Louis van Gaal – Trainer mit Ablaufdatum

Credit: flickr/b.schrade

Nach wochenlangem Ringen haben die Münchener Vereinsbosse am Montag ein Machtwort gesprochen: Bis zum Saisonende darf Louis van Gaal noch Trainer bleiben, danach sucht der FC Bayern einen Nachfolger für den eigenwilligen Holländer. Ob sie sich damit einen Gefallen getan haben?

 

In der Politik bezeichnet man einen Politiker in dieser Situation als „lame duck“ – er darf zwar bleiben, doch zu sagen, hat er nichts mehr. Der FC Bayern wird nun die verbleibenden neun Spieltage mit einem „lame duck“-Trainer bestreiten. Und hat durchaus noch hohe Ziele, allen voran die Champions League-Qualifikation. Am 30. Juni 2011 muss van Gaal dann gehen. Darauf hat sich der Verein mit dem Trainer am Montag geeinigt.

Eine klare Entscheidung wäre das Beste gewesen

Lange Zeit zeigten sich die Münchner Bosse ihrem Trainer gegenüber loyal. Trotz schwacher Hinrunde und schleppender Rückrunde hielten die Bosse stets an ihrem Trainer fest, der schließlich in der Vorsaison noch von allen über den grünen Klee gelobt worden war. Doch nach der Niederlage beim Tabellendritten Hannover 96 schien den Vereinsbossen plötzlich bewusst zu werden, was beim Rekordmeister auf dem Spiel steht.

Eine Entscheidung musste her, und als sie diese zwei Tage später verkündeten, schauten einige nicht schlecht: Zwar muss van Gaal gehen, doch erst am Saisonende. Eine nicht leicht nachvollziehbare Entscheidung in der derzeitigen Lage des FCB. Sind sie zu dem Schluss gekommen, dass Louis van Gaal seiner Aufgabe nicht mehr gewachsen ist, wäre eine klare Entscheidung für alle Seiten das Beste gewesen, und im Profi-Fußball, der nicht zuletzt ein Millionen-Business ist, sogar eine unbedingt notwendige. Stattdessen haben sie einem ohnehin schon schwächelnden Coach noch weiter die Handlungsgrundlage entzogen, jetzt, wo die Bayern so dringend eine starke Hand bräuchten.

Damit dürften sich die Bosse keinen Gefallen getan haben. Aus Angst eine klare Entscheidung zu treffen, haben Sportdirektor Christian Nerlinger und Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge sich für einen Übergangszustand entschieden, einen Schwebezustand, dessen Auswirkungen auf die Mannschaft und die weitere Saisonplanung jetzt noch nicht absehbar sind.

Bastian Weber bloggt zum DFB Pokal und zur 2. Bundesliga


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