[MINI-REZENSION] "Anna und die flüsternden Stimmen"

Cover

Quelle: Bastei Lübbe

Die Autorin Sabine Städing wurde in Hamburg geboren und hat sich schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht. Nach ihren drei Büchern rund um das Mädchen Magnolia Steel, das herausfindet, dass sie eine Hexe ist, schreibt sie inzwischen Bücher für jüngere Kinder. Auch in ihrer aktuellen Buchreihe steht mit Petronella Apfelmus wieder eine Hexe im Mittelpunkt. Das Buch wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2015 ausgezeichnet.
*Produktinformation* Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: Aufl. 2012 (17. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 341482114 / ISBN-13: 978-3414821140
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 2,7 x 22,1 cm

Leseprobe
Quelle: bicmedia.com  *lies mich*
Die Geschichte...
Anna hätte gern ein exotischeres Reiseziel gewählt, jedoch haben sich ihre Eltern ausgerechnet für die Ostsee entschieden und so muss die Schülerin ihre Ferien in einem Kaff namens Qual verbringen, wo sich Hase und Fuchs "Gute Nacht" sagen. Doch dann lernt das Mädchen den einheimischen Jungen Tjark besser kennen und ihr widerfahren merkwürdige Dinge. Anna sieht mitten in der Nacht eine helle Gestalt im Garten sowie einen längst verstorbenen Mann, sie hört Stimmen und dann passieren auch noch unheimliche Unfälle. Wie hängt das alles mit dem leerstehenden Sanatorium zusammen, das sich neben dem Feriendomizil der Steenbucks befindet und Anna geradezu magisch anzieht? Gemeinsam mit Tjark versucht sie, den rätselhaften Ereignissen auf den Grund zu gehen...
  Meine Meinung in Kurzfassung: Kauf-/Lesegrund: Beim Aufräumen ist mir dieses Buch in die Hände gefallen und ich wollte einfach wissen, ob es mich auch nach 3 Jahren noch begeistern kann (zu meiner "alten" Rezension gelangt ihr hier *klick*)
Reihe: Nein, Einzelbuch
Handlungsschauplatz: Die Geschichte spielt sich in dem kleinen Dorf Qual an der Ostsee ab und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.
Handlungsdauer: Die Story spielt sich im Sommer ab und umfasst ein paar Wochen.
Aufmachung: Jedes Kapitel sowie die Seitenzahlen wurden mit einer Pusteblume versehen, was neben dem ansprechend aufgemachten Cover einen hübschen Gesamteindruck macht.
Hauptperson: Die 15-jährige Anna Steenbruck lebt mit ihren Eltern (ihr Vater besitzt eine Fabrik und ihre Mutter eine Boutique) und ihrem jüngeren Bruder, dem 10-jährigen, überaus nervigen Joschi in Hamburg und ist nicht gerade erfreut, als sie den Familienurlaub an der Ostsee verbringen soll. Das hübsche Mädchen malt gern Bilder, hat die typischen Teenagersorgen und sieht in Qual plötzlich Geister, was sie gar nicht fassen kann...
Anna ist eine sympathische Protagonistin mit einigen Facetten und Ecken, die manchmal etwas blauäugig wirkt, was man ihr aber angesichts ihres jungen Alters verzeiht. Allerdings konnte ich nicht alle ihrer Taten und Handlungen  ganz nachvollziehen.
Nebenfiguren: Eine große Rolle nimmt der 16-jährige Tjark ein, der in Qual lebt und den Anna dort kennenlernt. Der gutaussehende Junge geht noch zur Schule, jobbt als Segellehrer und hilft Anna bei ihren Nachforschungen... Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Annas Familie oder diverse Dorfbewohner sind interessante Persönlichkeiten, die sich ansprechend in das Geschehen einfügen. Romanidee: Interessante Grundidee mit einer übersinnlichen Komponente, die in einer gelungenen Umsetzung mündet.
Erzählperspektive: Ich-Erzählerin Anna schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel, lässt uns an ihren Gedanken & Gefühlen sowie an ihren Urlaubserlebnissen und Nachforschungen teilhaben.
Handlung: "Anna und die flüsternden Stimmen" birgt eine unterhaltsame Geschichte vollgepackt mit mysteriösen Vorkommnissen, Geheimnissen, der dunklen Vergangenheit von Qual und ein wenig Romantik. Durch allerlei Wirrungen, unterhaltsame Wendungen & Turbulenzen lädt die Story abwechselnd zum Mitfiebern, ein wenig zum Gruseln und Träumen ein, dennoch fehlt mir das "gewisse Etwas" für die volle Punktzahl und so richtige Gruselstimmung kommt leider auch nicht auf.
Schreibstil & Co:  Der leichte, flüssige Schreibstil von Sabine Städing, die Kapital in angenehmer Länge und die jugendliche Sprache runden diesen Roman ab, der meiner Meinung nach eher für junge Mädels geeignet ist. FAZIT: Mit "Anna und die flüsternden Stimmen" hat die deutsche Autorin einen kurzweiligen Jugend-Mystery-Roman erschaffen, der dank des abwechslungsreichen Plots, den reizvollen Charakteren sowie der bildhaften Schreibweise für unterhaltsame Lesestunden sorgt. Da es doch ein paar klitzekleine Kritikpunkte gibt, erhält "Anna und die flüsternden Stimmen" von mir wundervolle 4 (von 5) Punkte.

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