Konzert von Blink 182 in Berlin

Als Iggy Pop sich 1969 bei den ersten Konzerten der Stooges auf der Bühne den Körper aufschnitt, hatte Planet Erde nicht die geringste Ahnung davon, was noch kommen würde. Sie nannten es Punk und mit dem Punk veränderte sich eine ganze Generation. The Velvet Underground, MC5 und Blue Cheer waren die ersten Vorbilder eines Stils, der nicht nur auf musikalischer Ebene revolutionär sein würde, sondern auch in der Haltung des Lebens, des Systems und der Realität gegenüber. Seit der in den 20er Jahren entstandenen Dada-Bewegung gab es bis zum Punk keine weitere, kulturelle Strömung mehr, die in solchen Dimensionen die Kunst, die Literatur, die Poesie, die Musik und die Mode revolutioniert hätte. Im Gegensatz zum Dadaismus, der für alle Abtrünnigen der modernen Kunst da war, entfremdet zwischen zwei Weltkriegen und mit der Parole, das bürgerliche System seitens der Intellektualität zu zerstören, war der Punk die Lösung für alle Vorstadtkinder. Jeder konnte Punk sein. Alles war dazu bestimmt Punk zu sein. Es reichte schon aus über dem Stand der Dinge eine leichte Depression zu verspüren, auf den Boden zu spucken und die Welt zu mit Füssen zu treten; schon warst du ein authentischer Punk.

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Wie alle großen Ideen wurde auch der Punk vom System absorbiert. Heutzutage scheinen der Anstrengung Punk zu sein, etwas die Argumente zu fehlen, eine Art und Weise mehr, auf “Big Brother” zu antworten. Er wirkt aber immer noch nach, wenn natürlich auch in geringerem Maßstab. Ohne Zweifel ist der Punk das Rockgenre, welches durch seine Vielseitigkeit und Einfachheit die Aufmerksamkeit der jüngeren Generationen weckt, die eine Band gründen wollen. Der Punk überlebt vielleicht auf seine ganz eigene Art und Weise. Und das, was sein ideologischer Schwerpunkt sein sollte, ist ohne Zweifel auf die sozialen Netzwerke, das Internet, die Übertragung von Gratis-Information und andere Netzphänomene übergegangen, die uns heute schon alltäglich erscheinen. Irgendwie sind wir ja alle Punks.

Blink 182 ist das Resultat einer jahrzehntelanger Assimilation und Transformation des Punkgenres, sowohl des Sounds wie auch des Lebensstils. Die Karriere von Blink 182 begann im Jahre 1992 kometenhaft. Ohne dies geplant zu haben oder viel Raffinesse haben sie es geschafft, vor allem ein Teenage-Publikum zu erobern. Fans von Green Day und Sum 41, die auf der Suche nach einem neuen Produkt mit ähnlichem Stil waren. Songs wie “Man Overboard”, “Adam’s Song” und “What’s my age again?” sind Hymnen einer ganzen Post-Grunge Generation, die auf den ohrwurmhaften, fröhlichen und sonnigen Sound dieser drei Kalifornier setzt. Es gibt viele Höhen und Tiefen bei Blink 182 und für wahre Punkliebhaber sind sie wahrscheinlich keine besonders empfehlenswerte Band. Wenn du mit über dreißig Jahren aber trotzdem etwas lächeln, “Good Vibrations” spüren und wieder mit dem Skateboard fahren willst, dann ist die Band vielleicht was für dich. Für mehr über Blink 182 kannst du auf ihrer offiziellen Webseite nachschauen: http://www.blink182.com/


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