Meine Methode Gedichte zu lernen

Als Schüler, der in den Hort ging, war es eigentlich nicht vorstellbar, ohne Hausaufgaben am nächsten Tag zum Unterricht zu erscheinen. Und doch gab es auch für mich Ausnahmen, besonders wenn es das Lernen von Liedern oder Gedichten betraf. Tatsächlich habe ich in der ersten und zweiten Klasse niemals ein Lied oder Gedicht gelernt. Um den Vortrag eines Gedichts konnte ich mich aber andererseits nicht drücken.

Was blieb mir also anderes übrig, als während des Unterrichts, in dem die Gedichte vorgetragen wurden, zu beginnen das Gedicht zu lernen? Nur während der Kontrolle, wie während jeder anderen Klassenarbeit auch, hatten Bücher und Hefte geschlossen zu bleiben. Bevor ich erzähle wie ich aus dieser Situation die maximalen Erfolge für mich herausholen konnte, ohne einen Absturz im Notenspiegel für Deutsch zu riskieren, möchte ich kurz zu einer anderen Szene umschwenken.

Von Mitschülern lernen heißt …

Wir Schüler waren nicht immer lammfromm im Unterricht. Oft entstand dann eine gewisse Unruhe, wenn man die Antwort eines Schülers, da dieser sehr leise sprach oder nuschelte, fast gar nicht zu verstehen war. In einem solche Fall sagte unsere Lehrerin: „Hört euren Mitschülern zu, denn auch aus deren Antworten kann man lernen.“ Dieses Prinzip sollte mir tatsächlich helfen, um aus der eingangs erwähnten Leistungskontrolle mit mehr als nur der heilen Haut davonzukommen und so funktionierte die Strategie:

Stets, ja wirklich immer, gab es Freiwillige, die penibel gelernt hatten und es nicht abwarten konnten, das Gedicht hinter sich zu bringen. Da wir, wie sich unsere Lehrerin immer ausdrückte, eine leistungsstarke Klasse waren, gab es von diesen Freiwilligen genug, um auf ein heimliches Lesebuch, welches man unter der Schulbank verstecken müsste, verzichten zu können.

Gute Note für den „bewaffneten Frieden“

Wir waren aber nicht nur leistungsstark, sondern auch mit zweiundzwanzig, in der ersten Klasse sogar achtundzwanzig, mengenmäßig stark. Bedeutete also: Wenn die echten Freiwilligen mit dem Gedicht durch waren, konnte ich mich danach selbst freiwillig melden, was zudem den Effekt hatte, dass niemanden aufgefallen ist, wie faul ich eigentlich war.

Obendrein bin ich noch mit einer Note nicht unter zwei, meist sogar eins, belohnt worden, weil ich nicht nur auf den Text achtete, sondern was die Lehrerin eventuell an der Vortragsweise zu bemängeln hatte, Fehler die ich dann vermied.

Lernmethode mit Nachteilen

Auf diese Weise lernte ich Gedichte wie „Warten ist schwer“ oder das Gedicht von Bertolt Brecht „Bewaffneter Friede“. Ich glaube dass viele Leser meines Blogs, die in der DDR aufgewachsen sind, vor allem letzteres Gedicht, noch auswendig können. Tja, dass scheint der Nachteil dieser Lernmethode zu sein, nur durch Hören Gedichte zu lernen, denn ich kann nicht ein Wort mehr wiedergeben.


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