Leserrezension zu "Burnout" von Alice Spogis

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In diesem Juist-Thriller lässt uns die Autorin teilhaben an dem Schicksal und den Empfindungen der Journalistin Ella Brandt, die auf der Insel wegen des Burnoutsyndroms in der Dunenburg-Klinik behandelt wird. Mit sehr viel Empathie beschreibt Alice Spogis das Seelenleben der Patientin, schildert den Klinikalltag und Erfahrungen, die Ella in dort macht. Die kleinen Querelen, Enttäuschungen, Hoffnungen und Liebeleien nicht ausgenommen. Dabei spart die Autorin nicht an wohlgesetzten Metaphern und zeichnet so ein lebendiges und authentisches Bild ihrer Protagonisten.
Als eine Mitpatientin scheinbar Selbstmord verübt und eine weitere kurz darauf beim Schwimmen verunglückt, wird Ella klar, dass in dieser Klinik etwas nicht stimmt. Sie findet in Lysander Falk einen Verbündeten und die beiden schmieden einen riskanten Plan, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Dabei gibt es mehrere Verdächtige, doch an erster Stelle liegt für sie der emotionslose Klinikdirektor Rottmann. Ella gelingt es, in sein spezielles Therapie-Programm zu kommen. Fast zur gleichen Zeit wird Lysander von der Polizei als Verdächtiger festgenommen. Ella steht nun völlig allein da und gerät in Lebensgefahr.
Alles in allem ein sehr ausgereifter Krimi, nicht nur für Juist-Fans. Vier von fünf Punkten.