Mein Lieblingsbuch

Tag 3: Mein Lieblingsbuch
Ist das jetzt nicht ein Ding? Sollte ich mich tatsächlich aufraffen, einen neuen Artikel zu verfassen? Wie wird der Börsenmarkt auf diese Ankündigung reagieren?
Okay. Gut. Mein Lieblingsbuch. Das ist eine Frage, die mir in meiner Tätigkeit als Axt nicht sooo selten gestellt wird, und immer setzt sie mich dermaßen unter Druck, dass ich den Fragesteller am liebsten dafür ohrfeigen würde, mich in eine so unangenehme Situation gebracht zu haben.
Das liegt nicht daran, dass da ein unheimlich peinlicher Romantikschinken inkl. unheimlich gräßlichem Cover auf der Nummer 1 sitzt, sondern es ist einfach so: ich habe kein Lieblingsbuch. Wirklich nicht. Was Literatur angeht, bin ich skandalös promisk. Ich bevorzuge die Affäre, nicht das Eheversprechen. Strohfeuer statt Langzeitbeziehung. Und so weiter.
Es ist ja nun so, dass unterschiedliche Lebensphasen, Stimmungen, Anlässe oder Uhrzeiten jeweils unterschiedliche Ansprüche an die begleitende Literatur stellen. Oder wer von Euch liest im frischverliebten Hormonrausch begeistert Houellebecq?
Aber weil ich andererseits kein Spielverderber sein will bin, habe ich immerhin eine kleine willkürliche Liste einiger All-Time-Evergreens angefertigt, generöserweise mit Link zur passenden Rezension:
David Foster Wallace: A supposedly fun thing I'll never do again. 
Neil Gaiman: Anansi Boys.  
Haruki Murakami: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt. 
Willy Russell: The Wrong Boy. 
Arto Paasilinna: Der wunderbare Massenselbstmord. 


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