Laufband für Hunde?

Muss Ihr Hund regelmäßig auf dem Laufband trainieren? Dann könnte ist es durchaus sinnvoll sein, wenn Sie ein eigenes Gerät anschaffen.

Einerseits sparen Sie Kosten. Und andererseits sparen Sie die Zeit für den Weg zur Therapeutin. Je nach entsprechender Häufigkeit des Trainings auf dem Laufband, kann sich das Gerät von selbst bezahlen.

Wann benötigen Sie ein Hundelaufband?

Bewegung ist wichtig. Das gilt für uns Menschen. Und ebenso für Ihren vierbeinigen Liebling. Dabei ist mancher Hund deutlich bewegungsfreudiger als andere.

Doch nicht immer können Sie dem Bewegungsdrang Ihres Hunds in der freien Natur nachkommen. Für uns Menschen gibt es Fitnessgeräte in allen erdenklichen Ausführungen. Sie helfen uns dabei, uns zu Hause fit zu halten.

Für Ihren Hund gibt es ebenfalls spezielle Geräte. Eines davon ist das Laufband für Hunde. Doch ist dieses Gerät für Ihren Hund sinnvoll?

Was unterscheidet ein Laufband für Hunde vom normalen Laufband?

Ein Laufband für Hunde sieht auf den ersten Blick beinahe genauso aus wie jenes für uns Menschen. Es gibt nur kleine Unterschiede. Die meisten Hundelaufbänder verfügen über Schutzelemente an den Seiten.

Sie sollen ein seitliches Wegspringen Ihres Tiers verhindern. Und sie sollen ihm Sicherheit geben. Das Bedien- und Anzeigeelement ist meist gedreht angebracht. So können Sie als Hundehalterin den Kilometer Stand einfach einsehen und das Laufband bedienen.

Es gibt nicht nur einen einzigen sinnvollen Grund für ein Hundelaufband. Es kann Ihnen helfen, die Beweglichkeit und Gesundheit Ihres Tiers zu stärken. Ein Laufband für Hunde ist ideal, wenn:

  • Ihr Hund nach einer Operation rekonvaleszent ist, um den Muskelaufbau zu beschleunigen
  • Das Herz- und Kreislaufsystem Ihres Hunds gestärkt werden soll
  • Ihr Hund aufgrund von Gelenkerkrankungen oder vorangegangen Verletzungen kontrollierte, langsame Bewegung machen soll

In diesen Fällen kann Ihre Tierärztin den Besuch einer Hundephysiotherapeutin empfehlen. Diese arbeiten häufig mit Hundelaufbändern. Deutlich effektiver für Ihren Vierbeiner wäre sogar das Training auf einem Unterwasserlaufband.

Ratgeber für Laufband Kauf

Beim Kauf eines Hundelaufbands sollten Sie allerdings auf einige Eigenschaften besonders achten. Wichtig sind vor allem:

  • eine leichte Bedienung
  • die Maximal- und Minimalgeschwindigkeit
  • der einstellbare Steigungswinkel
  • die Gewichtsklasse Ihres Hunds
  • die Sicherheitsvorkehrungen
  • die Motorleistung
  • der Stromverbrauch
  • das Material
  • die Abmessungen

Verstellbare Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit bei einem Hundelaufband sollte sich für Ihren Vierbeiner möglichst stufenlos verstellen lassen. Wobei die Schrittgeschwindigkeit von 0 bis 12 km/h liegen sollte.

Haben Sie einen Laufhund, kann eine Geschwindigkeit bis zu 20 km/h sinnvoll sein.

Wenn das Laufband vorne leicht erhöht ist und nach hinten abfällt, spricht man von einer Steigung. Für das reine Herz-Kreislauf-Training Ihres Lieblings ist eine Steigung nicht unbedingt notwendig.

Beim Training von speziellen Muskelgruppen ist diese jedoch unerlässlich. Der Normbereich der meisten Geräte liegt bei einer Steigung von etwa 10 Prozent.

Stabiles Material

Laufbänder für Hunde müssen aus stabilem und hochwertigem Material bestehen. Denn nur das bietet Sicherheit. Es muss komplett gerade stehen. Und das Laufband darf keinesfalls kippen.

Achten Sie darauf, dass die Lauffläche gummiert ist, damit Ihr Hund nicht wegrutschen kann.

Gewichtsklasse und Größe

Natürlich muss das Laufband der Größe sowie Gewichtsklasse Ihres Hunds angepasst sein. Das gilt ebenfalls für die Lauffläche.

Dort muss sich Ihr Hund frei bewegen können. Die Seitenteile dürfen ihn keinesfalls in der Bewegung einschränken.

Motorleistung

Der Motor muss entsprechend stark sein. So kann er die benötigte Geschwindigkeit erreichen. Und er kann sie halten.

Ist Ihr Hund größer oder bewegt sich schnell, muss die Leistung deutlich höher sein. Dabei sollte jedoch der Stromverbrauch nicht zu hoch sein.

Klappbares Laufband als platzsparende Alternative?

Bevor Sie über die Anschaffung eines Laufbands für Ihren Hund nachdenken, überlegen Sie, ob genug Platz bei Ihnen dafür vorhanden ist.

Heute gibt es zwar schon sehr praktische Geräte. Diese sind klappbar und daher leicht zu verstauen. Dennoch müssen sie für das Training ausreichend Platz haben.

Keine Einschränkungen bei der Qualität

Legen Sie größtmöglichen Wert auf die Sicherheit Ihres Vierbeiners. Ein Notstoppschalter ist ein Muss. Nur so können Sie das Laufband im Ernstfall rasch ausschalten, um einen Unfall Ihres Lieblings zu vermeiden.

Wie leicht und intuitiv ist die Bedienung?

Das Gerät sollte einfach zu bedienen sein. Ein Trainingscomputer mit elektronischer Anzeige oder einem Touchscreen bietet größtmöglichen Komfort für Sie und Ihren Hund.

Vergleich der Top Hundelaufbänder

Preislich liegen qualitativ hochwertige Geräte mindestens im drei- bis vierstelligen Bereich. Ein gutes Laufband ist ab etwa 600 Euro zu haben. Da stellt sich die Frage, wann sich die Anschaffung wirklich auszahlt.

Tipps zum Laufbandtraining

Sie sollten die Verwendung eines Laufbands stets mit einer Hundephysiotherapeutin absprechen. Sie kann Ihnen genau erklären, wie Sie Ihren Hund bestmöglich und effektiv daran gewöhnen. Und wie Sie ihn trainieren können.

Bleiben Sie in jedem Fall mit Ihrer Tierärztin in Verbindung. Sie kann die Fortschritte Ihres Tiers optimal feststellen. Wichtig ist, dass Sie das Training keinesfalls übertreiben. Mehr ist nicht gleich besser.

Gleichzeitig kann Sie Ihnen Empfehlungen geben. Und im Ernstfall kann Sie entscheiden, das Training Ihres Hunds zu stoppen.

Ein Hundelaufband ersetzt keinen Spaziergang

Leider wird ein Laufband für Hunde immer wieder für alle möglichen Arten von Einsatzgebieten empfohlen. Ausreden für die Verwendung eines Hundelaufbands statt eines Spaziergangs gibt es viele:

  • will der Hund oder wohl eher die Halterin den Spaziergang bei schlechtem Wetter vermeiden, kann das Laufband für die notwendige tägliche Bewegung sorgen
  • ein Allergikerhund muss nicht ins Freie
  • die Hundehalterin möchte ihr Tier unabhängig von der Tageszeit trainieren
  • der Hund ist sehr aktiv und eine normale Gassirunde reicht ihm nicht aus

Keinesfalls ist ein Laufband ein Ersatz für die tägliche Bewegung Ihres Hunds an der frischen Luft. Ihr Hund benötigt diese Gassirunden, um Informationen zu sammeln. Er hört Geräusche und trifft Artgenossen. Er riecht an Bäumen und Steinen. So erfährt er, wer kürzlich hier war.

Vorteile jeder Gassirunde

Trotz Hundelaufband bleiben regelmäßige Gassirunden wichtig. Denn Ihr Hund verrichtet draußen keinesfalls nur sein Geschäft.

Die täglichen Spaziergänge bieten viel mehr für Ihren Hund. Dabei markiert er das Territorium, auf dem er sich bewegt. Der nächste Hund nimmt diese Information später auf.

Dieses Verhalten erklärt, warum ihr Hund manchmal bereits nach wenigen Minuten müde wird. Schließlich muss er viele Informationen über den Geruchssinn verarbeiten. Auf bekannten Runden kennt er schon viel. Tägliche Routine-Runden ermüden ihn daher deutlich langsamer.

Keine Umweltreize auf dem Laufband

Das Laufband kann nur die reinen Bewegungen Ihres Vierbeiners ersetzen. Es ist keine Alternative für die zahlreichen Umweltreize, die Ihren Hund täglich geistig fordern.

Natürlich müssen Hunde bei Kälte oder Regenwetter nicht unbedingt lange spazieren gehen. Viele wollen das auch gar nicht.

Statt einem ausgedehnten Spaziergang können Sie eine interaktive Spielerunde im Haus veranstalten. Fordern Sie Ihren Hund geistig. Das ermüdet ihn ebenso gut. Wenn das Wetter am nächsten Tag besser ist, dann holen Sie die Bewegung einfach nach.

Ein Hundelaufband kann bei einem älteren Hund sicherlich eine gute Investition sein. Zum Beispiel bei bewegungseingeschränkten Hunden. Keinesfalls ist ein Laufband ein Ersatz für den täglichen Spaziergang. Und es sollte nicht als Ersatz für intensive Beschäftigung und Arbeit mit Ihrem Liebling sein.

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