Linux elitär betrachtet

Linux elitär betrachtetSystemd ist der Name des für den Start eines Linux-Systems verantwortlichen Prozesses. Und dieser Dienste-Manager legt mal wieder die elitäre Denke so mancher „Linux-Fanboys“ ziemlich deutlich offen.

Einen Patch für die Beseitigung eines gravierenden Fehlverhaltens von Systemd dürfte es ja bald geben, ob aber auch mal ein Patch gegen die immer wieder berichteten selbstherrlichen und elitären Klopfer mancher Linux-Fans herausgegeben wird, ist wohl mehr als fraglich.

Da ist soviel Narzissmus und Überheblichkeit im Spiel, dass das freie Betriebssystem wohl vorher erst in „Trumpix“ umbenannt werden muss. Hier die ganze Geschichte:

Das Problem ist angeblich kein Problem

Wenn Systemd einen Dienst mit den eingeschränkten Rechten eines Benutzers starten soll, dessen Name wie „0nummer“ mit einer Ziffer beginnt, entscheidet Systemd sich stattdessen dafür, ihn mit vollen Root-Rechten auszuführen.

Dieses nicht nur mehr als schräge, sondern auch gefährliche Verhalten rechtfertigte der Sytemd-Architekt Lennart Poettering dann damit, dass Nutzernamen mit Zahlen am Anfang verboten seien, und machte den Fehlerbericht mit „not-a-bug“ dicht. Ein massiver Shitstorm brachte die Entwickler jetzt anscheinend doch noch dazu, das Verhalten von Systemd zu ändern.

Jetzt ist es doch wieder ein Problem

Denn es gab lautstarken Protest, bösen Spott und schließlich sogar einen zynischen frustrierten Seitenhieb von Linux-Gott Linus Torvalds selbst: „Das kommt wohl zum Großteil daher, dass ich ‚init‘ nicht mehr vertrauen kann, das offensichtlich Vernünftige zu tun. Ihr wisst wohl alle, warum“, kommunizierte er eine Entscheidung ohne dabei Bezug zu Systemd auf der Linux-Kernel-Mailing-Liste zu nehmen.

Inzwischen hat das verrückte Verhalten von Systemd auch eine eigene Nummer auf der Schwachstellen-Liste Common Vulnerabilty Enumeration bekommen (CVE-2017-100008).


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