Mauerstreit unter Westdeutschen

Mauerstreit unter WestdeutschenEs ruft hinein in den Wald. Und dann ruft der Wald zurück. "Vielen Dank an Erich Honecker für 28 Jahre Schutz vor Ostdeutschen", kommentiert ein Werner Ballheimer im Internet-Angebot der ehemaligen Jugendzeitung "Junge Welt", die es zu den nationalen Mauerbaufesttagen verstanden hatte, mit einer innovativen Würdigung der großen Leistungen der kleinen DDR für Weltfrieden, Nachhaltigkeit und guten Cola-Geschmack zu würdigen. "Ich würde gern helfen, die Mauer wieder zu errichten und die Ostdeutschen wieder nach Hause zu bringen", bietet Ballheimer weiterhin an.

Ein Mann, ganz nach Willen von JW-Chefredakteur Arnold Schölzer, der selbst Westdeutscher ist, nach seiner Flucht in den Osten unter dem Decknamen „André Holzer“ als inoffizieller Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit spitzelte und bis heute nicht verwunden hat, dass ihn der verhasste heimische Westen auch im Osten irgendwann wieder einholte.

"Schade, daß die Mauer nicht 100 Jahre gestanden hat", beklagt Ballheimer im Mauerstreit unter Westdeutschen. Schölzel, der von der DDR soviel weiß, dass er der DDR auf der "Junge Welt"-Titelseite für "28 Jahre Club Cola" danken lässt, obwohl die Club Cola es wegen der Gnade ihrer erst auf das Jahr 1967 datierenden Geburt nur 23 Jahre in der DDR aushalten musste, sieht das genauso. Zwei Maueropfer unter sich. Zwei Menschen, die zu bedauern sind.


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