Kritik: Goethe! (04.12.2010)

Gesamteindruck: Kritik: Goethe! (04.12.2010)
Darsteller    Kritik: Goethe! (04.12.2010)
Drehbuch    Kritik: Goethe! (04.12.2010)
Dramaturgie   Kritik: Goethe! (04.12.2010)
Innovation    Kritik: Goethe! (04.12.2010)
Kamera/Optik Kritik: Goethe! (04.12.2010)
Soundtrack    Kritik: Goethe! (04.12.2010)
CINEtologisches Fazit:
Land der Dichter und Denker, von Schiller und Goethe - das alles sei Deutschland. So sagt man. Wer einer dieser Herren wohlmöglich gewesen ist, davon versucht uns Goethe! einen Eindruck zu vermitteln.
Mein Eindruck von dem streckenweise theatralisch anmutenden, aber unzweifelhaft mainstreamigen Spielfilm, den Philipp Stölzl vom Regiestuhl aus sowie durch die Beteiligung an der Federführung für das Drehbuch maßgeblich geprägt hat.
Auch wenn ich mich nicht immer dagegen wehren konnte, zu hinterfragen, ob die einzelnen Szenen zu jedem Zeitpunkt historische Korrektheit für sich beanspruchen können (Gegenfrage: wollen und müssen sie das überhaupt?), so war ich doch von dem überzeugenden Spiel der beiden Jungschauspieler Alexander Fehling in der filmentscheidenden wie namensgebenden Rolle und - mehr noch - von Miriam Stein als Charlotte "Lotte" Buff angetan. Dagegen wirkt Moritz Bleibtreu in Kostüm wie Setting z.T. deplaziert.
Mich hat diese quasi Entstehungsgeschichte der im Deutschunterricht in Deutschland z.T. Pflichtlektüre Die Leiden des jungen Werthers über lange Strecken mitnehmen können, ohne mich dabei sonderlich zu überraschen. Das kommt vor. Für eine deutsche Produktion mit jungen, mir bis dato größtenteils unbekannten Schauspielern ist das als Kompliment zu verstehen. Faust anyone?

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