Leserrezension zu "20th Century Alcohol & Tobacco Ads" von Jim Heimann

Leserrezension

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Ja, lange bevor die bösen Raucher verteufelt und vor die Tür geschickt wurden, gab es eine Rauchkultur in den USA und Europa. Das beweisen nicht nur dieser amüsante Bildband voller Werbeanzeigen und ausgefeilter Grafiken, sondern sogar viele alte Filme der 40er- bis 80er-Jahre. Natürlich rauchte und trank man bereits lange zuvor (denken wir da nur mal an die rauschenden Partys der 20er-Jahre), doch der wahre Hype begann in der Nachkriegszeit - da gehörte es zum guten Ton in der Gesellschaft und fast jeder Hollywoodstar, der etwas auf sich hielt, rauchte und genehmigte sich gerne mal einen Drink (egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit) und das nicht nur im Film. Logisch, dass es da auch den ein oder anderen Skandal gab. Aber nein, nicht alle wurden Alkoholiker oder starben an Lungenkrebs ;-).
Wie sehr hat sich all das doch geändert. Statt sinnlicher Werbeanzeigen präsentieren sich heute krebsverseuchte Organe auf den Zigarettenpackungen. Nun, eine Ausnahme hierzu sind wohl immer noch die Zigarrenraucher, denen der kultivierte Gentleman immer noch anhaftet. Für Zigarren (deren Herstellung und Konsum) benötigt man tatsächlich Sachkenntnis und Stil. Ihre Fertigung - zumindest was die Handarbeit angeht - ist nach wie vor eine Kunst. Dass der Teufel den Schnaps gemacht haben soll, zeigt augenzwinkernd bereits das Titelbild dieses wunderschönen Hardcoverbandes - wieder einmal ein gelungenes Sammlerstück, welches nostalgische Wehmut weckt. Ich persönlich finde die ältesten Anzeigen sogar am Schönsten. Einige eigene Fotos füge ich unten noch hinzu.Übrigens, wer immer auch Interesse an Werbung und grafischer Gestaltung hat, wird sich gerne solcher Bücher bedienen, um sich inspirieren zu lassen. Sündhaft, lasziv, humorvoll, cool - all diese Begriffe findet man in den abgebildeten Anzeigen. Umso erstaunlicher, dass es nur wenige Jahrzehnte brauchte, um diesen Lebensstil und das dazugehörige Lebensgefühl zu verteufeln und zu politisieren, obwohl jeder Staat Milliarden daran verdiente. Dennoch bleiben diese Anzeigen eine Hommage an den Konsum und die Verführung, Zeitzeugnisse längst verlorener Unbeschwertheit. Darauf möchte ich an dieser Stelle einen Toast ausbringen! Von mir fünf von fünf Punkten. 
Mein Dank an den TASCHEN VERLAG für dieses tolle Rezensionsexemplar.Leserrezension
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