Kreislaufschuhe – Vegane Sneaker aus Kaffeesatz und Plastikmüll

Vegane Sneaker aus Kaffeesatz und Plastikmüll, die auch noch richtig cool aussehen – das geht, wie zwei junge Labels beweisen. Nat-2 aus München und RENS aus Finnland stellen tierfreundliche und nachhaltige Schuhe aus kreislauffähigen Materialien her, die im Überfluss vorhanden sind.

Vegane Sneaker, die nach Kaffee duften

Die Modeindustrie gehört weltweit zu den größten Umweltzerstörern, und Schuhe sind da leider keine Ausnahme. Doch weil grüne Mode immer mehr nachgefragt wird, arbeiten gerade junge Labels an nachhaltigen Schuhen. Dabei ersetzen sie klassische Schuhmaterialien wie Leder und Kunststoff durch nachhaltige und tierfreundliche Alternativen.

Zum Beispiel das Münchner Label nat-2, dessen „Coffee Line“-Sneaker umweltfreundlich und komplett vegan sind. Auf den ersten Blick könnte man das braune, weiche Obermaterial für Wildleder halten, doch tatsächlich sind es recycelte Kaffeereste. Nat-2 verwendet Bohnen und Teile der Kaffeepflanze für das Obermaterial, das als Bonus sogar noch angenehm nach Kaffee duftet. Bis zu 50 Prozent Kaffee steckt in so einem Sneaker, der dank einer Sohle aus Naturkork innen auch Schweißfüßen keine Chance lässt.

Vegane Sneaker von Nat 2 Vegane Sneaker von Nat 2

Für die Außensohle verwendet das Label recycelte PET-Flaschen sowie echtes Gummi. Damit sind diese veganen Sneaker nachhaltiger als herkömmliche Modelle, in denen meist synthetisches Gummi steckt. Nat-2 setzt außerdem wasserbasierte Klebstoffe ein und lässt seine Schuhe per Hand und fair in Italien herstellen.

Auch das finnische Label RENS setzt auf das ungewöhnliche Material Kaffee für seine veganen Sneaker. RENS verwendet Fasern aus Kaffeesatz und recyceltem Polyester, das aus Plastikmüll stammt. In jedem Paar Sneaker stecken dem Label zufolge 21 Tassen Kaffee und sechs Plastikflaschen. Das Material ist leicht und wasserdicht.

Vegane Sneaker von RENS Vegane Sneaker von RENS

Warum eigentlich ausgerechnet Kaffee?

Kaffee als Material für vegane Schuhe oder auch Kleidung ist gar nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick scheint. Kaffeesatz fällt im Überfluss an, und auch bei der Kaffeeproduktion wird nur etwa ein Prozent der Kaffeepflanze genutzt. Alles andere ist normalerweise Abfall, etwa das Fruchtfleisch oder die Schale der Bohnen. Kaffee ist damit ein gutes Material für die Kreislaufwirtschaft. Er bringt außerdem noch andere, sehr wünschenswerte Eigenschaften mit: Kleidung und Schuhe aus Kaffee wirken geruchshemmend, sind atmungsaktiv, UV-resistent und trocknen schnell.


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