Licht am Horizont

Beim Hallenturnier in Ahlten läuft es schon wieder unerwartet gut. Relativ gut jedenfalls. Obwohl wir zu Beginn unangenehm blendendes Gegenlicht haben, komme ich passabel in den Wettkampf. Mit 264 und 266 Ringen schieße ich recht gleichmäßig und komme mit 530 Ringen auf Platz vier der Master m. Damit schieße ich immerhin mein bisher bestes Ergebnis der aktuellen Saison.

Noch am Vortag lief es beim ersten Training in Loccum gar nicht gut. Ich hatte schrecklich viel Streuung auf allen Spots, obwohl ich beim Schießen selbst eigentlich ein ganz gutes Gefühl hatte. Klar bin ich noch lange nicht bei dem Schussablauf, wie ich ihn mir vorstelle, aber so schlimm wie die Trefferlagen gestern waren, konnte es eigentlich nicht sein. Als Konsequenz daraus baute ich abends noch die rote Jager Griffschale ab, montierte den Originalgriff wieder und wickelte ein neues Griffband auf. Mein Verdacht hat sich heute dann auch bestätigt.

Aufgrund des Umbaus ist der Start in Ahlten mit einiger Einstellungsarbeit beim Kicker und beim Visier verbunden. Ich versuche, den neuen Schussablauf umzusetzen, aber manche Details habe ich noch nicht genügend routinisiert. Somit verschleift sich das mit dem alten Ablauf. Was aber gelingt, ist das Halten einer relativ geraden Kraftlinie, was auch bedeutet, dass ich den Klicker auf der erarbeiteten Stellung grundsätzlich stehen lassen kann.

Der hinten gehaltene Klicker führt jedoch dazu, dass ich öfters nicht gut durch komme und häufig absetzen muss. Ein paar Mal wird die Zeit knapp und ich verreiße in die Sieben oder Sechs. Später entlaste ich mich, indem ich den Klicker etwa zwei bis drei Millimeter nach vorne schiebe. In dieser Stellung gelingen mir dann aber auch noch im letzten Wettkampfteil ein paar recht schöne Schüsse, wo insbesondere der Rückenzug mit der tiefen Schulter gut gelingt.

Diese etwa 10 bis 12 gut gelungenen Schüsse sind es, die mich wieder zuversichtlich werden lassen: Es tut sich etwas, es geht voran!