Logistik im Ecommerce – verschaffen Sie sich den Überblick

Die Anforderungen an Onlineshops hinsichtlich Versand sind immens. Amazon setzt die Standards, und die Erwartungen der Shopkunden passen sich dem an. Die Lieferung sollte innerhalb kürzester Zeit, perfekt gepackt, beim Kunden sein. Die Retouren sollten ähnlich reibungslos verlaufen, wie die Bestellung selbst. Studien belegen, dass der Lieferservice, direkt nach dem Preis, das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Wahl eines Shops ist. Doch wenn ein Onlinehändler über verschiedene Portale verkauft und zusätzlich ein stationäres Geschäft betreibt, stoßen Händler oftmals an die Grenzen der bestehenden Systeme. Deshalb ist eine prozessorientierte Logistik ein entscheidenter Erfolgsfaktor. Aufgrund dessen haben wir uns entschieden dem Thema Logistik im Ecommerce eine mehrteilige Serie zu widmen.

Logistik im Ecommerce – verschaffen Sie sich den Überblick

In Anlehnung an den Ecommerce Prozess unterteilt sich die Serie in die folgenden vier Teile:

  1. Logistik im Ecommerce - verschaffen Sie sich den Überblick
  2. Logistik im Ecommerce - Wareneingang und Lagermanagement
  3. Logistik im Ecommerce - Versandprozess effizient gestalten
  4. Logistik im Ecommerce - Retourenprozess als Chance nutzen

Der Begriffe Warenwirtschaft und ERP kurz erklärt

Warenwirtschaft: Die Schaltzentrale des Händlers, in der möglichst alle Informationen aus den unterschiedlichen Vertriebskanälen, sowie von Lieferanten, Kunden und angeschlossenen Dienstleistern zusammenlaufen. Es unterstützt vorrangig die Beschaffung, Bedarfsermittlung, Lagerhaltung und gibt Aufschluss über die Kapitalbindung.

Enterprise-Resource-Planning (kurz: ERP): Im Gegensatz zur Warenwirtschaft versteht sich das ERP-System umfassender und deckt Bereiche aus Rechnungswesen, Verkauf und Marketing ab. Es beschreibt den optimierten Einsatz vorhandener Ressourcen in einem Unternehmen. Spezielle Lösungen für Online-Händler konzentrieren sich in der Regel auf den Versandhandel mit Schnittstellen zu CRM Systemen.

Logistik im Ecommerce ist ein entscheidender Erfolgsfaktor

Durch Software gestützte Logistik im Ecommerce können neben Zeit, auch Fehler reduziert werden und gleichzeitig eine höhere Transparenz erzielt werden. Eine prozessorientierter Ansatz ohne Medienbrüche ist dabei wichtig.

Bei shopcloud beispielsweise können Lagerbestände auf Basis der Zu- und Abgänge automatisiert überwacht werden. Das Erreichen der Meldebestände veranlasst eine Nachbestellung beim jeweiligen Lieferant unter Anbetracht der Lieferzeit. Per Knopfdruck lässt sich ermitteln, welche Artikel nachbestellt werden müssen. Für die Nachbestellung liefert die Software alle nötigen Informationen. Je nach Umfang kann selbst die Nachbestellung über eine Schnittstelle zum Lieferanten abgebildet werden. Auch das Picken der Waren und die Kommunikation mit dem Kunden kann das shopcloud System aus dem Standard. Nachdem die Bestellung auf Richtigkeit überprüft wurde, können die Lagermitarbeiter die Packliste mit Lagerort der Produkte ausdrucken. Gleichzeitig erstellt das System den Retourenschein sowie die Rechnung, um diese Dokumente dem Paket bei zu legen. Nachdem dieser Arbeitsschritt abgeschlossen ist, erhält der Kunde die Versandinformation per Email zugestellt. Automatisierte Prozesse reduzieren die Fehlerquellen. Denn bei manuellen Abläufe könnte beispielsweise der Email Versand schlicht weg vergessen werden. Ein einheitliches ERP System erhöht außerdem die Transparenz. Onlinehändler können sich zum Beispiel jederzeit anzeigen lassen, mit welchen Kunden oder Produkten der meiste Umsatz erzielt wird oder wie viele Pakete zum Versand anstehen.

Kann man Logistik nicht outsourcen?

Durch die Komplexität der Logistik stellt sich Onlinehändlern häufig die Outsourcing Frage. Das Outsourcen der Logistik wird unter dem Namen Fulfillment zusammengefasst und umfasst die folgenden Punkte:

  • Lagerhaltung
  • Kommissionierung
  • Verpackung
  • Versand und Tracking
  • Rechnungswesen
  • Zahlungsabwicklung
  • Mahnwesen
  • Retouren-Management
  • Support

Natürlich ist die Abgabe einzelner Geschäftsvorgänge, wie der Warenlogistik, Vertrauenssache. Outsourcing ist immer ein Stück Kontrollverlust. Ein erfahrener Partner ist wichtig, um Probleme und Reibungsverluste gering zu halten. Die Vorgänge, gerade bei Lagerhaltung und Konfektionierung, müssen für eine Übernahme durch Spezialisten taugen. Wenn kein Bestell- und Liefervorgang dem anderen gleicht, kann auch der beste Logistikpartner keinen Vorteil herausholen. Dann ist das individuelle Branchenwissen des Händlers selbst gefragt. Rentabel ist das Fulfillment durch einen Dienstleister besonders, wenn mehr als 1.000 Sendungen pro Monat zu bewältigen oder auch starke saisonale Schwankungen vorliegen.

Fazit

Logistik im Ecommerce ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für jeden Onlinehändler. Dabei sollte die Frage Make or Buy abgewogen werden. Für Onlinehändler die sich für eine eigene Versandabwicklung entscheiden, ist ein integriertes ERP-System mit hohem Automatisierungspotential unumgänglich.

Im nächsten Teil der Serie erfahren Sie mehr über Wareneingang und Lagermanagement.

Referenzen:
  • http://t3n.de/tag/erp
  • http://ecommerce-leitfaden.de/download/ECL/E-Commerce-Leitfaden.pdf
  • http://www.ecommerce-leitfaden.de/shop-systeme-warenwirtschaft-und-versand-so-verkaufen-online-haendle.html
  • https://www.shopanbieter.de/to-go/ausgaben/ausgabe-8.php

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