Meissen – die sächsische Porzellanstadt weckt Träume

Essen und Trinken - und das aus edlem Porzellan - ist für unsereins selbstverständlich. Dass wir dank der Erfindung des Porzellans nicht nur gesünder, sondern auch eleganter leben, wird mir in der Porzellanstadt Meissen bewusst.

Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen

Meine Reise führt mich an diesem verregneten Tag nach Meissen. Auf dem Programm steht der Besuch der weltberühmten Porzellan-Manufaktur.

In der Schauwerkstatt kommt man dem Handwerk ganz nah. Die einzelnen Fabrikationsschritte werden gezeigt. Die Fingerfertigkeit lässt mich staunen. Da entstehen filigrane Blütenblätter zwischen den Fingerballen und man spürt, da steckt jahrelange Erfahrung dahinter.

Alles sieht ganz einfach aus und geht ganz ruhig von der Hand. Wie die Frau den Pinsel führt, als wäre es ein Kinderspiel. Ich bin bezaubert.

Die Produktionsstätte kann man normalerweise nicht besuchen. Ein einziges Mal im Jahr werden die Türen geöffnet und für den Besucher zugänglich gemacht. Der Gwunder sticht, ich wäre gerne dabei. Übersicht Veranstaltungen der staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen

Nach dem Einblick in die Produktion der edlen, weltberühmten Porzellanstücke erwartet uns eine opulent gedeckte Tafel. Wir sind zu "Tee, Kaffee und Schokolade - die drei heissen Lustgetränke" mit Kuchen geladen. Eine von mehreren Veranstaltungen, die in der Porzellan-Manufaktur Meissen geboten werden.

Da überkommt mich kurzerhand ein aristokratisches Gänsehautgefühl. Hätte ich als Kind jemals vom Prinzessinnen-Dasein geträumt, der Traum wäre in diesem Moment in Erfüllung gegangen. Mit bangem Herzen betrachte ich diese edle Tafel. Nur nichts kaputt machen...

Beate Debernitz vom Tourismusverband unterhält uns mit Geschichtlichem und Anekdoten zu den drei Heissgetränken und so erfahre ich, dass der Kaffee damals in die Untertasse geschüttet wurde und man ihn von dort trank.

Ich übe mich in dieser Kunst und strecke dabei - zur Erheiterung Aller - elegant den kleinen Finger. Gottlob verschütte ich nichts!

Mein Blick für klassisches Porzellan ändert sich augenblicklich. Ich sehe es nun mit ganz anderen Augen und bin mir sicher, dass gerade diese bunte Mischung, wie sie auf dieser Tafel angerichtet wurde, Zukunft hat.

Die Stadt Meissen

Wir schlendern begleitet von Beate Debernitz und Kerstin Rosenbaum durch die Gassen Meissens. Wir sind auf dem Kulinarischen Stadtrundgang und entdecken die schmucke, liebevoll restaurierte, historische Meissner Altstadt.

Der Rundgang vorbei an prächtigen Renaissance-Bürgerhäusern und alten Domherrenhöfen bis hoch zum Domplatz mit dem Wahrzeichen Meissens der Albrechtsburg und dem Dom wird von allerlei kulinarischen Stopps unterbrochen. Wir schmausen in der Fleischerei Richter vom alten Landschwein "Meissner Schwein" und trinken lokales Bier.

Fleischerei Richter Marktgasse 3, Meissen

In der Feinbäckerei-Konditorei Wehnert lüftet die Chefin persönlich das Geheimnis des Christstollens. Besonders berührt bin ich von der Geschichte, dass zu DDR-Zeiten in der Vorweihnachtszeit einmal kein Orangat erhältlich war. Man bekam anstelle dessen kandierte Tomaten. Die hätten zwar nach gar nichts geschmeckt, hätten dem Stollen aber zumindest Farbe gegeben. Ich denke, Not macht erfinderisch.

Cafè Wehnert am Theaterplatz, Leipziger Strasse 6, Meissen

Das Geheimnis des Meissner Fummel jedoch, wird nicht gelüftet. Diejenigen, die es kennen, haben sich zu Stillschweigen verpflichtet. Das hauchzarte ballonartige Gebäck ist innen hohl, gebläht und es fasziniert. Ich bin geneigt, über die streng geheime Technik zu grübeln...

Heutzutage lässt man bei der Konditorei Ziegler kleine Überraschungen einbacken. Der Fummel wird damit sozusagen zum Geschenkpapier. Die Geschichte des Fummel geht zurück auf das Jahr 1710. Der Kurfürst befahl der Bäckerzunft zu Meissen, ein leicht zerbrechliches Gebäck herzustellen, welches der Kurier - er trank gern einen Schluck zu viel des bekannten und berühmten Meissner Weines - nach seinem Besuch dem Kurfürsten in Dresden ganz vorzuzeigen hatte...

Konditorei Zieger Rote Stufen 5, Meissen

Und selbstverständlich trinken auch wir ein Glas Goldriesling von der Sächsischen Weinstrasse, in einer der unzähligen Probierstuben, die sich in den gemütlichen Altstadtgassen aneinander reihen.

Neben Wein spielt hier auch Bier eine grosse Rolle. In der Brauerei Schwerter führt uns der Braumeister persönlich durch sein Reich und lässt uns von seinem Hopfensaft gustieren.

Abends essen wir im Schwerter Schankhaus am Markt währschafte Brauhaus-Speisen. Nach der Kartoffelsuppe kommt der original Meissner Bratwurstring mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Das Bier dazu ist eine Selbstverständlichkeit. Ein Genuss!

Schwerter Schankhaus am Markt, Meissen

Thematisch geführte Stadtrundgänge werden von der Tourist-Information angeboten und sind von mir wärmstens empfohlen.

Infos zu Veranstaltungen der staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen gibt es: hier.

Infos zu diversen Stadtrundgängen des Touristinfo Meissen finden sich auf dieser Website.

Meinen Review aus dem nahegelegenen Dresden findet man hier.

Ich bedanke mich herzlich bei Kerstin Rosenbaum und Beate Debernitz vom Tourismusverband Sächsisches Elbland e.V. für den unvergesslichen, unterhaltsamen Tag!

Des weiteren gilt mein Dank für die Einladung und Organisation Christoph Münch, Marketing Manager internationale Märkte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit international von Dresden Marketing GmbH, sowie Oliver Sefrin, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsche Zentrale für Tourismus.


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