... ? Language Test and go for a club.

Wir schrieben Freitag den dritten September. Der "Japanese Language Placement" Test stand an, drei Stunden lang Gramattik, Vokabeln, hören, schreiben und Textverständnis. Da ich mit meinem Japanisch bislang ganz gut zurecht kam und sich in meinem Gehirn doch einiges wieder auftat, was ich mal gelernt hatte, hoffte ich nicht allzu sehr durch die Mangel genommen zu werden und nen paar Punkte zu holen. Vertan, vertan sprach der Hahn.
Die Erzählungen anderer Studenten waren bereits eine Warnung gewesen. Der Test war wirklich nicht "straight forward" einzustufen. Als Hauptproblem habe ich die Kanji´s (ca. 25000 Schriftzeichen, jenseits der 3 anderen verwendeten Alphabete im Japanischen) ausgemacht. ;) Der Test wimmelte nur so davon, sodass ich mein durchaus vorhandenes Vorwissen nicht gut unter bringen konnte. Tatsächlich ist es so, falls man das Zeichen nicht kennt fehlt die Aussprache und damit fehlten doch viele Vokabeln die man im Gespräch versteht und verwenden kann.
Ich habe jedoch das Gefühl, dass dies auch durchaus beabsichtigt ist. :) Die Ergebnisse gibt es bereits und wo ich Gramattikalisch teilweise bereits im Level 4 von 6 Kursleveln Inhalte kenne starte ich im Punkto Vokabeln zunächst in Level 1 und lerne Schriftzeichen. Das heißt für mein erstes Trimester 140 Minuten Kurs pro Tag und 1-2 Stunden Homework im Schnitt. Welches Level ich nun genau nehme wird sich zeigen. Nach der ersten Unterrichtswoche gibt es eine Entscheidung.

Am Nachmittag stand die Club Orientation an. In Japan ist die Teilnahme an Clubs ziemlich verbreitet. Wo in Deutschland der normale Dorfverein wartet besucht man hier Clubs, um - naja - nahezu jeder Nebensache der Welt nach zu kommen. Es gibt wirklich ne Menge in den Bereichen: Sport, Kultur, Technik, Social Skills, Abenteuer und als besonderes Schmankerl findet man den Beleuchtungsclub an der ICU. (hier der Link zu den aktuell vorhandenen Clubs) Wohl auch nicht erwarten würde man den Samba Club an einer japanischen Uni. Bin kurz davor bei zu treten! Habe die Vorführung nämlich sachlich analysiert - die Schrittfolge und Takt sind für einen Südländer wie mich ja eh kein Problem und so könnte ich die Tänzerinnen gut supporten. Nach einer ausgiebigen YouTube Recherche sehe ich die Mädels zumindest ziemlich weit vorne, in so ziemlich allen Rankings - auf die tänzerischen Aspekte werde ich dann das nächste mal achten.
Das Clubleben wird ernst genommen - teilweise zu ernst. So hat der American Football Club jeden zweiten Tag für 3 Stunden den Football/Soccer/Handball Court geblockt und geht dort ausgiebig turnen. An den anderen Tagen werden Eisenstangen gedrückt und so bringt es die teilweise 1,60 Meter große Defense doch auf eine erstaunlich bedrohliche Masse.
Deutsche sind and der ICU (vor allem im Sport) und soweit ich das mit bekomme in Japan allgemein sehr beliebt (dazu in den nächsten Tagen auch noch mehr - soviel vor weg auch die Japaner haben ihren Grund Italien nicht zu mögen). So besteht durchaus das Interesse einen anderen Deutschen und mich als "The German Wall" in so ziemlich jede kampfbetonte Sportart als angsteinflößende Waffe in die Defense einzubauen. Ich denke sie erkennen direkt das Talent dass in uns schlummert, das wir gefüht 2-3 mal so viel wiegen wie die Gegner spielt aber wahrscheinlich auch mit rein, sowie die Tatsache dass wir im Schnitt 1-2 Köpfe größer als alle Gegner und Mitspieler sind.
Aktuell heißt es für mich morgens um 7 Fußballtraining und 3 mal die Woche Lacrosse (aktuell ist dies die Planung).

Clubs haben aber noch einen weiteren Reiz, man kommt in ein wirklich japanisches Umfeld. Wo sich das Global House als internationale Gemeinschaft versteht in der sehr viel Englisch gesprochen wird, ist die Amtssprache im Club Japanisch. Man ist mit Japanern unterwegs und damit auch Abseits der Touriepfade - so ist der Plan.

Abends war Bier-Pong angedacht und im Kreis von 5-8 Leuten sollte sich einer einverleibt werden. Ein paar Bier und die ein oder andere Kiste happoshu (発泡酒) sollten die Grundlage bilden und "Good German Jägermeister" die richtige Würze bringen. In einen handelsüblichen Fahrradkorb passen knapp zwei Kisten happoshu.
Es begab sich nun wie folgt: Nachdem wir ein Spielfeld vorbereitet und das alkoholische Kaltgetränk fachmännisch kalt gestellt hatten stand ein Geburtstag an. Wir sind Ninjas! 40 Leute haben sich quasi lautlos, wie Schatten, an Wänden entlang gedrückt, sind eins mit den Konturen der Nacht geworden und haben dann gröhlend in den Samstag gefeiert. Nun sollte der Bierpong-Marathon starten. Es eskalierte etwas. Ich war bereits mit der ersten Runde beschäftigt, sodass ich nur vermuten kann was sich in den Köpfen der Anderen Bewohner abgespielt hat aber ich nehme an es war in etwa so:
"Awesome - Do you hear the Music?"
"Yeah - what an amazing beat."
"Nordisch what does it mean."
"Lets tell it everybody and then we have a look."
So wirds wohl gewesen sein. Global House-Party! Bier Pong und stetig wurde neues Bier heran gekarrt. Die Spezialitäten aller Länder wurden präsentiert und im Sinne der Student Pledge als durchweg als "important cultural good" einverleibt. Tatsächlich bin ich mir auch über den Tathergang nicht im klaren, der zum Abschalten der guten deutschen Musik geführt hat aber die Stimmung war wohl schon derart angeheizt dass sich die Party bis sechs Uhr gezogen hat. Ich kann mit voller Begeisterung kund tun, dass ich ungeschlagen das Bier-Pong Turnier beenden konnte. Zusammen mit Ohio George war uns kein Gegner gewachsen.

Direkt in den ersten Tagen wurde mir folgendes mit auf den Weg gegeben: "In Japan, espacially at the ICU you need two things to survive: A bike and a cell phone." Nen Fahrrad hatte ich ja bereits und mit der Bestätigung dass ich in Mitaka gemeldet bin konnte ich mir nun auch nen Handy zulegen. Wieder einmal ging es in Manier einer Klassenfahrt nach Mitaka. Durch den Wald vorbei am "DANGER: Hornets - keep away" Schild - in die Stadt.
Tatsächlich leben wir sehr idyllisch und sind mitten im Grünen. Wir sind vom Wald umschlossen und drum herum tobt Tokyo.
Meine Erfahrungen beim Handykauf lassen sich reduzieren auf ein paar Stichpunkte. Generell muss man sagen Japan ist in Sachen Handyvertrag noch weit zurück.
  1. Hohe Grundgebühren
  2. Hohe SMS-Kosten
  3. Immense Minutenpreise
  4. Man verwendet eigentlich keine SMS, sondern mobile e-Mail um zu kommunizieren. Bis zum erbrechen animiert und auf Paketbasis abgerechnet. Eine e-Mail kostet in etwa 1 Cent, wenn man aber Bilder etc. versendet oder im Internet surft ist schnell einige Euro los.
  5. Ein Vertrag der die Visa-Dauer nicht übersteigt ist mit einigen Sonderkosten verbunden (wir mussten die Handys, welche normalerweise über die Vertragslaufzeit abgezahlt werden direkt bezahlen)
  6. Technischer Schnickschnack ist weit verbreitet. Viele selbst günstige Handys kommen mit GPS daher, aber zum Datenaustausch wird Infrarot verwendet. Bluetooth sucht man oft vergebens. Über Infrarot werden Kontaktdaten ausgetauscht - somit hat das "bekomme ich deine Nummer" direkt die Auswirkung dass man e-Mail Adresse und häufig Anschrift, Arbeitgeber und Angaben wie Hobbies austauscht. Erspart natürlich eventuell später auftretende Konversation - die wie bereits genannt eh zu teuer am Telefon ist :)
  7. 5 Verträge fertig zu stellen dauert 5 Stunden
Mit nen paar Nachlässen haben wir noch nen ganz guten Deal raus geschlagen! Der Abend war easy going. Ein Wohnheimmitglied hat nen netten Hollywood-Streifen auf der Festplatte gefunden und es gab einen Blue-Ray Abend (Wer einen DVD Abend vermutet hatte solle sich in Erinnerung rufen dass ich in einem High-Tech Land bin ;) ). Die erste Shisha habe ich in Japan entdeckt und der Abend endete für mich um 4 Uhr.

Drei Stunden Schlaf bis zum ersten Fußballtraining im neuen Team. Den Sakai-Boyz mit den um den Okkada-Cup und in der ISL gespielt wird.


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