Mara Andeck


Mara Andeck

Copyright: Olivier Favre.


Stell Dich doch bitte kurz den Lesern vor!
Ich bin Mara Andeck, ich lebe mit meinem Mann, zwei Töchtern und einem Hund in einem kleinen schwäbischen Dorf. Ich bin Journalistin und schreibe Bücher für Jugendliche und Erwachsene.
Wie bist Du zum Schreiben gekommen und seit wann schreibst Du? Wer oder was beeinflusste Dich in der Wahl deines Berufes als Autorin? Übst Du nebenher noch einen weiteren Beruf aus und wenn ja, welchen?
Als Journalistin schreibt man täglich, zum Beispiel Artikel, Radiobeiträge, Texte für Sachbücher.  Wenn man wie ich freiberuflich arbeitet, hat man manchmal sehr viel zu tun, aber dann gibt es auch Zeiten, in denen man weniger Aufträge hat. Solche Phasen habe ich schon seit vielen Jahren dazu genutzt, um eigene Geschichten zu schreiben.
Der Weg von einer Idee zum fertigen Manuskript: Wie sieht dein Schreib-Alltag aus bzw. wie gestaltest du das Schreiben?
Vormittags bin ich allein, dann plotte ich oder schreibe neue Szenen. Nachmittags, wenn ich immer mit Störungen durch die Familie rechnen muss, recherchiere ich oder überarbeite meine Texte.Fürs Überarbeiten ist es nämlich oft sogar ganz gut, wenn ich mich zwischendurch mal mit etwas ganz anderem befassen muss. Dadurch bekomme ich die nötige Distanz zum Text und sehe ihn mit anderen Augen.
Wie bist du auf die Idee zu deinem Buch „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ gekommen?
Die Idee entstand zuhause am Mittagstisch. Meine Tochter, damals 16 Jahre alt, musste ein Referat halten und hat dafür das Thema "tierisches Balzverhalten" gewählt. Sie hat uns dann immer beim Essen von ihren Forschungsergebnissen erzählt und natürlich haben wir sofort alles auf den Menschen übertragen und herumgeblödelt. Das war so witzig, dass ich ein paar dieser Dialoge aufgeschrieben habe. Und irgendwann war da dann die Idee, daraus ein Buch zu machen. Meine Tochter war einverstanden, wenn die Hauptfigur keine Ähnlichkeit mit ihr und ihrem Leben haben würde. Das habe ich ihr versprochen und natürlich auch gehalten
Um was geht es in dem Buch?
Es geht um Lilia, 16, ein chaotisches, aber sehr warmherziges und witziges Mädchen, das Regeln sucht, nach denen das Leben und die Liebe funktioniert. Lilia muss ein Referat über das Balzverhalten der Tiere halten und überträgt ihr neues Wissen einfach auf den Homo sapiens. Sie möchte wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, um ihren Schwarm Jakob zu erobern. Sie kommt damit auch sehr weit, aber sie übersieht etwas. Es gibt nämlich ein paar Unterschiede zwischen Mensch und Tier. 
Hat es eine Moral?
Eine Moral nicht. Aber das Buch zeigt, wie sehr man sich manchmal irren kann, wenn man von etwas felsenfest überzeugt ist. Und hoffentlich auch, wie bunt und schön und witzig das Leben sein kann.
Hast Du beim Cover mit entscheiden dürfen? Oder hat das der Verlag entschieden, bist Du zufrieden mit dem Cover, hat es für dich eine Bedeutung?
Das Cover hat der Verlag gestaltet und das ist gut so, denn davon verstehe ich nichts. Ich habe mich sehr gefreut, als ich es zum ersten Mal sah, denn es ist ein richtiges Gute-Laune-Cover. Es sieht für mich nach Sonne und Himbeereis und Küssen aus. Das passt.
Wie entstehen die Protagonisten Deines Buches? Sind Deine Figuren immer rein fiktiv oder haben sie auch ab und an mit realen Personen in Deinem Leben zu tun?
Meine Figuren sind rein fiktiv, alles andere wäre mir zu langweilig. Wenn ich echte Menschen beschreiben will, kann ich über sie ja genauso gut einen Artikel schreiben. Aber Alltagsgegenstände, Gesten, die ich beobachte, Dialoge, die ich mitangehört habe, die baue ich oft in die Handlung ein.
Wie kommst du auf die Namen deiner Charaktere?
Ganz spontan. Ich stelle mir die Person vor und schreibe den Namen hin, der mir zuerst einfällt.
Wie hat es sich angefühlt, dein eigenes Buch das erste Mal in den Händen zu halten?
Das war wundervoll. Eine Gedankenwelt, erst im Kopf, dann auf dem Bildschirm und jetzt plötzlich zum Anfassen. Und dann fühlt sich das Cover ja auch noch richtig gut an. Wirklich, ein toller Moment!
Welches gelesene Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ganz viele! Ich habe ein ganzes Regalfach mit meinen wichtigsten Büchern. Da gibt es ein Buch, das ich immer lese, wenn ich krank bin: Pu der Bär. Das wirkt bei mir wie Medizin. Dann einige, die meine Laune zuverlässig verbessern, zum Beispiel die Bücher von Walter Moers und die Känguruh-Chroniken von Marc-Uwe Kling . Dort stehen auch Jugendbücher, die ich immer wieder gern lesen, die von Astrid Lindgren und die „Rote Zora“ von Kurt Held zum Beispiel. Und viele Bücher, die ich klug finde, die aber immer auch unterhaltsam sein müssen. „Alles, was wir geben mussten“ von Kazuo Ishiguro ist eines dieser Bücher. 
An welchem neuen Buchprojekt arbeitest du gerade? Auf was dürfen wir und als nächstes freuen? Kannst Du den Lesern schon etwas vorab verraten?
Ich arbeite gerade am zweiten Band von Lilias Tagebuch. Im ersten Band hatte Lilia ja ein Bioreferat in ein Experiment fürs Leben verwandelt. In der Fortsetzung startet sie einen großen Freilandversuch, um der wahren Liebe ein Stück näher zu kommen. Tarzan und Jane waren gestern. Jetzt kommen Lilia und – nein, das verrate ich nicht!  

Recherchierst Du vor Ort oder fließt sehr viel Phantasie in Deine Bücher mit ein?
Ich recherchiere sehr viel, einfach, weil es mir Spaß macht. Wenn ich eine Szene am Froschteich schreibe,gehe ich vorher an einen solchen Teich und mache mir Notizen.
Gibt es etwas das du beim Schreiben immer bei dir hast?
Mein Hundetier liegt immer unter meinem Schreibtisch.

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