Mein und Dein Smiley

06-061

Im zweiten Weltkrieg hat er im Pazifik gegen die Japaner gekämpft, und zurück in den USA gründete er eine kleine Werbeagentur. Trotz den schrecklichen Kriegserfahrungen, blieb er ein ausgesprochen positiver Mensch. Gemeint ist Harvey Ball, der Erfinder des berühmten gelben Smiley.

  1. Der Grafiker H.Ball bekam 1963 für die Simley-Grafik fünfundvierzig Dollar. Eine Versicherungsgesellschaft, in der die Stimmung am Boden war, wollte einen aufheiternden Ansteck-Knopf. Tatsächlich soll der Smiley Button, den die hundert Mitarbeiter dann tragen durften, das Klima verbessert haben.
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  2. Darstellungen von lachenden Gesichtern gibt es natürlich schon seit tausenden von Jahren. Dem Smiley am ähnlichsten sind wohl einige der Sonnendarstellungen auf Stichen aus dem Mittelalter.
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  3. Der Smiley ist eigentlich der Kopf vom Strichmännchen, gemäss dem alten Kindervers: Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht.
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  4. Keine zehn Jahre nach der Erfindung wurden bereits 50 Millionen Buttons verkauft! Harvey Ball verdiente allerdings nichts daran.
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  5. 1971 entwarf der Franzose Franklin Loufrani einen ähnlichen Smiley. Er liess ihn aber systematisch in vielen Ländern patentieren und Gründete die Firma „Smiley Licensing Corporation“. Die Benützung des lachenden Gesichtes kostete nun bis zu 10% vom Verkaufspreis des Produktes.
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  6. In der psychologischen Farbenlehre steht die gelbe Farbe für Leichtigkeit, Heiterkeit, Lebensfreude. Gelb = Sonne, Gold, Sonnenblumen. In der Indischen Tradition ist die Farbe Gelb dem Chakra des Solarplexus zugeordnet.
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  7. Kleines Kuriosum: ende der siebziger Jahre kam die Droge Ekstasy auf, welche auf der Pille ein Smiley hat. Viele Läden distanzierten sich daher damals von ihren Produkten mit dem gelben Gesichtchen.
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  8. Das abstrakte Smiley hält Einzug in die Textverarbeitung als Emoticons. Diese werden bis heute in SMS, Twitter etc. reichlich verwendet. Hier 236 solche Emoticons als Zeichenkürzel
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  9. Die Französische Smiley Firma von Loufrany wurde inzwischen zu einem weltweiten Imperium und hiess nun Smiley World. Nachdem 1997 der Sohn das Unternehmen übernommen hatte, begann eine beispiellose Flut von Lizenzklagen gegen alle Firmen, die das lachende Gesicht verwenden, ohne ihm Abgaben zu entrichten. In den USA konnte er sich aber nicht durchsetzen, das Gesicht gilt dort als nicht patentierbar. Hier die Spiegel Reportage über Havey Ball und die SmileyWorld
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  10. So wie das Lächeln einen gewaltigen Einfluss auf die zwischenmenschliche Beziehung hat, so hat bereits das banale Smiley Auswirkung auf die Befindlichkeit der Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viele echte Smileys auf Dein Gesicht,
erzeuge viele Smileys bei anderen Menschen
und verschenke deine Smileys – lizenzfrei!

BILD:
Aufblicken / 19cm x 28cm / Aquarelliert mit Acrylfarben auf Aquarellpapier / 2006, Nr.06-061/ 100.- CHF


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