Lesen ist gut, nachfragen ist besser

Mons, Belgien. Seit Tagen berichten alle Zeitungen vom Kunstwerk “The Pessanger”, das in Mons, der Europäischen Kulturhauptstadt 2015, angeblich eingestürzt sei. Die 16 Meter hohe und 85 Meter lange Holzlattenkonstruktion sei zusammengebrochen, hieß es in den Meldungen, verbreitet u.a von der dpa. Ich habe zufällig heute mit dem Leiter der Kulturhauptstadtstiftung Mons 2015 Yves Vasseur wegen meiner Reportage aus Mons telefoniert und nachgefragt, was genau passiert ist: “Nicht viel, etwa fünf Prozent des Werks sind abgebrochen”, sagte er. Die Konstruktion habe der Künstler auf eigene Kosten repariert. Einziger Schaden: Eine Fensterscheibe ist zerbrochen. Die bezahle die Versicherung. Mehr nicht. Wenn die lieben Kollegen in den Zeitungen schon aus einer solchen Mücke eine ganze Elefantenherde machen, wüsste ich gerne, wie “wichtigere” Sensationsnachrichten entstehen….


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