Marco

Marco

Neni, München

Noch wollte ich Parship nicht aufgeben.
Einem gab ich noch die Chance.
Und diese Chance ging an... Marco.
Vorab: Die Chance hätte ich mir schenken können!
Marco´s Profilbild punktete sofort bei mir. Er strahlte Ruhe, Ausgeglichenheit und Freundlichkeit aus. Er schien groß zu sein und sein Klamottenstil lies mich erahnen: Hoppla, ein Kreativer! - Genau mein Ding. Einige Chats und einige Telefonate später bestätigte sich mein Eindruck.
Wir hatten viele Gemeinsamkeiten und den gleichen Humor. Es fühlte sich an, als ob ich Marco schon ewig kennen würde, deshalb sagte ich "Ja!" zu einem Date.
Das war auch das erste Date bei dem ich tatsächlich etwas nervös war.
Wir verabredeten uns zum Essen im Restaurant und Bar Anna am Stachus.
Und es bestätigte sich leider mal wieder viel zu schnell: Die meisten Männer sind nur aus der Ferne schön! Und diese Aussage gilt nicht dem äußeren Erscheinungbild!
Auch Marco hatte mit seinem Profilbild nicht gelogen.
Jedoch: Das Wesen eines Menschen ist unergründlich! *g*
Wir begrüßten uns wie alte Freunde, jedoch... er war nervös, hippelig, aufgedreht und schwitzte! Ich dachte zuerst: Junge, der ist ja ganz schön aufgeregt und gab ihm die Zeit sich an mich zu gewöhnen. Aber Pustekuchen! Er wurde von Minute zu Minute aufgedrehter und fing an sich eigenartig, gar komisch zu verhalten. Einmal kam er ganz nah an mein Gesicht und schaute mir mit einem seiner Augen prüfend in eines meiner Augen, um meine Augenfarbe festzustellen und wirkte dabei in seiner großen, schlaksigen Art wie ein verrückter Professor. Ein anderes Mal legte er seinen Arm um mich und zog ihn nach 2, 3 Sekunden wieder zurück und das in einer Dauerschleife von gefühlten 10 Minuten... Arm hin, Arm weg... Arm hin, Arm weg... in GROßEN GESTIKULIERUNGEN. So, als ob er eine Choreographie ausarbeiten würde. Ich hatte keine Ahnung wie wir auf die anderen Restaurantbesucher gewirkt haben mussten, es war mir auch egal, aber für mich war nach einer Stunde klar: Der Typ nimmt Substanzen zu sich die nicht gut für ihn sind! ... und wir hatten noch nicht gegessen! Es schien ein langer Abend zu werden.

Marco

Neni, München

Wir verstanden uns wirklich gut, lachten... aber seine Aufgekratztheit ging mir zunehmend auf den Keks. Also dachte ich mir: Der Junge braucht vielleicht nur noch etwas Alkohol! - viel Alkohol! Ganz viel...um runter zu kommen... da muss es doch bestimmt einen Cool - Down - Knopf geben.
Ich zog mit ihm weiter ins Neni am Hauptbahnhof. Ab an die Bar im ersten Stock. In dem stylischen Umfeld sollte er sich als Kreativer ja wohl heimisch fühlen.
Eine Stunde und zwei Drinks später: Er war müde. Von jetzt auf gleich! Spooky. Der Schuss mit der Heimeligkeit ging gründlich nach hinten los! ;-)
Er wollte gehen... und da ging er auch - ohne mich!

Marco

Neni, München

Als ich zu Hause ankam merkte ich, dass mich der Abend ganz schön angestrengt hat, ich war regelrecht erschöpft.
So nett Marco auch war, aber eine Beziehung mit ihm konnte ich mir nicht vorstellen, noch nicht mal als Freund würde ich ihn einen ganzen Abend ertragen können. Ich glaube, er sah es genauso, denn er meldete sich nicht mehr. Entweder aus Scham oder weil auch er etwas anderes erwartet hatte.
Resume: Man sollte sich nicht immer treffen! Manchmal sollte man sich den Witz und die Freude am flirten bewahren und ausschließlich auf die Onlinewelt beschränken.

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