Lufthansa akzeptiert den Rettungsplan der Bundesregierung

Der Lufthansa-Konzern hat den von der deutschen Regierung vorgeschlagenen Rettungsplan akzeptiert, nachdem er im Rahmen seiner Verhandlungen mit der Europäischen Kommission die darin enthaltenen Bedingungen übernommen hat, wonach die Fluggesellschaft eine Kapitalspritze von rund 9.000 Millionen Euro erhält und der Staat rund 25% des Kapitals übernimmt.

Der Vorstand des Unternehmens hat in einer Sitzung am Samstag (30.05.2020) die Bedingungen akzeptiert, die Deutschland Brüssel angeboten hat, um der Fluggesellschaft über den Bundesfonds zur wirtschaftlichen Stabilisierung Kapital zuzuführen, wie das Unternehmen mitteilte.

Lufthansa akzeptiert Rettungsplan Bundesregierung

Lufthansa akzeptiert den Rettungsplan der Bundesregierung

Lufthansa versichert, dass diese Bedingungen gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag gesenkt wurden. Allerdings werden sie anderen Unternehmen auf den wichtigsten deutschen Flughäfen "Slots" zur Verfügung stellen müssen.

Insbesondere muss das Unternehmen bis zu 24 "Slots" pro Tag sowie Start- und Landerechte an den Flughäfen Frankfurt und München an einen Wettbewerber übertragen.

Die Betriebsübergabe erfolgt im Prinzip über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren an ein neues Unternehmen, das auf diesen Flughäfen nicht präsent ist, über ein Ausschreibungsverfahren. Wenn keine Interessenten gefunden werden, wird ein Ausschreibungsverfahren unter den bereits auf den Flughäfen tätigen Personen eingeleitet.

Darüber hinaus darf keine andere europäische Fluggesellschaft, die ebenfalls im eigenen Land gerettet wurde, um die Slots konkurrieren, die Lufthansa aufgeben wird.

Lufthansa plant nach wie vor, die Zustimmung zu ihrer Rettung sowohl ihrem Aufsichtsrat als auch den Aktionaeren auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung zu unterbreiten.