[Mein Buch Projekt] Zoeys Traummann – Kurzgeschichte Teil1/4

Hallo ihr Lieben

Ich habe in letzter Zeit sehr wenig gepostet, weil es ein etwas anstrengendes Jahr war. Jetzt möchte ich euch aber gerne meine Kurzgeschichte vorstellen.

Ich habe sie in vier Teile aufgeteilt und werde alles zwei Tage ein neues Stück veröffentlichen.

Ich würde mich wahnsinnig freuen wenn ihr mir eure Meinung dazu sagen würdet. Es ist das erstemal das ich so etwas veröffentlich und von daher bin ich ein ganz wenig aufgeregt. Okay, eher ganz viel

Worum geht es?

Es geht um Zoey die in New York lebt und ihre Familie zu den Feiertagen besuchen will.

Das Schicksal hat aber einen anderen Plan für sie.

Stell dir mal vor, du willst deine Familie über Silvester besuchen. Du hast sie schon zu Weihnachten nicht besuchen können und freust dich nun wahnsinnig deine Eltern und Geschwister wieder zu sehen. Das Schlimmste was passieren kann ist mir passiert, und doch war es auch das Beste was mein ganzes Leben verändert hat. Ich hatte damit gar nicht gerechnet und dann war es doch einfach da. Ohne Vorwarnung, ohne Hinweis hat es mich einfach gepackt und nicht mehr gehen lassen.

Warum, und vor allem, was, wollt ihr jetzt vielleicht wissen.

Das will ich euch nun erzählen.

24.12.2015 - 19:56 Uhr

Ich stehe mitten in New York und fühle mich vollkommen alleine und verlassen. In dieser Stadt leben so viele Menschen, mehr als acht Millionen, und es kommen täglich so viele Touristen nach NY und doch kann man sich einsam fühlen.

Ich bin gerade auf dem Weg in mein Apartment um Weihnachten zu feiern. Alleine mit meiner Katze Lucy. Eigentlich wollte ich zu Hause feiern, mit meinen Eltern und meinen Geschwistern. Die Betonung liegt auf - eigentlich, bis mein Chef, der Arsch, etwas dagegen hatte. Gestern stand er mit hochrotem Kopf vor mir und hat rumgebrüllt wie ein wild gewordener Pavian.

„Sie fahren morgen nirgendwohin, sie kommen gefälligst zur Arbeit. Wie kann man nur so egoistisch sein und nach Hause wollen. Alles geht hier den Bach runter und sie wollen gemütlich um den Tannenbaum sitzen und Weihnachtslieder trällern. Wenn sie morgen nicht auftauchen brauchen sie gar nicht wiederkommen. Haben sie mich verstanden?"

Er hat gar keine Antwort von mir abgewartet und ist in sein Büro verschwunden. Ich dachte schon dem platzt gleich sein Kopf, so rot ist er geworden.

Vielleicht als kleine Erklärung, ich arbeite in einem kleinen Restaurant mitten in Manhattan. Mein Chef hat sich in den Kopf gesetzt auch Heiligabend zu öffnen. Die Leute wollen nun mal die Feiertage genießen, meint er.

An seine Mitarbeiter hat er da nicht gedacht. Ihm ist es auch egal, weil er Single ist und nur für seine Arbeit lebt. Wenn man sich das genau überlegt ist das schon traurig das es Menschen gibt die nur für ihre Arbeit leben und fast keine sozialen Kontakte haben. Keine Familie, Freunde - für mich wäre das mein Untergang. Ich liebe meine Familie und Freunde und kann mir nicht vorstellen ohne sie zu sein. Auch wenn ich gerade alleine bin, hier in New York lebe ich noch nicht lange und habe bisher nur ein paar Bekannte, weis ich dass meine Familie und Freunde immer für mich da sind.

Aber ich schweife vom Thema ab.

Ich stehe also mitten in New York, einsam und habe eigentlich keine Lust alleine zu Hause zu sitzen. Aber was soll ich machen, bis nach Hause sind es 14 Stunden Autofahrt. Ein Flug ist zu teuer und mit dem Zug zu kompliziert.

Ich gehe in meine Wohnung und werde von Lucys lautem Miauen begrüßt. Sie spricht mit mir, ich weiß das hört sich für manche verrückt an, aber wer eine Katze von Baby an großgezogen hat, der kennt das vielleicht. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man merkt das jemand da ist der sich freut wenn man wieder da ist.

Ich setzte mich mitten im Flur auf den Boden und Lucy klettert auf meinen Schoß. Sie reibt sich an mir und legt sich laut schnurrend auf meinen Schoß.

Sie verlangt ihre Streicheleinheiten.

Ich stehe mit ihr auf dem Arm auf, was mir ein leises Miauen einbringt, weil ich sie hoch gehoben habe.

Gemeinsam gehen wir ins Wohnzimmer zum Sofa. Ich trete meine Schuhe einfach in eine Ecke und werfe meine Jacke über die Sessellehne. Ich schalte den Fernseher an und kuschele' mich mit Lucy auf die Couch.

Draußen schneit es in dicken Flocken, ganz langsam fallen sie an meinem Fenster im 3. Stock vorbei zu Boden. Selbst eine Großstadt wie New York kann ruhig und friedlich aussehen wenn es geschneit hat. Das hat immer etwas magisches an sich wenn es gerade frisch geschneit hat. Der Schnee ist noch ganz weiß und liegt glatt und unberührt da. Es wirkt dann so friedlich und neu. Es ist schwer zu beschreiben, aber mich überkommt dann immer so eine innerliche Ruhe.

Auch jetzt wo ich die dicken Flocken sehe. Es erinnert mich an eine Schneekugel die man gerade geschüttelt hat.

Ich schließe die Augen und versuche mich ein wenig zu entspannen, da ich bereits seit heute Morgen um halb fünf auf den Beinen bin. Um sechs war ich bei der Arbeit und hatte vor einer Stunde erst Feierabend gemacht. Ich war fix und fertig nach den vielen Stunden, aber was macht man nicht alles um seinen Job zu behalten. Ich arbeite als Köchin und der Laden wo ich jetzt bin hat einen super Ruf. Ich will dort nicht für immer bleiben, ich will es nur als Sprungbrett nutzen.

Mein Traum ist es später ein eigenes Restaurant in meiner kleinen Heimatstadt Darlington zu eröffnen. Diesen Job habe ich über Vitamin-B bekommen. Die Mutter einer Freundin hatte mir den Job und auch die Wohnung besorgt.

Sie ist zwar nicht groß, eine Wohn-Ess-Küche, eine Mini-Bad und ein Schlafzimmer, aber für mich reicht es. Das Beste an der Wohnung ist die halbwegs günstige Miete, zumindest wenn man mit New Yorker Maßstäben misst.

Langsam schlafe ich ein und gleite in einen Traum den ich schon öfters hatte.

Ich bin auf dem Weg zu meinen Eltern und habe unterwegs eine Autopanne. Dann will ich einen Abschleppdienst anrufen und verwähle mich natürlich. Eigentlich ist dieses Detail vollkommen belanglos, aber jedes Mal wenn ich nachher an den Traum denke habe ich das Gefühl das es vielleicht doch nicht so egal ist.

Neben mir hält ein Auto und der Fahrer steigt aus. Er kommt zu mir ans Auto und fragt ob er mir helfen kann. Wir reden kurz mit einander und dann schleppt er mein Auto in eine Autowerkstatt. Bisher nichts besonderes, aber dann wird mein Traum interessant.

In der Werkstatt steht gerade ein Mann und wischt sich sein Gesicht mit einem Tuch ab. Ich kann nicht wegsehen. Er trägt eine zerrissene und schmutzige Jeans, sie ist voller Öl und Schmiere. Dazu trägt er ein enganliegendes Shirt was seine Muskeln zeigt. Er hat erstaunliche Oberarme und durch den Stoff kann man seine muskulöse Brust und seine Waschbrettbauch sehen. Ich schmelze schon dahin, dabei habe ich noch nicht einmal sein Gesicht gesehen.

Langsam lässt er das Tuch sinken und es ist nun vollkommen um mich geschehen. Seine dunklen Haare sind zerzaust, was ihm aber steht. Dann sehe ich in seine Augen - sie sind strahlend Blau. Eigentlich dachte ich immer dass ich braunen Teddybärenaugen mag, aber diese hier waren der Wahnsinn.

Als wenn man in der Karibik ins Meer schauen würde.

Ich merke gar nicht dass ich ihn immer noch anstarre, bis er *Hallo* sagt, was aber eher wie eine Frage klingt. Hatte er mich vorher schon einmal angesprochen?

Und dann wache ich auf. Mein Handy klingelt.


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