Liebeserklärung an Amerika

Von Stefan Sasse

Liebeserklärung an AmerikaSie sagen immer, man solle nicht in einen oberflächlichen Anti- Amerikanismus abgleiten. Meiner ist aber gar nicht oberflächlich. 
   - Volker Pispers
Volker Pispers findet sich in guter Gesellschaft. Im Bereich der Politik und des politischen Kabaretts nimmt der beiläufige Seitenhieb auf die USA, mal mehr, mal weniger böse, den Platz ein, den im normalen Witz- und Comedy-Verkehr der Humor zu Unterschieden zwischen Mann und Frau hat. Mein eigenes Verhältnis zu den USA war im Verlauf des letzten Jahrzehnts einigen Änderungen unterworfen. Es war der Anti-Amerikanismus, durch den sich meine Politisierung vollzogen hat. Besonders dem Blog USA erklärt verdanke ich einen tieferen Einblick in die amerikanische Psyche, und meine Beschäftigung mit der Geschichte und dem politischen System der USA half mir, Erkenntnisse zu vertiefen und frühere Ansichten zu hinterfragen. Verständlich bleibt Kritik an den USA, oftmals auch nur plumpe (selten feinsinnige) Polemik, denn sie ist immer hilfreich wenn man seine eigene Unabhängigkeit im politischen Denken deutlich machen will. Man stößt praktisch immer auf Zustimmung, wenn man in Deutschland Kritik an den Militäreinsätzen der USA und ihrem machtbewussten Auftreten in der Außenpolitik übt. Zustimmung erntet praktisch jeder Verweis auf die scheinbar mangelnde Kultur der Amerikaner, deren Errungenschaften auf diesem Gebiet irgendwo zwischen McDonalds, Las Vegas und Hollywood lägen. Die inzwischen schon sprichwörtliche Unbildung der Amerikaner, was die Geographie Europas angeht, ist Gegenstand zahlloser meist schlechter Scherze. Das Negativbild, das so über die USA entstanden ist, hat mit der Realität allerdings oft genug wenig gemein. Es wurzelt in trüben Epochen unserer eigenen Vergangenheit, und letztlich dient der Anti-Amerikanismus oft genug dazu, sich selbst der eigenen Großartigkeit zu versichern, auch wenn dazu eigentlich kaum Grund besteht.
Eines der bekanntesten und am häufigsten wiederholten Vorurteile gegenüber den USA ist, dass sie keine Kultur besäßen. Gemeint ist hier meistens, dass es an Malern, Dichtern oder Musikern gebricht, die es mit ihren europäischen Gegenstücken aufnehmen könnten. Das ist teilweise richtig; die ersten Musiker von Weltrang würden erst im 20. Jahrhundert die Bühne betreten, und amerikanische Maler haben nie einen Bekanntheitsgrad erreicht, wie dies etwa Michelangelo oder Rubens getan haben. Es gibt aber genügend amerikanische Dichter und Autoren. Viel schlimmer an diesem Vorurteil aber ist, dass es Quatsch ist. Im 19. Jahrhundert machte sich eine gänzlich neue Kunstrichtung breit, die ihre Anerkennung selbst heute noch sucht: die Fotographie. Viele ihrer Pioniere stammten aus den USA. Als sich um die Jahrhundertwende zudem der Film entwickelte, waren es Amerikaner, die zahllose heute noch berühmte Werke schufen (etwa "Birth of a Nation" von 1915). Das Problem bei diesem Vorurteil ist, dass die meisten Leute die es verwenden selbst keine Ahnung von Kunst haben. Wer hat schließlich je außerhalb der Schule Goethe oder Lessing freiwillig gelesen? Wer setzt sich nach Feierabend vor einen van Gogh anstatt vor die Glotze oder schwelgt in den Klängen Haydns? Die Vorstellung ist absurd. Es handelt sich vielmehr um eine chauvinistische Attitüde.

Liebeserklärung an Amerika

Filmplakat 1915

Amerika hat kulturell etwas bewerkstelligt, was bis dato kein Europäer je auch nur versucht hätte: eine Kultur des Massengeschmacks zu erstellen. Die Autoren, Dichter, Maler und Musiker, die in Europa so als Geistesgrößen verehrt werden (und es sicher auch waren) haben ihre Kultur nur für einen sehr kleinen, erlesenen Kreis gemacht. Sie waren voller Verachtung für andere Schichten, besonders die breite Masse der Bevölkerung, der Bauern und Arbeiter. Für 80% der Menschen in Europa war diese Kunst nie da, nie gedacht. Die Künstler selbst engten ihren Rezipientenkreis meist noch viel weiter ein; Mozart etwa beklagte sich unentwegt über die "langen Ohren", also Menschen, die seine Werke nicht verstanden, und machte seinem Selbstverständnis nach Musik nur für einige ganz wenige. Bei den meisten anderen Künstlern war dies ebenfalls der Fall; viele Maler etwa haben Auftragswerke für reiche Adelige erstellt, die zwar keine Ahnung von den künsterischen Dimensionen, aber immerhin den Geldbeutel hatten sie zu finanzieren. In Amerika dagegen entstand erst auf den Bühnen und in der Belletristik, später dann in Kino und Radio eine Massenkultur, die erste (und eigentlich einzige), die die Menschheit je hervorgebracht hat. Für eine Weile konnte der Kultursnobismus die Oberhand behalten und die "Vermassung" beklagen, was man gerne tat, weil man sich gebildet dabei vorkommen konnte. Spätestens das Ende des Zweiten Weltkriegs aber brach alle Dämme, und der Erfolg der der amerikanischen Massenkultur ist nicht mehr aufzuhalten.
Man kann kritisieren, dass sie flach sei und eigentlich gar keine Kultur. Ich halte das für falsch. Sicher erreicht sie nicht die mehrdeutigen Tiefen, die Schillers Werke auszeichnet. Sicher sind die meisten Hollywood-Produktionen großer Quatsch. Allerdings gilt das für 95% dessen, was zwischen 1770 und 1830 in Deutschland gedichtet wurde auch. Goethe und Schiller sind Ausnahmen, nicht die Regel. Den miesen Rest haben wir nur vergessen. Dazu kommt, dass der Prophet stets am Wenigsten im eigenen Lande gilt. Kultur wurde noch nie von den Zeitgenossen als solche betrachtet. Die Adelung zum Kulturgut, das Erhalten und Verfielfältigen und dann später das Quälen zahlloser Schülergenerationen, kommt immer erst später. Wer weiß, vielleicht werden in 20 oder 30 Jahren in der Schule Filme besprochen, die wir heute lieben und über die die späteren Schüler dann stöhnen werden. Ein anderes Beispiel ist Jazz: die Zeitgenossen sahen es als Negermusik an, als wilden, chaotischen Mist, den ein ordentlicher Mensch nicht hört. Heute gehört das andächtige Lauschen von Ray Charles zum Ausdruck von Kunstverständnis. Werke dieser Massenkultur aber einfach dafür zu kritisieren, dass sie für den Kommerz und damit den Profit gemacht werden ist geradezu hirnissig. Genausogut hätte man Michelangelo und Leonardo da Vinci vorwerfen können, dass sie immer nur für reiche Auftraggeber arbeiten.

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US-Marines bei der Einnahme Saddam Husseins Palast 2003

Etwas, woran sich für gewöhnlich jedoch die meisten Geister scheiden, ist die Rolle der US-Außenpolitik. Ihr wird extreme Prinzipienlosigkeit vorgeworfen, die jegliche Moral über Bord wirft. Der Bellizismus der USA, die gerne bereit sind, mit Waffengewalt gegen unliebsame Entwicklungen in anderen Ländern vorzugehen, ist geradezu sprichwörtlich. Ihre militärische Macht ist erdrückend. Es gibt auf diesem Feld nur wenig zu beschönigen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben sich die USA oftmals wie ein Arschloch benommen. Eine Spur von Blut zieht sich durch viele lateinamerikanische Republiken, wo für den Profit deutlich zu eng mit der Regierung verknüpfter Großkonzerne wie United Fruit demokratisch gewählte Regierungen zugunsten blutrünstiger Diktatoren abgesetzt wurden. In Vietnam wurde rücksichtslos über Jahre eine Bevölkerung bombardiert, mit der man nominell nicht einmal im Krieg war. In Pakistan wurde erst gestern Osama bin Laden erschossen - eine Tat, deren Rechtfertigung vor dem Völkerrecht bestenfalls an einem seidenen Faden hängt.
Es führt zu weit, sich mit all diesen Fällen zu befassen. Neben den bereits erwähnten Interessenverschränkungen muss man den USA immerhin konzedieren, dass sie von der Gefahr kommunistischer Umstürze tatsächlich überzeugt waren (was aus ihren Handlungen selbstverständlich immer noch kein Recht macht). Es ist die Kritik an ihrer Außenpolitik, in der antiamerikanischer Protest, oftmals zu Recht, seinen sichtbarsten Ausdruck findest. Die Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg in den 1960er Jahren und die Demonstrationen gegen den Irakkrieg 2003 übten beide eine gewaltige Anziehungskraft auf Bevölkerungsschichten aus. Zur Ehrenrettung der Amerikaner darf man hier aber nicht verschweigen, dass die Bevölkerung selbst krasse Fehlentwicklungen der Außenpolitik wie Irak und Vietnam selbst korrigiert. Beide Kriege wurden gerade wegen des anhaltenden Protests in den USA selbst beendet. So begeistert eine Bevölkerungsmehrheit auch in falsch verstandenem Patriotismus hinter den Einsätzen stand - es gab stets auch Amerikaner, die Protest geübt haben. Dieser Protest war dabei in den Augen der Exekutive auch nie illegitim. Das Recht auf Meinungsfreiheit und das Ausdrücken dieser Meinungsfreiheit hat in den USA einen sehr viel höheren Stellenwert als hierzulande.

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Bush unterzeichnet den "Patriot Act"

Das gilt auch und im Besonderen für die Pressefreiheit und andere rechtsstaatliche Grundlagen. Das Sensorium der US-Gesellschaft für Einschränkungen auf diesem Feld ist, trotz Abnormitäten wie dem "Patriot Act", unendlich viel feiner als das deutsche. Immer wieder haben Präsidenten versucht, ihre Befugnisse auszuweiten, und selten gelang ihnen das auch. Es gehört zu den Konstanten der US-Geschichte, dass viele dieser Ausweitungen auch wieder rückgängig gemacht wurden. Einer Perversion des US-Systems, der Bevorzugung reicher Kandidaten (der Wahlkampf, der privat finanziert werden muss, ist ungeheuer kostspielig), steht eine echte Gewaltenteilung gegenüber. Wo das deutsche System an dem Problem leidet, dass die Exekutive gleichzeitig Mitglied der Legislative ist und die Handlungsfreiheit des Parlaments damit aus objektiven Zwängen stark einschränkt, sind die Abgeordneten in den USA deutlich freier in ihren Wahlentscheidungen und sind, zwangsläufig, näher am Puls derjenigen, die sie wählen. Paradoxerweise gelingt es vielen Kritikern der USA, zum Einen dieses freiere Element gut zu finden und sich dann auf der anderen Seite darüber zu echauffieren, dass Waffenbesitz und Todesstrafe immer noch nicht abgeschafft sind. Die Mehrheit der Bürger, so schwer das für uns Kontinentaleuropäer auch zu verstehen ist, steht firm hinter diesen Einrichtungen.
Die harte Linie, die die USA oft in der Außenpolitik einnehmen, wird durch zahlreiche Umfragen kontrastiert, denenzufolge die meisten US-Bürger nicht die geringste Ahnung von Geographie haben. So wissen sie nicht, dass Afrika ein Kontinent und kein Land ist, vermuten den Iran in Australien und haben noch nie von Kanzlerin Merkel gehört. Abgesehen davon, dass man auf deutschen Straßen genausoviele Leute ohne Ahnung finden kann - die Unbildung vieler Amerikaner über die genauen politischen Verhältnisse in Europa ist kein solcher Ausdruck von Ignoranz, wie das oftmals scheint. Oder kann jemand aus dem Stand den Premierminister Kanadas nennen? Weiß jemand, wer gerade in Mexiko regiert? Ob Bolivien oder Venezuela weiter südlich liegen? An wie viele Länder Chile angrenzt? Das Wissen über (politische) Geographie ist stark vom Standpunkt abhängig. In Europa vergessen wir außerdem gerne, dass die USA so groß sind wie Europa ohne Russland zusammengenommen. Da verschieben sich Maßstäbe automatisch. Die Volkswirtschaft von Kalifornien ist größer als die der meisten EU-Mitglieder, und es scheint deswegen ratsamer, den Gouverneur dieses Staates zu kennen als den Ministerpräsidenten Spaniens. Nicht umsonst orientieren sich Highway-Schilder in den USA an den Himmelsrichtungen und nicht wie bei uns an den Städten. Welcher Kalifornier weiß schon genau, ob er in Richtung Mobile oder in Richtung Little Rock eher an sein Ziel kommt?

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Tea-Party Protestler

Wenn irgendetwas die Amerikaner gerade unsympathisch macht, dann ist es sicher die Tea-Party-Bewegung. Ultrarechts und aggressiv im Auftreten stehen sie für das Amerika, das jedem Europäer ein Schaudern über den Rücken jagt. Die große Rolle der Religion im öffentlichen Leben der Amerikaner und ihr teilweise fast fanatischer Hass auf Andersdenkende kontrastiert ihre sonstige Offenheit aufs Schärfste. Das Einzige, was zur Ehrenrettung der Amerikaner insgesamt gesagt werden kann ist wohl, dass es auch immer eine Opposition dagegen gibt. Für jeden religiösen Spinner gibt es auch einen vernünftig denkenden Liberalen. Und obwohl der Ton der Debatte gerade ungewöhnlich scharf und aggressiv ist, ist die Voraussage nicht weit hergeholt, dass die Amerikaner selbst diesen Graben wieder schließen werden, wie sie es immer getan haben, und dass Meinungsfreiheit und andere Werte bestehen bleiben. Aktuell jedenfalls sichert die Tea-Party-Bewegung Obamas Wiederwahl, denn auch wenn es manchmal den Anschein hat - die Spinner sind eine Minderheit.
Überhaupt, der Dissens. Die Tea-Party-Bewegung fußt auch auf dem Statement "dissens is patriotic". Im Gegensatz zu Deutschland, wo Ordnung und Fraktionsdisziplin über alles gehen (nicht, dass man nicht trotzdem darauf schimpfen würde. Die Deutschen können genauso schizophren sein wie die Amerikaner), hat die Diskussion und der Dissens einen positiven Stellenwert. Die Amerikaner sind stolz darauf, viel zu wählen. Vom Hundefänger über den Polizeichef bis zum Staatsanwalt und Abgeordneten wird alles gewählt. "Townhall Meetings", bei denen sich etwa der Präsident den Fragen der Wähler stellt, sind in Deutschland fast undenkbar. Es verwundert ausländische Beobachter auch immer wieder, wie furchtbar ineffizient das amerikanische System ist, wie viele verschiedene Institutionen miteinander verschränkt sind und sich gegenseitig in den Arm fallen. Steht man mit dem Herzen bei einer bestimmten Sache, etwa Obamas Gesundheitsreform, will man einfach nur schreien wenn man beobachtet, wie sie Stück für Stück zerpflückt wird. Veränderungen geschehen auf diese Weise nur extrem langsam. Es dauerte über 60 Jahre, bis die USA die Sklaverei abschafften, und noch einmal fast exakt 100 Jahre, bis endlich rechtliche Gleichberechtigung für alle Rassen hergestellt war (die faktische Gleichberechtigung wird wohl noch einmal ihre 60, 70 Jahre in Anspruch nehmen). Das ist ein Nachteil des amerikanischen Systems. Sein unschlagbarer Vorteil aber ist, dass während es unfähig ist positive Änderungen schnell zu initiieren, es auch keine Chance hat negative Änderungen durchzudrücken.

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Friedrich "der Große"

In einer Geschichte von mittlerweile deutlich über 200 Jahren hatten die USA keinen Diktator, keinen Putsch, keine innere Revolution (sofern man den Bürgerkrieg nicht mitzählt). In der Zeit, in der die USA existieren, hat sich Preußen Norddeutschland vereinnahmt, hat die Revolution von 1848 stattgefunden, haben die Einigungskriege stattgefunden, ging der Erste Weltkrieg verloren, die Weimarer Republik unter, wurde die Bonner Republik geschaffen. In all dieser Zeit bestand das politische System der USA weitgehend unverändert fort und garantierte seinen Bürgern die Freiheiten, die die meisten Deutschen erst 1919 und ungefährdet erst 1949 erleben dürfen. Es ist völlig unangebracht, von oben herab auf die USA herabzusehen. Ihr System hat sich als das stabilste der Welt erwiesen, sie sind der älteste Staat der Welt. Die oft mit snobistischem Lächeln der Überheblichkeit vorgebrachte Beobachtung, dass die USA eine sehr junge Geschichte haben wird dadurch kontrastiert, dass sie eine kontinuierliche haben. Was ist denn aus der Zeit vor 1945 in unseren Alltag überkommen? Welche gesellschaftlichen Elemente aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sind bei uns noch lebendig? Die Tea-Party-Bewegung beruft sich auf Ereignisse aus den 1770er Jahren! Welche Werte aus dieser Zeit - oder der 100 Jahre später? - könnten oder wollten wir für uns in Anspruch nehmen? Als die Amerikaner über ihre Verfassung diskutierten, die bis heute ihre Freiheiten garantiert, herrschte bei uns Friedrich der Große! Als sie ihren Bürgerkrieg über die Frage ausfochten, ob Schwarze freie Bürger sein könnten, lag bei uns Friedhofsruhe über dem Land, nachdem preußische Bajonette die Revolution niedergehalten hatten.
Allein diese historische Leistung rechtfertigt Respekt vor den Amerikanern. Ohne sie lebten wir heute vielleicht in einem Großdeutschen Reich von Archangelsk bis zu den Vogesen, in dem im Gleichschritt über Werte wie Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit hinweggetrampelt würde. Machen sie Fehler? Sicherlich. Haben sie Fehler begangen? Ohne Zahl. Wird die US-Geschichte mit Blut geschrieben? Ohne Zweifel. Aber niemals haben die USA solche Fehler begangen wie die Deutschen. Viele ihrer Charaktermerkmale kann ich kaum verstehen. Wie man so einen nachgerade fanatischen Glauben in die Kraft des Individuums und solches Misstrauen in jegliche staatliche Normierung hegen kann ist mir unbegreiflich. Wie man einerseits so stolz auf seine eigenen grundrechtlichen Errungenschaften sein kann und es dann klaglos hinnimmt, dass Soldaten auf der ganzen Welt diese Werte mit Füßen treten entzieht sich mir. Ich bin mir aber sicher, dass die Welt ohne die USA heute eine schlechtere wäre. Die Ideale dieses Landes und seiner Bevölkerung hatten über Jahrzehnte eine gewaltige Strahlkraft. Sollte diese Strahlkraft nun erlöschen, weil das Land - wie es in apokalyptischen Szenarien gerne und mit einem wohligen Schauder ausgemalt wird - langsam zerfällt, dann wird das unangenehme Konsequenzen für uns alle haben. Wollen wir hoffen, dass die USA noch lange bestehen bleiben und ihren Glauben an ihre Werte erhalten.
Alle Bilder Wikimedia Commons.

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