die gemeinsame Tochter Klara (Klara ist mit ihren 12 Jahren ein typischer Teenager, die mit ihrer Mutter nicht immer gut auskommt), Jan Berger (Florian Grunwalds Lehrer-Kollege ist charmant und attraktiv) und Michaelas neugierige Nachbarinnen wurden als interessante Persönlichkeiten gestaltet, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Interessante Grundidee mit ansprechender Umsetzung.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von Lena und Michaela (in der 3. Person) geschildert, dabei lassen uns die Hauptpersonen an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben. Zwischendurch lockern Nachrichten von Bea an Michaela die Ereignisse auf und sorgen für Abwechslung. Handlung: "Lügentanz" wartet mit verschiedenen Sichtweisen und miteinander verwebenden Handlungssträngen auf und enthält allerlei Wirrungen, Stolpersteine & Überraschungen sowie ein paar langatmige Beschreibungen. Man ahnt zwar einiges der wendungsreichen Geschichte voraus, aber der Ausgang hat mich echt überrascht und zufrieden zurückgelassen. Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der neueste Roman von Ivonne Keller durch die packende und emotionsgeladene Schreibweise, die unterhaltsamen Dialoge und die angenehme Sprache. FAZIT: "Lügentanz" ist ein fein gesponnener Psychothriller, der einen gekonnt in die Irre führt. Angesichts des rasanten Plots, den interessanten Charakteren und der mitreißenden Schreibweise hat mich dieses Werk von Ivonne Keller an die Seiten gefesselt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten finde ich "Lügentanz" echt gelungen und vergebe deshalb großartige 4 1/2 (von 5) Punkte.

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