Kroos bekommt Hunts Frust zu spüren

Kroos bekommt Hunts Frust zu spüren

Es sind in der Fußball-Bundesliga in dieser Saison schon viele Rote Karten verteilt worden, genau 22. Keine davon war so berechtigt, wie die gegen Bremens Aaron Hunt. Beim 4:1 im Spitzenspiel zwischen Bayern München und Werder Bremen waren dem 25-Jährigen die Sicherungen durchgebrannt. Als es nach 80 Minuten bereits 3:1 für die Gastgeber aus München stand, holte der Bremer seinen Gegenspieler Toni Kroos völlig übermotiviert von den Beinen. Mit den Stollen voran rauschte Hunt in die Kroos’ Knöchel.

Schiedsrichter Florian Meyer zögerte keine Sekunde und zückte die Rote Karte. Nach dem ersten direkten Platzverweis seiner Karriere in der Bundesliga verließ Hunt das Spielfeld ohne Proteste. Mit hängendem Kopf schlich er in die Katakomben des Stadions. Die Fragen der Reporter mochte er nicht beantworten. Erstaunlich, dass der Bayern-Spieler Kroos unverletzt blieb.

Kroos: «Hunt riskiert, dass mir etwas passiert»

Dafür fanden seine Bosse deutliche Worte. Bremens Manager Klaus Allofs schimpfte: «Die einzige Erklärung dafür ist Frust. Aber auch wenn man verärgert ist, darf man nicht so reagieren. Darüber bin ich sehr enttäuscht, zumal wir thematisiert haben, dass wir Platzverweise nicht gebrauchen können.» Und: « Von einem Spieler, der Führungsspieler ist und auch ein solcher sein will, erwarte ich eine andere Reaktion.»

Trainer Thomas Schaaf fasste sich wie gewohnt kurz und prägnant: «Das Foul von Hunt war einfach dumm, er hat ihn gottseidank nicht richtig getroffen. Das ist absolut überflüssig.» Und der gefoulte Toni Kroos sagte: «Natürlich ist da Frust dabei, und man kann ja auch mal ein Foul machen. Aber damit riskiert er auch, dass mir etwas passiert.» Zur Strafe wird Hunt seinem Klub für drei Spiele fehlen. Das DFB-Sportgericht sah immerhin von einer drastischen Strafe mit Signalwirkung für dieses krasse Foul ab.

Glück für Werder: Auch Pizarro hätte Rot bekommen können

Fest steht: Nicht nur Werder Bremen wird durch den Ausfall stark geschwächt, auch Hunt selbst hat sich mit der Aktion ein Eigentor geschossen. Nach der verkorksten vergangenen Spielzeit war das Bremer Eigengewächs auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke. Die voraussichtlich lange Sperre kommt für Hunt nun zur Unzeit.

Dabei kann sich Werder noch glücklich schätzen, «nur» auf Hunt verzichten zu müssen. Stürmer Claudio Pizarro war in der ersten Halbzeit ebenfalls wegen einer rüden Unbeherrschtheit aufgefallen, als er Gegenspieler Holger Badstuber seinen Ellenbogen an die Brust rammte. Schiri Meyer bewertete die Aktion jedoch nur als einfaches Foul. Angesichts der Rotflut der ersten Spieltage wäre ein Platzverweis auch für diese Aktion nicht verwunderlich gewesen.

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