Hallo Süsser – der Zucker

06-028

Das braune Pferd hieß Röme, mit dem ich lernte, einen Acker zu pflügen. Ich erinnere mich gerne daran, wie ich barfuß hinter der eisernen Pflugschar herging, und die aufgerissene, kühle Erde spürte. Der Bauer, bei dem ich dieses landwirtschaftliche Praktikum machen durfte, war ein leidenschaftlicher Biobauer und zudem ein faszinierender Mystiker. Er erzählte mir von den Geheimnissen des Lebens und der Lebensmittel, und von all den unsichtbaren Kräften der Welt.

Und was er mir auch immer wieder gesagt hat, ist: “Zucker ist Gift.”

Faszinierendes aus der Zuckergeschichte:

  • 1100 n. Chr. bringen Kreuzfahrer Zucker aus dem hochentwickelten Arabien in ihre Heimat. Es wird als Arzneimittel unter der Hand weiterverkauft – nur als Prise.
  • 1372, so liest man in einer alten Chronik, bezahlt in Deutschland jemand mit 2 Mastochsen für 1kg Zucker.
  • 1500 – es geht los, der erste Zucker von Zuckerrohrplantagen in der Karibik kommt nach Europa. Es wird weisses Gold genannt. Von Sklavenblut getränkt.
  • 1747 entdeckt der Chemiker S.Marggraf den Zuckergehalt der Runkelrübe und wie der gewonnen werden könnte.
  • 1802, also fünfzig Jahre später, startet die erste Zuckerfabrik in Schlesien (1802, Cunen) mit der Produktion von Zucker aus Rüben.
  • 1850 beginnt der Zuckerpreis zu fallen, denn es gibt rasch immer mehr Fabriken bei uns.

Entwicklung des Zuckerkonsums in Europa (pro Person und Jahr):

  • bis 1700 – 500 Gramm im Jahr
  • um 1800 : etwa 2 kg
  • ab 1900 : 6 kg 
  • ab 1950 : 15 kg (Nachkriegsboom)
  • 1990 : 35 kg (Zunahme der Süssgetränke)
  • 2012 : 67 kg (wegen HFCS,  High Fructose Corn Sirup in Fertigprodukten)

Unser Körper hat über Millionen von Jahren ein wundervolles System entwickelt, um mit dem Zucker umzugehen. Die Bauchspeicheldrüse schüttet das Insulin aus (usw.). Dieses System wurde entwickelt und getestet für 500g Zucker im Jahr. Heute konsumieren die meisten Menschen das Hundertfache oder noch mehr. Kein Wunder, wird man davon krank…

Und wo genau ist der ganze Zucker, den wir angeblich essen? Keiner glaubt, dass er 180 g, am Tag essen könnte. Nun, mit einem Fruchtjoghurt und einer Flasche Fanta hat man die Menge bereits erreicht. Der Zucker ist in den Produkten schon drin. Nur wenig wird als Haushaltszucker dazugestreuselt. Also: Packung beachten. Hier ein Link zu Beispielen von verstecktem Zucker:

Der gute Vorsatz ab heute lautet: Null Zucker…

BILD
Lebenslinien I / 66cm x 47cm / Filzstift auf Aquarellpapier / 2006, Nr.06-028 / CHF 250.-


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