Mein Weg zu Paleo

Unter diesem Label berichte ich ab heute über meinen Weg zu Paeo. Ich werde in gewohnter Manier über alle Höhen und Tiefen, Heißhungerattacken und zermürbenden Überlegungen, was man denn überhaupt essen soll über meine Ernährungsumstellung (und hoffentlich auch über meine Beschwerdefreiheit) berichten.
Paleo oder auch Steinzeit-Ernährung umfasst im Groben die urzeitliche Ernährung der Menschen, die lediglich das hatten, was sie jagen und sammeln konnten. Das bedeutet: keinen Zucker, kein Getreide, kein Fast Food, keine Fertiggerichte und keine Milchprodukte.
Genauer auf das Thema bin ich schon HIER eingegangen.
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Ich bin kein Verschwender und starte deswegen auch nicht radikal mit dieser Ernährungsumstellung. Ich verbrauche noch meine laktosefreie Milch und meine Joghurts, die ich daheim habe. Lebensmittel sollte man nicht wegschmeissen und da ich nicht merklich akut auf meine bald ungeliebten Milchprodukte reagiere, muss ich auch nicht aktu agieren.
Ich kann mir jetzt schon denken, dass die Umstellung einiges in Anspruch nehmen wird. Ich muss versuchen stark zu sein, weil überall Dinge gegessen werden, die ich nicht mehr darf bzw. nicht mehr sollte. Mein Sohn und meine Mutter essen weiterhin normal und kohlehydratereich. Auch meine Kollegen im Büro, die glücklicherweise nicht mit derartigen Defiziten zu kämpfen haben, können sich an unseren Naschschränken hemmungslos bedienen. Nur ich eben nicht mehr. Dafür darf ab jetzt wieder Salat auf meinem Tagesplan stehen, was mich schon freut. Wenn nämlich nicht das rohe Gemüse, meinem Körper so schadet, sondern Kohlehydrate und Milchprodukte, gibt es auch keine Veranlassung mehr, darauf zu verzichten. Sobald also meine Vorräte daheim aufgebraucht sind, starte ich wieder mit Salat.
Schwer wird die komplette Verzicht von Zucker und Süßstoff. Ich weiß, dass einige nicht gut auf chemische Süßungsmittel reagieren und das deswegen für pures Arsen halten, allerdings hatte ich nie Probleme, nie Heißhungerattacken, nie Ärger damit. Dennoch muss jetzt Schluß sein damit. Mein Wesen muss total in einen Steinzeitmenschen übergehen. Ich hoffe nur, dass ich auf dem Heimweg keinen hübschen Kerl mit einer Keule über den Kopf schlage um ihn dann in meine Höhle zu ziehen.
Für mich ist heute der erste Tag. Auch wenn ich schon eine Semmel gegessen habe und noch eine zweite in meiner Tasche wartet, so empfinde ich diesen Tag bewusst als einen neuen Anfang. Schon allein von meiner Denkweise her. Eine Umstellung beginnt eben im Kopf und daran arbeite ich heute und die nächsten Tage, bis auch mein Körper beginnen muss mitzumachen.
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Warum das alles, werdet ihr fragen. Warum macht sie das?
Weil ich wieder gesund werden will. Weil ich mich wieder gut fühlen will und weil ich nicht mehr Angst haben will, dass ich einen Anfall bekomme, der mich niederstreckt.
Seit einigen Monaten leide ich unter einer Autoimmunkrankheit, die vor ein paar Wochen bei mir diagnostiziert wurde. Um die Befunde von Hausarzt und Chirurg zu bestätigen steht mir Ende August noch eine Spezialuntersuchung bevor. Danach weiß ich dann zu 100% Bescheid und kann auch dementsprechende Medikamente bekommen. Der Voraussicht dass diese Krankheit unheilbar ist und man sie durch eine Ernährungsumstellung nicht mindern kann, gebe ich mich nicht geschlagen. In den letzten Wochen habe ich mich viel erkundigt und bin darüber gestolpert, dass man durchaus mit Nahrung etwas tun kann. Bei den meisten heißt diese spezielle Ernährung Paleo. Auch wenn man heute noch nicht weiß, wie diese Krankheit ausgelöst wird und auf welche Nahrungsmittel bzw. Situationen man mit derartigen Anfällen reagiert, gibt es auf dem Selbsthilfesektor in Form von Facebookgruppen und Internetseiten gute Möglichkeiten, sich zu informieren und Selbstversuche zu starten. Paleo ist mein Selbstversuch. Und ich hoffe, er wird von Erfolg gekrönt sein.
* * *
Welche Krankheit ich habe und wie man selbst feststellen kann, ob man auch davon betroffen ist, behandel ich in den nächsten Wochen unter einem speziellen Label und einer eigenen Seite.
Heute erst mal genug von Krankheiten und Problemen, denn auch wenn ich von ständigen Bauchschmerzen geplagt bin, so geht es mir gut und ich bin glücklich über diesen kleinen Neuanfang.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch auf diesen neuen Abschnitt meines Lebens begleiten würdet.
Sehr freuen würde ich mich auch über Kommentare oder Mails von Lesern, die Paleo anwenden und wie es ihnen damit geht!

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