Leserrezension zu "Bedrohte Art" von Minos Efstathiadis

Mayersche

Mit stilsicherer Prägnanz versetzt der Autor den Leser an die Stelle des Hamburger Privatdetektivs Chris Papas, der eigentlich nur untreue Ehepartner observiert. Doch dann ruft man ihn bei einem grausamen Mord an einem Mann zu Hilfe. Konrad Hausmann wird auf seinem einsamen Hof aufgeschlitzt wie Schlachtvieh. Papas kann der Faszination des Falles und der nordfriesischen Landschaft nicht widerstehen und ermittelt parallel wie auch mit der Polizei. Dann geschieht ein weiterer Mord an einem Mann mit dem gleichen Nachnamen und der Detektiv wird sogar bedroht. Trotzdem lässt er sich nicht davon abhalten, seine Ermittlungen weiter zu führen.
Dieser Krimi ist ziemlich "speziell". Mich hat er spontan an die französischen Filme erinnert, in denen Kriminalkommissare mit fast philosophischer Ruhe und Scharfsinn einen Fall lösen. Für jeden, der diese Stilart mag, absolut empfehlenswert. Mich persönlich hat das Buch mehr durch seine Sprachbrillanz überzeugt als durch die Geschichte selbst. Gute drei von fünf Punkten.

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