Marschieren für die Ehre

47 Jahre nach dem Martin Luther King seine berühmte "I have dream" gehalten hat und damit die Menschen bewegt hat, kam es an dem selben Ort zu einer neuen Demonstration.
Diese wurde allerdings von Anhängern der rechten Tea-Party veranstaltet, welche sich ein nationalistischers und christlicheres Amerika wünschen.

Gott zuwenden

Allein das Motto der Demo hätte Martin Luther King wohl für eine Beleidigung gehalten, die Demonstration lief unter dem Namen "Restoring Honor" (Die Ehre wiederherstellen). So sahen es auch viele liberale Bürgerrechtler, die die Wahl des Ortes als einen Affront gegen die Ideale der Bürgerrechtsbewegung sahen.
Während Martin Luther King sich für eine Gesellschaft ohne Vorurteile und Diskriminierung eingesetzt hatte und sich für die freie Meinungsäußerung aussprach, da hängen die Tea-Party-Aktivisten veralteten Idealen an.
So wollen sie ein Amerika schaffen, dass sich Gott zuwende und nicht an der Trennung von Staat und Religion festhalte.
In Präsident Obama sehen sie einen Sozialisten, der überall eine staatliche Einmischung wolle, auch wenn diese Einschätzung nicht durch seine Politik bestätigt werden kann.

Ehre und Glauben

Die Demonstration wurde unter anderem von der ehemaligen republikanischen Vize-Präsidentschaftskandidatin, Sarah Palin, unterstützt. Diese rief den Demonstranten auch zu: "Wir müssen Amerika wiederherstellen, wir müssen die Ehre Amerikas wiederherstellen"
Sarah Palin steht schon seit längerer Zeit der Tea-Party nahe und hat ihre Anhänger hauptsächlich unter rechtsgerichteten Amerikanern.
Bei weitem nicht alle Amerikaner sind allerdings zufrieden mit ihren Einstellungen und so äußerte sich auch Martin Luther Kings Sohn zu diesen Demonstrationen:"Mein Vater verteidigte das Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber der Traum meines Vater schloss hasserfüllte Rhetorik genauso aus wie jede Form von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund von Rasse, Glaube, Herkunft, sexueller Ausrichtung oder politischer Überzeugung."
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